Weißrussland100 Migranten versuchen Grenzdurchbruch zu Polen

208 Versuche einer illegalen Grenzüberquerung wurden registriert. Die Notunterkunft für Migranten soll unterdessen weiter ausgebaut werden.

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Die Migranten drängen weiter in Richtung Polen
Die Migranten drängen weiter in Richtung Polen © AFP
 

An der Grenze zwischen Polen und Weißrussland hat nach Angaben des polnischen Grenzschutzes eine Gruppe von rund 100 Migranten vergeblich versucht, von Weißrussland aus die Befestigung zu überwinden. Der Vorfall habe sich am Samstag kurz vor Mitternacht in der Nähe des Ortes Czeremsza ereignet, teilte eine Sprecherin mit.

Belarussische Sicherheitskräfte hätten die Gruppe mit einem Lastwagen an die Grenze gefahren und einen Holzsteg auf den Stacheldrahtverhau geworfen. Polens Uniformierte seien mit Steinen und Ästen beworfen und mit Laserstrahlen geblendet worden. Insgesamt registrierte der Grenzschutz 208 Versuche einer illegalen Grenzüberquerung. Da Polen keine Journalisten und Journalistinnen in das Gebiet lässt, lassen sich die Angaben nicht überprüfen.

Notunterkunft in Brusgi

In Weißrussland bauten die Behörden die Versorgung der Migranten in einer Notunterkunft in Brusgi an der Grenze zu Polen aus. Die Staatsagentur Belta veröffentlichte in der Früh Bilder von Soldaten, die an der als Schlafstätte umfunktionierten Logistikhalle ein Zelt aufstellten. Die Verteilung von Nahrungsmitteln solle so schneller möglich sein, hieß es. In dem Gebäude übernachteten nach Schätzungen etwa 2.000 Menschen, die eine Rückreise in ihre Heimat ablehnen und stattdessen nach Deutschland oder in andere EU-Staaten wollen.

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki traf Sonntagfrüh in Estlands Hauptstadt Tallinn zu Gesprächen mit seiner Amtskollegin Kaja Kallas ein. Morawiecki will im Laufe des Tages noch Litauen und Lettland besuchen. Thema der Gespräche ist die Lage an der Grenze.

Die Europäische Union beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen, um Druck auf den Westen auszuüben. Die Menschen aus dem Irak, aus Syrien und Afghanistan sind über Touristenvisa in Belarus eingereist.

Kommentare (4)
ichbindermeinung
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ein paar Zahlen zu den pos. Asylbescheiden in der EU bitte

bitte einmal berichten wie viele hunderttausende Personen dzt. in Ö absolut mit einem postiven Asylbescheid leben bzw auf 1 Million Einwohner u. dazu die Zahlen der übrigen 26 EU-Länder um die solidarische EU-Verteilung für die Bürger in Ö mal auf einen Blick sichtbar zu machen

valentine711
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Konsequenter Grenzschutz

und eine Reform des Asylwesens sind meiner Meinung nach essentiell für den Fortbestand der EU.

sam125
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Konsequenter Genzschutz und ändert endlich das Asyl-und Migrationsgesetz und

gebt nur mehr befristete Aufenthaltstittel an Migranten aus,die stets verlängert werden müssen und und verteilt endlich die Migranten gleichmäßig in der EU,das mittels Fingerprint leicht überprüfen könnte und wenn Migranten straffällig werden oder als religiöse Fanatiker auffallen,so wird nicht mehr verlängert und die Migranten MÜSSEN uns wieder verlassen! So wäre jeder Migrant selbst seines Glückes Schmied,ob er bei uns bleiben darf oder nicht!Die meisten Migranten wollen zu uns und nach Deutschland,wobei wir inzwischen,dank Merkels Willkommensgruß zum Mirgationsland Nr.1 in Europa geworden sind und wir sogar die zweitgrößte Afgahnen Kommune Europaweit im Land haben!Was das für unser kleines Land bedeutet,braucht man bestimmt niemanden näher erklären!!Europa mach es endlich so wie die Australier, Kanadier und auch die USA ( GREENCART)!

logon 1
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zur Migration eine Stellungnahme..

..des österreichischen Evolutionsbiologen Irenäus Eibl-Eibesfeldt ( 1928-2018):

" Die heute für die Multikultur eintreten, sind eben Kurzzeitdenker. Sie sind sich gar nicht bewußt, was sie ihren eigenen Enkeln antun und welche möglichen Folgen ihr leichtfertiges Handeln haben kann."
https://www.focus.de/politik/deutschland/sagen-sie-mal-irenaeus-eibl-eibesfeldt-deutschland_id_1862284.html

Vor etwa 15 Jahren hatte ich das Glück,mit ihm persönlich sprechen zu dürfen. Was er damals gesagt hat,ist punktgenau eingetroffen: der immer größere Widerstand der Europäer gegen die Migration.

Der UNO,der EU, naiven Politikern und Journalisten zur Kenntnisnahme!