Afghanistan-HauptmilitärbasisAlle NATO-Soldaten verließen Bagram

Der Schritt deutet darauf hin, dass der vollständige Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan unmittelbar bevorsteht. Österreich hat seine wenigen Bundesheer-Soldaten bereits aus Afghanistan abgezogen.

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Mit dem Truppenabzug begannen die USA und ihre NATO-Verbündeten Ende April.
Mit dem Truppenabzug begannen die USA und ihre NATO-Verbündeten Ende April. © AP
 

Die USA und die NATO haben ihre verbliebenen Soldaten von ihrem Haupt-Militärstützpunkt Bagram in Afghanistan abgezogen. "Alle Streitkräfte der Koalition haben Bagram verlassen", sagte ein US-Armeevertreter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Der Schritt deutet darauf hin, dass der vollständige Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan unmittelbar bevorsteht.

Wann genau die letzten US- und NATO-Soldaten Bagram verließen, sagte der US-Armeevertreter, der anonym bleiben wollte, nicht. Auch zum Zeitpunkt, an dem die US-Armee den Luftwaffenstützpunkt offiziell an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben will, äußerte er sich nicht. Österreich hat seine wenigen Bundesheer-Soldaten bereits aus Afghanistan abgezogen.

Zeitweise waren in Bagram bis zu 30.000 Truppen stationiert

Bagram ist die größte Militärbasis der USA und der NATO in Afghanistan. Auf dem Stützpunkt 50 Kilometer von der Hauptstadt Kabul entfernt waren zeitweise bis zu 30.000 Truppen stationiert. Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein Gefängnis, in dem Taliban-Kämpfer und islamistische Extremisten festgehalten wurden.

US-Präsident Joe Biden hat angekündigt, bis spätestens zum 11. September - dem 20. Jahrestag der Terroranschläge in den USA - alle Truppen aus Afghanistan abziehen. Die Anschläge von 9/11 waren der Auslöser der US-Militärinvasion in Afghanistan.

Mit dem Truppenabzug begannen die USA und ihre NATO-Verbündeten Ende April. Mehrere Militärstützpunkte wurden bereits an die afghanische Armee übergeben. Die Gewalt in Afghanistan hat in den vergangenen Wochen jedoch stark zugenommen. Die Friedensgespräche zwischen den radikal-islamischen Taliban und der afghanischen Regierung kommen nicht voran. Beobachter warnen, dass sich die Sicherheitslage in dem Land nach dem vollständigen Abzug der NATO-Truppen noch verschlechtern könnte.

Kommentare (2)
ugglan
0
1
Lesenswert?

Warum

sollte sich Österreich - kein NATO -Land - jetzt um irgendwelche Afghanen kümmern müssen ? Was geht uns Afghanistan an ! Nach all dem sollte kein Einziger mehr unser Land betreten dürfen ! Unsere Politiker haben für unsere Sicherheit zu sorgen!

dieRealität2020
0
9
Lesenswert?

Keine Frage, eine klare Aussage und Feststellung,

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>>>>>> Der Schritt deutet darauf hin, dass der vollständige Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan unmittelbar bevorsteht. Österreich hat seine wenigen Bundesheer-Soldaten bereits aus Afghanistan abgezogen. <<<<<<
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Mit dem Truppenabzug begannen die USA und ihre NATO-Verbündeten Ende April. Mehrere Militärstützpunkte wurden bereits an die afghanische Armee übergeben. Die Gewalt in Afghanistan hat in den vergangenen Wochen jedoch stark zugenommen. Was ja jeder Depp verständlicherweise erwarten konnte.
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Hier besteht kein Hindernis Afghanen wieder zurückzuschicken. Ob straffällig oder nicht. Es gibt eine dementsprechende Afghanische Regierung. Diese muss mit eigenen Kräften im eigenen Land für Ordnung sorgen.
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Europa und seine Mitgliedsländer können nicht ununterbrochen für die nächsten 100 Jahre und den nächsten Generationen einerseits diese Länder versorgen und andererseits die aus diesen Ländern in die EU kommenden Wirtschaftsflüchtlinge einfach nur so aufnehmen?
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Das hat nichts mit einer Parteiideologie noch mit Menschenrechten und allen ihren Nachhaltigkeiten im engeren Sinne zu tun, Es sollte jeden Bürger verständlich machen wie unsere Gesellschaft in 50-70 Jahren aussehen wird, Dazu bedarf es keiner Hellseherei oder besonderer Visionen. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
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Anscheinend interessiert niemanden bei dieser fortdauernden Entwicklung wo dass Ende sein wird. Milliarden um Milliarden Bevölkerungszuwachs. Das Chaos ist vorprogrammiert.