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Urteil Floyd-ProzessZumindest ein erster Schritt, damit sich in den Köpfen etwas ändert

Derek Chauvin wurde zu 22,5 Jahren Haft verurteilt.

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© AFP
 

Die Staatsanwaltschaft hatte 30 Jahre Haft gefordert, geworden sind es 22,5: Derek Chauvin, jener US-Polizist, der den Afroamerikaner George Floyd mit seinem Knie fixiert und dabei getötet hatte, hat nach der Verurteilung im April jetzt auch das Strafmaß erfahren.

Die Familie Floyds hätte sich mehr gewünscht, was verständlich ist. Der Schuldspruch gilt im Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA dennoch als historisch. Zustande kam das Verfahren allerdings nur, weil eine 17-jährige Passantin den Polizeieinsatz gefilmt und das Video von Floyds letztem Satz „Ich kann nicht atmen“ veröffentlicht hatte. Die Kollegen Chauvins hatten einfach weggesehen.

Der Verurteilte hat sich im Gerichtssaal erstmals an die Angehörigen Floyds gewandt und sein Beileid ausgesprochen. Nicht, dass dieser Satz alleine der Familie viel Linderung ihres Schmerzes bringen wird. Dennoch bedeutet er immerhin einen ersten Schritt der Anerkennung Chauvins, dass es sich bei seiner Tat um Unrecht handelte. Nur wenn sich in den Köpfen etwas ändert, wird dieses Urteil wirklich etwas bewirken.

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