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Iranischer Präsident Ausländische Truppen erhöhen "Unsicherheit" in Golfregion

Die Präsenz ausländischer Truppen am Golf erhöht nach den Worten des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani die "Unsicherheit" in der Region.

Irans Präsident Hassan Rouhani
Irans Präsident Hassan Rouhani © (c) APA/AFP/Iranian Presidency/- (-)
 

"Ausländische Truppen können Probleme und Unsicherheit für unser Volk und unsere Region verursachen", sagte Rouhani am Sonntag in einer Fernsehansprache anlässlich einer jährlichen Militärparade. Sein Land werde den Vereinten Nationen in den kommenden Tagen einen Kooperationsplan vorlegen, mit dem die Sicherheit am Persischen Golf gewährleistet werden solle. Rouhani reagierte damit auf die Ankündigung der USA, nach den Luftangriffen auf zwei saudi-arabische Ölanlagen ihre Streitkräfte in der Region zu verstärken.

Warnung der Revolutionsgarden

Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Mark Esper vom Freitag werden die Einheiten "defensiver Natur und vorrangig auf die Luft- und Raketenabwehr konzentriert" sein. Die Truppen würden auf Bitten Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate entsandt, um weitere Eskalationen in der Region zu verhindern. Der Chef der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Salami, warnte die USA daraufhin vor einem Angriff auf den Iran und drohte mit massiver Vergeltung.

Am Samstag vergangener Woche waren Saudi-Arabiens Ölanlagen in Khurais und Abqaiq (Churais und Abkaik) angegriffen worden, woraufhin die Ölproduktion einbrach und der Ölpreis anstieg. Zu den Luftangriffen bekannten sich die schiitischen Houthi-Rebellen aus dem Jemen; die USA machen jedoch Teheran verantwortlich. Der Iran unterstützt die Houthis in ihrem Kampf gegen eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen. Eine Beteiligung an den Luftangriffen in Saudi-Arabien weist Teheran aber zurück.

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