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Wahl in BrasilienUltrarechter Favorit Bolsonaro in Zitaten: "Ich bin für Folter"

Der ultrarechte Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro in Brasilien provoziert immer wieder mit Ausfällen gegen Minderheiten, extremistischen Parolen und Sympathiebekundungen für die Militärdiktatur.

© AP
 

Nach einem mit harten Bandagen geführten Wahlkampf wählen die Brasilianer einen neuen Präsidenten. Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro geht als Favorit in die Stichwahl am Sonntag. In letzten Umfragen kam der ehemalige Fallschirmjäger auf 54 bis 55 Prozent der Stimmen. Für Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei wollten bei der Stichwahl zwischen 45 und 46 Prozent der Brasilianer stimmen.

Bolsonaro provoziert immer wieder mit Ausfällen gegen Frauen, Schwarze und Homosexuelle sowie mit seiner Sympathie für die Militärdiktatur (1964-1985). Allerdings profitiert er von der Wut vieler Brasilianer über die jüngsten Korruptionsskandale und die zunehmende Gewalt im Land.

Im Folgenden einige der umstrittensten Zitate des Rechtspopulisten, der als Favorit in die Stichwahl am Sonntag geht:

"Wenn diese Leute hierbleiben wollen, müssen sie sich unserem Recht unterwerfen. Oder sie verlassen das Land oder gehen ins Gefängnis. Diese roten Typen werden aus unserem Vaterland verbannt." (Im Oktober 2018 über Anhänger der Linken)

"Lula - du wirst in deiner Zelle verrotten." (Im Oktober 2018 über den inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva)

"Es wird eine in Brasilien niemals gesehene Säuberung geben." (Im Oktober 2018 in einer Ansprache vor Anhängern)

"Ich bin für Folter. Und das Volk ist auch dafür." (1999 in einem Fernsehinterview)

"Ich würde Männern und Frauen nicht das gleiche Gehalt zahlen. Aber es gibt auch viele kompetente Frauen." (2016 in einem Fernsehinterview)

"Ich würde dich nie vergewaltigen, weil du es nicht wert bist." (2003 in der Abgeordnetenkammer zu der Parlamentarierin Maria do Rosario)

"Ich könnte einen homosexuellen Sohn nicht lieben. Ich werde da nicht scheinheilig sein. Ich würde es vorziehen, dass mein Sohn bei einem Unfall ums Leben kommt, als dass er hier mit einem Typen mit Schnurrbart auftaucht." (2011 im Interview einer Zeitschrift)

"Da besteht kein Risiko, denn meine Söhne wurden gut erzogen." (2011 in einem Fernsehinterview auf die Frage, wie er reagieren würde, wenn sich einer seiner Söhne in eine schwarze Frau verlieben würde)

"Wenn ich sehe, wie sich zwei Männer auf der Straße küssen, werde ich sie schlagen." (2002 in einem Interview)

"Wir hätten 30.000 Korrupte erschießen sollen, angefangen mit (dem damaligen) Präsident Fernando Henrique Cardoso." (1999 in einem Interview)

"Sie tun nichts. Ich glaube, sie taugen noch nicht einmal zur Fortpflanzung." (2017 nach dem Besuch in einem Quilombo - einer traditionellen Schwarzen-Siedlung)

"Gott über alles. Ich will keinen laizistischen Staat. Der Staat ist christlich, und die Minderheit, die dagegen ist, soll gehen. Die Minderheiten sollten sich der Mehrheit unterordnen." (2017 auf einer Konferenz)

Kommentare (7)

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UdoLindenberg
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Brüder im Ungeist

Offensichtlich ein sehr engstirniger Mensch, dieser Jair Bolsonaro. Er ist gegen Frauen, gegen Schwarze, gegen Homosexuelle, gegen Umweltschützer, gegen die Indianer, gegen die Armen, gegen Linken und gegen Künstler sowieso und selbstverständlich gegen Demokratie, Natur, Umwelt usw.

Europäer, die ähnlich wie Bolsonaro ticken, z.B. der bekannte italienische Menschenfeind mit dem sympathischen Gesicht, Innenminister Salvini, freuen sich über den Wahlsieg ihres kalten Bruders im Ungeiste und applaudieren.

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wjs13
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mapem und irgendeiner

Brasilien haben sie im besten Fall mit dem Finger auf der Landkarte besucht, aber einen Senf müssen sie immer dazugeben. Und wenn es, wie im gegenständlichen Fall mit dem Artikel absolut nichts zu tun hat.
Für beide: Thema verfehlt, nicht genügend, setzen.

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mapem
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„Nicht genügend“ – Setzen! …?

Hm … ich versuche grad irgendwie dein Posting einzuordnen … tja, was will mir der wjs13 sagen?
• „Nicht genügend – setzen!“ war autobiographisch während der neun Jahre Pflichtschule wjs` täglich Brot?
• ein Taubstummer will mir ein Lied vorsingen?
• ein Blinder will mir über den Zebrastreifen helfen und im Louvre das Lächeln Mona Lisas beschreiben?
• ein Würschtl fühlt sich von meinem Senf angezogen?

Seufz … ich bin so verwirrt und unschlüssig – du musst mir helfen, wjs13 …

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Irgendeiner
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Ich weiß nicht wie mapem das hält, aber ich krieg sowas

gerne ganz nahe,ich esse ja auch sonst nicht quer über den Tisch.Und wenn ich von einem Faschisten spreche der dort kommt und den die Turbokapitalisten von der Naumannstiftung raufschieben,weißt mein Held, der läßt die Wirtschaft einem von den Chicago-boys der schon beim Versenken eines Landes unter Pinochet dabei war und der hat schon gesagt er würde alles restlos privatisieren,wenn also der Irrsinn der Turbokapitalismus plus Faschismus oder vice versa heißt dort kommt und Strukturähnlichkeiten woanders sind weise ich darauf hin, weil ich Geschichte und Muster der Sache schon kenne weil ich nicht nur mit dem Finger über die Landkarte fahre wie Du sondern auch tausende dicke Folianten und die auch noch gelesen habe, ist so eine mystische Tätigkeit für Eingeweihte.Sind nicht alle in Deiner Kindergartengruppe, gibt auch größere Buben und die sind oft ziemlich fies.Und wo ich schon war erzähl ich Dir gar nicht weils Dich nichts angeht,aber wo Du mich findest sag ich Dir,hier.Und lies einmal was!

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mapem
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Hui – *Will im Sky* von den Bimazianern wird jetzt schön bald ein ein Problem haben …

Wo soll er bloß das Bild von Bolsonaro in sein Panini-Fan-Book reinkleben?
Ganz vorne? … Nein, da kann nur der Trump picken. Hm … vielleicht zwischen Trump und Putin … und dann: vor oder nach der Marine?
Na ja – sicher mal vor dem Wilders … aber vielleicht doch erst nach dem Orban? ...
Tja – so ein Amt hat schon seine Bürde … das ist wirklich sauer verdientes Geld!

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Irgendeiner
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Ja,deas ist auch einer der mit den Griechen als unmündiger Bürger zu bezeichnen wäre,und was für einer.Und Frau Koren hat ja heute einen ganz guten Artikel im Print,ich würd es nicht wagen Stellung zu beziehen wie die Welle des Narrentums da international ausgehen wird,aber ich halte es nicht für naturwüchsig,wie bei Flüchtlingen halt,die kommen wenn Geistleere anderswo Krieg spielen oder Wirtschaftskasperln die Umwelt ruinieren,deren Zustand ist nicht Schicksal,nicht für sie und nicht für uns,aber der Westen hat hier den Großteil der Schuld,aber da tama Routenschließen woma nicht dürfen,nicht Kurz,naja und da gibts so Sachen die den ungarischen Helden und den brasilianischen und unsere verbinden,sozusagen die Wurzel der Sache,ersterer ist etwa von Anfang an als neoliberalerer Kasperl angetreten,der Orban des Volkes,man lacht,

der Bolsonara wieder wurde befördert,richtig von der Naumann Stiftung der FDP,auch so ein turbokapitalistischer Thinktank und naja, Basti hat die IV den Wahlkampf spendiert und von türkis und blau sitzen Leute aus dem neoliberalen Schwafellager ganz oben,Kolm und Moser.Ums mal ganz klar zu sagen,der Neoliberalismus, eine auf mehreren Ebenen hochdumme Ideologie,braucht nicht unbedingt sowas wie Faschismus,nimmt ihn aber erfreut,wie einst schon bei Pinochet,nicht,wichtig ist nur, daß die eigene Knete und ihr Zuwachs demokratischen Entscheidungen entzogen ist und wenn es den Planeten kostet,da muß man dann was durchdrücken.Und darüber wäre endlich zu reden.
PS:Werte Redaktion,da Satiren nicht gut ankommen und ich wenig Spaß daran habe einen Wissensvorsprung stets bezweifelt und abqualifiziert zu sehen,weil wer nicht nachzusehen in der Lage ist,werde ich mich hinkünftig einer größeren Ernsthaftigkeit befleißigen.Und als erstes darf ich bitten mir hinkünftig die Artikel des Vorgängers von Herrn Jungwirth auch online zu stellen,wir haben da sowohl rechtliche wie ideengeschichtliche Problemerln,alt bin ich selbst und so pampig schon lange, ich glaub das wird lustig und naja,wenn hier einer von der Agenda Austria schreibt bitte ich das doch nicht liberal zu nennen, da beanspruche ich ideengeschichtlichen Gebietsschutz,man benenne es als das was es ist, eine IV-Gründung zu Beförderung der neoliberalen Metaphysik,auch das gehört zur Informationspflicht von Publizisten.

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wjs13
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Super Wahl

zwischen Pest und Cholera, einem rechtsradikalen, angelikalen Spinner und der PT auf dem Weg nach Venezuela.

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