Interview mit Grabar-KitarovicWarum Europa in der Flüchtlingskrise kläglich versagt hat

Kroatiens Präsidentin Grabar-Kitarovic wirft der EU vor, mehr als eine Million Menschen aufgenommen zu haben, ohne zu wissen, wie man diese integrieren könne.

© (c) PIXSELL (Sandra Simunovic/PIXSELL)
 

Europa habe bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise vor drei Jahren bis heute kläglich versagt. Das sagte Kroatiens Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic im Interview mit der Kleinen Zeitung in Zagreb. Das Gespräch fand anlässlich des ersten Staatsbesuchs von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Kroatien statt. Die EU habe leichtfertig mehr als eine Million Menschen aufgenommen, ohne für deren Integration ein Konzept und eine Strategie zu haben. „Europa war zu entspannt und zu naiv“, sagte die konservative Politikerin. Man könne die Leute doch nicht sich selbst und den Sozialsystemen überlassen. Das bringe die angestammten Bevölkerungen gegen sie auf. Auch habe Europa es verabsäumt, den Migranten zu verdeutlichen, was man von ihnen erwarte. Ein weiteres schweres Versäumnis sei es, dass man habe außer Acht gelassen habe, dass die Zugezogenen aus Kulturen stammten ohne demokratische oder menschenrechtliche Grundordnung. Grabar-Kitarovic: „In Afghanistan habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie Frauen in Burka an den Straßenrändern hockten und von vorbeifahrenden Autos mit Wasser und Schlamm beschmutzt wurden. Ich war entsetzt. Aber dort wird das als normal empfunden.“
Die Präsidentin erlangte durch ihre feurige U terstützung der kroatischen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Moskau zu weltweitem Starruhm.

Lesen Sie das ganze Interview am Dienstag in der gedruckten und der elektronischen Ausgabe der Kleinen Zeitung.

Kommentare (7)

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Irgendeiner
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Ach,da jubeln wieder einige, wie schön,also so ist das Frau Staatspräsidentin,wer sich an ratifizierte Verträge hält,EMRK nennt sich das,als studierte Politikwissenschaftlerin werden sie das ja sicher kennen ,der ist also naiv und schuld,an lächerlichen 1,2 Millionen auf 508 Millionen in Europa. während jene,die weniger nahmen als sie hätten nehmen müssen,rechtswidrig abgeschobenhaben und allerhand andere menschenrechtswidrige Grauslichkeiten begingen,kennens Slavonski Brod ,soll in ihrem Staatsgebiet

liegen, so gar kein Teil daran haben, sagen sie uns doch selbst wieviele Kroatien genommen hat, insgesamt,in der ganzen Zeit,ich will das aus ihrem Munde hören,ich möchte ihnen klar machen was ich von ihnen rechtskonform erwarte und auch erwarten darf,wie sie bei Flüchtlingen,wo das nicht so evident ist.Und Verdacht gegen Flüchtlinge mit der Argument zu schüren daß die aus Staaten kommen "ohne demokratische oder menschenrechtliche Grundordnung" ist mit Verlaub hahnebüchen,Sie sind Politologin,da erwarte ich zumindest ein paar Residualkenntnisse,eine der größtem Wanderungsbewegungen war bei uns die Gründung der USA, die sind aus Europa eben nicht aus Staaten mir Demokratie und Borgerrechten dorthin gegangen, sondern wegen dem Fehlen dieser Freiheit,das ist völlig sinnfrei.Sie sind eine von jenen die eine Krise die keine war und dazu noch in der Vergangenheit liegt aus ganz anderen Gründen weiter am köcheln halten,aus turbokapitalistischen.Wissen Sie,da gibts diese Rockefellergründung, die trilaterale Kommission,auch eine Art Babbletank,sind die wo der clash uf cultures-Huntington auch ein anderes Büchel vorgelegt hat, war nicht für alle gedacht,"The Crises of Democracy" wo die Krise darin besteht, daßma zuviel Demokratie haben,Rettung der Demokratie durch ihren Abbau,nicht.Und naja, sie haben ihre Mitgliedschaft dort erst bei Übernahme des Amtes zurückgelegt und die Kroaten wissen wohl sowenig was die TK ist wie die Austriaken aber manche können den Mumpitz lesen.

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heinz31
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Da kann sich unser

grüne VdB eine Scheibe abschneiden.
Der denkt ja schon aus parteipoltischen Gründen genau gegenteilig.
Nur, jetzt kann er nicht sagen, diese Aussagen sind dumm und kommen von den "ungebildeten" Unterschichten. Schließlich kommen sie aus dem Mund einer Amtskollegin.

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Irgendeiner
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Was hat nicht gepaßt,

das ich den Standpunkt der Dame klargelegt habe,ich würde gerne darüber plaudern was die trilaterale Kommission schon unter der Carter Administration angeleiert hat und was das etwa mit dem Bankencrash später zu tun hatte,oder was der Unterschied zwischen den Mont Pelerin Adepten wo via Hajek Institut Spitzen der AFD dabei sind und denen denn sei und warum das alles Turbokapitalismus mit demselben verqueren Elitennegriff ist wobei ich auch darüber reden möchte was Michels ehernes Gesetz der Oligarchie wohl aus einer Truppe macht, die von vorne herein reine Finanzinteressen einer Minderheit verfolgt,die Zukunft ist offen ich bin es auch für jede Diskussion und wenn ich wen zuordne weiß ich auch was ich tue.

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hunti1
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Tolles Interview

Diese Präsidentin ist einfach großartig. Vollen Respekt, die Fragen waren oft problematisch, sie hat aber glänzend pariert. So eine BPin würde Österreich brauchen.

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Irgendeiner
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Problematisch wären die Fragen wenn sie wer gestellt hätte der

über die Hintergrundinformation verfügt hätte und das thematisiert hätte,das war ein Wohlfühlinterview,ich habs gelesen.Und ich frag mich auch warum Du eine Meinung über was hast daß Du sichtbar nicht verstehst,aber manche Dinge entziehen sich auch mir.

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tomtitan
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Wo sie recht hat,

hat sie recht!

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Irgendeiner
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Wo sie recht hätte, hätte sie wohl recht

wenn sie wo recht hätte,aber ich seh es nicht.

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