Als die Nato vor fünf Jahren ihr letztes rundes Jubiläum beging, war die Stimmung gedämpft gewesen. Donalds Trumps verbale Angriffe auf die Bündnispartner, die der damalige US-Präsident immer wieder mit unverhohlenen Austrittsdrohungen garnierte, hatten überall tiefe Wunden geschlagen. Die Debatten über Sinn und Zukunft des westlichen Verteidigungsbündnisses drehten sich 70 Jahre nach seiner Gründung so weit im Kreis, dass der französische Staatschef Emmanuel Macron der Nato den Hirntod attestierte.