Die Entschuldigung klang aufrichtig. „Das geht gar nicht. Und das ist auch nicht unser Protest“, twitterte der Deutsche Bauernverband (DBV). Zuvor hatte ein wütender Mob Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei der Rückkehr aus den Winterferien auf der Nordsee-Hallig Hooge am Fähranleger in Schlüttsiel empfangen. Nur durch ein gewagtes Manöver des Kapitäns war es gelungen, die wütende Menge an der Erstürmung des Schiffes zu hindern. So kam die Einlassung des Bauernverbandes zwar schnell. Aber doch zu spät. Kurz vor Weihnachten hatten Bauernpräsident Joachim Rukwied einen Protest angekündigt, „wie es das Land noch nicht erlebt hat“. Er sollte Recht behalten. Auf unangenehme Weise. Doch ist der Protest der eigenen Basis Verbandsboss Rukwied längst entglitten.
Deutschland in der Krise
Die Proteste drohen zu entgleiten
Korrespondentenbericht.
Der wütende Angriff auf Vize-Kanzler Robert Habeck erschüttert Deutschland. Nicht nur die Bauern setzen ihre Demonstrationen fort. Auch Lkw-Fahrer und Lokführer wollen diese Woche in den Ausstand treten.
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