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Anton Pelinka über die SozialdemokratieWer braucht noch eine Arbeiterpartei?

Die SPÖ muss ihren 1. Mai im virtuellen Raum feiern. Im wirklichen ist der Platz eng geworden. Die Partei wirkt gelähmt. Ist eine Arbeiterpartei überhaupt noch sinnvoll? Ein Zustandsbild gezeichnet vom Politologen Anton Pelinka.

© APA/HANS PUNZ
 

Der 1. Mai steht im Schatten der Coronakrise – in Österreich, in ganz Europa. Und die SPÖ steht im Schatten der medialen Hegemonie einer Regierung, der sie nicht angehört. Seit 1945, in den 75 Jahren der Zweiten Republik, ist dies erst das 13. Mal, dass die SPÖ den „Tag der Arbeit“ als Oppositionspartei begeht. Dass die Feiern erstmals seit 1945 nicht öffentlich stattfinden können, unterstreicht – atmosphärisch – einen vielfachen Bedeutungsverlust. Die SPÖ ist weniger wichtig geworden. Sie ist fester Bestandteil der österreichischen Demokratie und deren politischer Kultur, die sie mitgeschaffen hat; aber sie hat weniger Definitionsmacht als je zuvor.

Kommentare (38)

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Civium
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Ich denke wir werden

wieder eine brauchen , auf jedenfalls müsste eine neu gegründet werden.
Derzeitig sehe ich keine in unserer Parteienlandschaft !

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sunny1981
9
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Arbeiterpartei

Ist die SPÖ eine Arbeiterpartei?
Eher wohl eine Ponzenpartei die nur auf sich selbst schaut

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ReinholdSchurz
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19
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Unbedingt brauche

Die größte Gruppe sind Arbeitnehmer die hätten bei jeder Wahl die absolute Mehrheit, leider haben sie keine Vertretung mehr.
Es wäre an der Zeit eine neue Arbeiterpartei zu gründen und eine sozial gerechte Bewegung zu etablieren, es muss möglich sein gemeinsam als Arbeiter und Angestellter sowie unterstützende Selbständige so was aufzubauen.
Dann wären solche Regierungsformen wie in den letzten Jahren Geschichte, und wir Arbeitnehmer und vergessen Selbständige würden selber über die eigene Politik entscheiden.

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ReinholdSchurz
5
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Unbedingt brauche

Die größte Gruppe sind Arbeitnehmer die hätten bei jeder Wahl die absolute Mehrheit, leider haben sie keine Vertretung mehr.
Es wäre an der Zeit eine neue Arbeiterpartei zu gründen und eine sozial gerechte Bewegung zu etablieren, es muss möglich sein gemeinsam als Arbeiter und Angestellter sowie unterstützende Selbständige so was aufzubauen.
Dann wären solche Regierungsformen wie in den letzten Jahren Geschichte, und wir Arbeitnehmer und vergessen Selbständige würden selber über die eigene Politik entscheiden.

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rochuskobler
3
27
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Gebraucht

..würde sie schon noch werden. Jedoch generalüberholt mit den richtigen Werten und einer glaubwürdigen Führung und keiner Bobo Frau, die ihre Kinder in Privatschulen hat und ihren Umgang in der Schickimicki Society pflegt. Weiters soll sich die Sozialdemokratie endlich von ihrem großkapitalistischen Einflüsterer trennen, den schon Kreisky als faule Nuss entlarvt hat. Und so gäbe es viele Baustellen zu saniere, allerdings muss das eine glaubwürdige Führung tun.

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FLMÜ
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Ich denke wir würden dringend eine brauchen...

Warum haben viele Leute das Gefühl, dass es ihnen früher besser ging? Weil es ihnen tatsächlich besser ging.
Die Produktivität stieg seit 1961 um rund 350 %.
Bis in die 80er bekamen die Arbeitnehmer auch einen entsprechenden Teil, ihre Einkommen und ihr Wohlstand stiegen mit.
Inzwischen ist das nicht mehr so. Die Reichen werden reicher, die "normalen" Leute stagnieren oder steigen ab - obwohl sie diejenigen sind, die die eigentliche Arbeit machen. So kommt es, dass inzwischen die oberen 5 % satte 45 % des Volksvermögens besitzen, während 50 % der Österreicher nur 4 % davon besitzen (Wikipedia, Vermögensverteilung Österreich).
Schauen wir uns als Beispiel die Post an:
Früher ministerielle Verwaltung. Die Mitarbeiter waren im Wesentlichen Beamte und haben gut verdient. Ein heutiger Briefträger arbeitet härter und verdient weniger. Gleichzeitig ist die Post an der Börse, zahlt Dividenden an ihre Aktionäre und die Chefs verdienen Millionen. Z. B. Pölzl 2,4 Mio und Hitziger 1,7 Mio. D. h. nur der Postdirektor verdient schon das 7-fache des Bundeskanzlers, den Mitarbeitern sagt man aber, man könne sich keine besseren Gehälter leisten ...

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Ogolius
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Endlich...

.... wahre Worte! Den fehlenden sozialen Lastenausgleich verdanken wir dem „Schweigekanzler Schüsserl“. Er hat die Schraube der Wertigkeit verdreht - sein Tenor „Mehr Markt, mehr Wettbewerb, mehr Liberalismus, der Markt richtet alles“ . Als er sich mit einem wertlosen Demagogen ins Bett gelegt hat (machtgeil geleugnet, als „Dritter“ keiner Regierung anzugehören), war der Weg vorgegeben. Seither klafft die Schere zwischen arm und reich auseinander und wird immer größer - das wird gesellschaftlich die nächste Krise (gemeinsam mit dem Klima) unter der Prämisse: „der, der sich‘s leisten kann“ ..... gesunder Realismus - kein Pessimismus

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jg4186
4
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Danke!

Gute Gedanken und Argumente, Danke.
Das Beispiel mit der Post ist gut - und da gäbe es noch viele andere. Viele Firmen haben in den letzten Jahren gute Gwinne gemacht - die Mitarbeiter haben davon eher wenig gemerkt. Partizipation heißt die Forderung, Mitbeteiligung aller am Gewinn. Und nicht nur für den Vorstand. Sozialisten wie Androsch oder Schröder in Deutschland sind leider kapitalistische Unternehmer geworden und haben damit eigentlich sozialistische Werte verraten. Da wäre dringend europa-, weltweite soziale Solidarität gefragt und gefordert. Viel Arbeit noch für sozial-demokratische Politik.

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bimsi1
33
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Warum gings ihnen früher besser?

Weil es nie einen Coronavirus gegeben hat!

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Balrog206
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Komisch

Wenn es dem durchschnittlichen An so schlecht geht , frage ich mich wer verstopft die Straßen , wer sitzt in den Flugzeugen nach Paris London Barcelona Hamburg , wer fährt mit gr Luxus Dampfern auf hoher See wer rennt in den Shopping Citys herum , wer kauft die vielen neuen Handys , wer schaut sky Netflix usw , habe noch andere lebensnotwendige Dinge vergessen ? Die paar % superreichen ?

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fon2024
9
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andaman

Balrog 206 solche Leute wie Du schüren nur neid.

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Stadtkauz
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Ich habe ernsthafte Bedenken,

dass von der derzeitigen Parteiführung enttäuschte Sozialdemokraten aus Trotz, Strache und Konsorten wählen und hoffe inständig, dass das nicht eintreten wird.

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jg4186
4
42
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sozial - demokratisch

Die soziale Frage wird immer Herausforderung bleiben, anders halt als bisher. Die derzeitige Krise sollte uns alle nachdenklich machen. Damit ja niemand übersehen wird. Wird es noch für alle, die wollen, einen bezahlten Arbeitsplatz geben in Europa? Was ist mit Grundeinkommen? Solidarität wird international werden müssen. Besitz, Wohlstand muss gerechter verteilt werden.
Und die Demokratie darf niemals mehr in Frage gestellt werden, auch nicht dort oder da zurückgenommen, verkleinert. Also genug zu tun für eine sozial-demokratische Partei.

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Hildegard11
15
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Arbeitnehmer gibt es viele in vielen versch. ....

.....Arbeitsverhältnissen. Die SPÖ ist großteils realitätsfern und unglaubwürdig. So sind die dummen blauen Marktschreier erst groß geworden.

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fans61
40
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Ach und die ÖVP unter Kurz ist glaubwürdig?

Man muss schon sehr geblendet sein um nicht zu erkennen wohin die Reise geht.
Die GRÜNEN haben's leider auch nicht geschnallt.
Ihr werdet den Sozialdemokraten noch nachweinen....wetten?

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Pelikan22
6
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Ganz sicher!

Dort bekommt man alles geschenkt!

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Hildegard11
6
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Leider auch wenig glaubwürdig und...

...zu neoliberal. Daher is ja so schad, wenn keine echte Gegenkraft da ist.

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tannenbaum
33
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Wenn

ein Großteil der Arbeitnehmer die Bauernpartei wählt, welche noch dazu ein Studienabbrecher anführt, brauchen wir tatsächlich keine Sozialdemokraten mehr!

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Stadtkauz
7
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@tann...

Und die Sozialdemokraten sind alle Akademiker und keine Studienabbrecher?

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Balrog206
8
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Tanne

Prof Dr dr Werner Faymann !

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Guccighost
25
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Wo sind den die ganzen Kampfposter

Wenn Kurz das Thema ist dann schreiben Sie ganze Romane.

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tannenbaum
19
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Keine Sorge, Gucci,

die werden schon noch kommen! Aus taktischen Gründen und Unterwürfigkeit gegenüber der ÖVP werden diese Kommentare, wenn überhaupt erst nach vierstündiger Verspätung freigegeben

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Stadtkauz
8
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Ja, eine Arbeiterpartei ist wichtig

Allerdings mit dieser Parteiführung ist kein Staat zu machen. Alle Mitglieder warten noch auf das Ergebnis der Umfrage. Frau PRW und Herr Leichtfried melden sich sonst zu jedem Thema. Warum schweigen die beiden zur Umfrage? Es geschieht nichts ohne Grund. Täuscht Die Parteiführung aus, dann geht es wieder aufwärts.

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Pelikan22
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Der Herr Leichtfried?

Ein roter Zuchtkarpfen - was sag ich : Wertvoll wie ein Koj!

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fans61
29
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Sehr, sehr schwaches Statement

eines doch renomierten Politologen.

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voit60
22
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Gibt es nur noch Unternehmer und Bauern

oder ist noch immer der größte Teil der Bevölkerung Arbeitnehmer?

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