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NationalratswahlKPÖ und "Wandel" schaffen bundesweite Kandidatur

Nicht nur die Grünen haben es geschafft, ausreichend Unterschriften in allen neun Bundesländern einzuholen, auch der KPÖ wird es gelingen. Für die Steiermark kandidieren die beiden Grazer Stadtsenatsmitglieder Elke Kahr und Robert Krotzer.

Elke Kahr kandidiert auf Platz 2 für das Bündnis 'Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige',  Kurzbezeichnung KPÖ
Elke Kahr kandidiert auf Platz 2 für das Bündnis 'Alternative Listen, KPÖ Plus, Linke und Unabhängige', Kurzbezeichnung KPÖ © (c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

Acht Parteien werden am 29. September bundesweit zur Nationalratswahl stehen. Denn nicht nur die Grünen haben es geschafft, ausreichend Unterschriften in allen neun Bundesländern einzuholen, auch der KPÖ und dem "Wandel" ist das gelungen.

Die Grazer Verkehrsstadträtin Elke Kahr kandidiert auf Platz 2 der Bundesliste. Spitzenkandidat ist der Innsbrucker Universitätsprofessor Ivo Hajnal, die Sozialwissenschafterin und Eventmanagerin Zeynep Arslan tritt auf Platz 3 an.

In der Steiermark kandidiert der Grazer  Gesundheits- und Pflegestadtrat Robert Krotzer an der Spitze der Liste der KPÖ. "Als steirische KPÖ wollen wir in Zeiten von Skandalen und Lobbyismus den Wählerinnen und Wählern ein Angebot für eine saubere und uneigennützige Politik machen", betont Krotzer.

Auf Platz 2 tritt die Lagerarbeiterin Hilde Tragler an. Sie ist Arbeiterkammerrätin des Gewerkschaftlichen LinksBlocks (GLB) und Betriebsrätin bei Magna-Steyr: "Die Stimme der Arbeiter und Arbeiterinnen findet in der Politik viel zu wenig Gehör. Darum kandidiere ich für die KPÖ."

Robert Krotzer: Der Gesundheits- und Pflegestadtrat ist Spitzenkandidat in der Steiermark Foto © Juergen Fuchs

Alle KandidatInnen der KPÖ haben sich zu einer Gehaltsobergrenze nach Grazer Vorbild verpflichtet. Elke Kahr: „Eben weil Politiker mit abgehobenen Gehältern eine abgehobene Politik machen, geben wir einen großen Teil unseres Politeinkommens an Menschen ab, die jeden Euro dringend brauchen.“

PK KPOe: KAHR / HAJNAL / ARSLAN
Das Trio an der Spitze der KPÖ: Ivo Hajnal, Elke Kahr und Zaynep Arslan: Gehaltsobergrenze nach Grazer Vorbild Foto © APA/ROLAND SCHLAGER

"Der Wandel" wird bei der Nationalratswahl am 29. September bundesweit antreten. Man habe die nötigen Unterstützungserklärungen beisammen, teilte ein Sprecher der Partei am Donnerstag der APA mit.

"Der Wandel" hat schon ein wenig Wahlerfahrung gesammelt: Bei der Nationalratswahl 2013 schaffte die damals neue linke Partei die Kandidatur in Wien und Oberösterreich - und holte dort 3.051 Stimmen bzw. 0,07 Prozent. Bei der EU-Wahl 2014 ging sie u.a. mit KPÖ und Piraten die - mit 2,14 Prozent recht erfolgreiche - Wahlallianz "Europa Anders" ein. Die heurige EU-Wahl ließ die Partei in Österreich aus, aber die politische Geschäftsführerin Daniela Platsch kandidierte auf der deutschen Liste des früheren griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis.

Frist endet am Freitag

Deadline für die Einreichung der Landeswahlvorschläge ist Freitag 17.00 Uhr. Wahlberechtigte, die noch schnell eine Partei unterstützen wollen, müssen zunächst aufs Gemeindeamt bzw. Magistratische Bezirksamt gehen, um ihre Unterschrift beglaubigen zu lassen. Und dann müssen sie die Unterstützungserklärung der betreffenden Partei zukommen lassen. Denn diese muss sie am Freitag im Original zusammen mit den Wahlvorschlägen vorlegen.

Da es für den Postweg schon zu spät ist, stehen z.B. "Wandel"-Vertreter in größeren Städten vor den Ämtern - nicht nur, um Wahlberechtigte zur Unterschrift zu bewegen, sondern um die beglaubigten Unterstützungserklärungen gleich entgegenzunehmen.

Sammeln muss "Der Wandel" an den letzten beiden Tagen in Salzburg noch "eine Handvoll" (für die dort nötigen 200) und in der Steiermark 55 (erforderlich sind 400) Unterschriften. In den anderen sieben Bundesländern hatte man es Mittwochabend schon geschafft, berichtete Parteigründer Fayad Mulla Mittwochabend der APA.

GILT muss noch sammeln

Die von Roland Düringer gegründete Liste GILT musste hingegen in sieben Ländern noch fleißig sammeln. Geschafft hatte man es Mittwochabend in Vorarlberg und Tirol.

Nicht geschafft hat es das "Wahlbündnis Österreich". Eine Zwischenbilanz am Mittwoch hat gezeigt, "dass sich unsere Kandidatur nicht ausgehen kann und wird", teilte das Plattform-Mitglied "Demokratisches Bündnis Österreich" via Facebook mit.

Den Parlamentsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ, NEOS und JETZT reichten die Unterschriften von drei Abgeordneten für die bundesweite Kandidatur. Die Parteien, die nicht darauf zurückgreifen konnten, brauchen dafür - richtig auf die Länder verteilt - zumindest 2.600 Unterschriften Wahlberechtigter.

Kommentare (52)

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Irgendeiner
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Addendum: Ach so,Du lektorierst,

na dann, ich hatte schon wieder auf Inhaltliches gehofft, sei Dir unbelassen.

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Balrog206
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Ojeeeee

Eine grüne Stimme weniger ! 😂😂

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Irgendeiner
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Ich Roggi,mache nie Proselyten, ich sage was ich meine und was ich sehe,

und ich hab keinen Hauch von Zweifel daran, daß die Grünen im nächsten Jahrzehnt zulegen, aber daran daß die Zeit noch reicht,hab ich gravierende.Carson hat Silent Spring 1962 veröffentlicht,das ist fast 60 Jahre her,und ihr habt was getan,genau gar nichts.Und ich hab wieder mein Bild.

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zuagraster
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was ist mit dem BZÖ?

ich glaube da brodelt es heftig in kärnten. Gewöhnlich gut informierte Kreise sprechen von einem Krieg im BZÖ Kärnten. Für Insider: beim BZÖ gibt es bald günstige Autos zu kaufen.

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schetzgo
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In der Steiermark viel mehr als eine Alternative und absolut wählbar

Bundesweit, wie zum Beispiel bei der Europawahl dafür ebenso absolut zum vergessen!

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schteirischprovessa
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Eine tolle Leistung für zu erwartenden Null

Mandate.

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schadstoffarm
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Schwarz&Rot

sind nicht zu unterschätzende Wahlhelfer.

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Lodengrün
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Wenn man einmal

mit Frau Kahr zu tun hatte, und war es nur wegen GVB, dann kann man nur Bestes erzählen.

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Lodengrün
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Wer mir hier einen Rotstrich gibt

hat sie nicht kennen gelernt und macht das aus purem Opportunismus.

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SoundofThunder
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🤔

Na also! Geht doch! Die einzige Partei mit Politikern die sich für den kleinen Mann einsetzen!

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nopod
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Und die kleine Frau

Da bin ich mir sicher

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crawler
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Ich versteh es nicht.

Immer wieder kommt der " kleine Mann" zur Sprache. Sind da Erwachsene unter 1,50 m gemeint? Oder einfach Leute die ihr Selbstbewusstsein verloren haben und sich von anderen (Politikern) abhängig gemacht haben. In Österreich braucht heute im Gegensatz zu anderen Ländern wohl niemand den kleinen Mann spielen. Mehr Selbstbewusstsein bitte!

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Irgendeiner
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Ach crawli, da verstehst Du das Konzept aber völlig falsch.

Ein kleiner Mann ist hier keine Frage der Physis, es ist ein Selbst- oder Fremdlabelling daß dir die Möglichkeit gibt,dich quasi soweit zu reduzieren, daß man Dir nichts abfordern kann,sei es Materielles,Empathie oder Verantwortung.Und es hat auch nichts mit Mangel an Selbstbewußtsein zu tun, im Gegenteil, es gibt dir die Legitimation über Dinge zu urteilen in denen Du dich nicht kundig gemacht hast,auf Schwächere hinzudreschen und im intellektuellen und moralischen frei dem Bauchnabel zu folgen,denn auf der anderen Seite dieser Münze ist die Idee eingraviert, daß man qua Existenz auch wer ist und nichts weiter dazu tun muß, es ist ein Paradoxon.Und so kontradiktorische Zuschreibungen sind natürlich immer unsicher,crawli, wie groß sie sind merkst Du dann wenn Du sie dann stellst,dann sind sie winzig,man lacht.

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Balrog206
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Sound

Wen meinst mit kleinem Mann ?

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mapem
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"Mirror, mirror on the wall, who is the …”

Solltest dir einen zulegen, Balli …

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SoundofThunder
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🤔

Alle von von den Reformen deiner KurzIV Regierung nicht profitieren. KurzIV sagt über solche Menschen:Ein Unselbstständiger Wertloser.Jemand der trotz Arbeit in Armut lebt. Sowas haben Sie in ihrer Welt noch nie gesehen.

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Balrog206
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Sound

Wen meinst jetzt der nicht profitiert von der Reform ? Die kommt doch erst oder ? Und Menschen mit zu geringem Einkommen zahlen weniger Kr Versicherung ! Und bitte definiere einmal wo für dich Armut beginnt !

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mapem
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Tja Balli, wer ist arm?

Na ja – jetzt hast zwei Optionen:
Bei der ersten liegt die Definition näher, als du denkst: Arm ist, wer immer Armes schreibt.

Bei der zweiten Option, ist´s wie der Blick in die Glaskugel – nur – du musst halt einen Spiegel nehmen …

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SoundofThunder
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🤔

Die 14 Milliarden Euro uups ich meine die 5 Milliarden Steuerreform wäre in Etappen gekommen. Heuer hätten die Geringverdiener etwas weniger Steuern gezahlt ( Zahlen eh nicht mehr viel ein). Und 2021 und 2022 in vollem Umfang. War nur ein Wahlkampfschmäh. Und bitte lies mein obiges Posting. Dort steht es wo Armut beginnt. Mir kommt vor Sie haben damit Schwierigkeiten.Es wird schon müßig.

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SoundofThunder
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PS

1,25 Millionen Österreicher sind Armutsgefährdet. Oder jeder 7. Österreicher. Und durch die Geldverteilung der ÖVP (von Arm zu Reich) werden es nicht weniger werden. Die Kommunisten spenden einen Großteil ihrer Gehälter,setzen sich in Mietangelegenheiten für den Mieter ein,geben kostenlos Rat bei Rechtfragen,.....

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crawler
4
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Die Kommunisten

spen

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Balrog206
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Ja

Jeder 7 Armutsgefährdet und das bei diesen Arbeitslosen Zahlen ! Was passiert dann erst wenn die Al zahlen drastisch steigen würden ??
Irgendwo in dieser Statistik ist ein Hund begraben ! Oder setzt die Annahme von Armut schon so weit oben an ??

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SoundofThunder
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🤔

Ich habe oben geschrieben Armut trotz Arbeit. Lies genauer.

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Cirdan
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@Sound

per Definition bin ich auch armutsgefährdet, obwohl ich über € 2.500,- netto/Monat verdiene. Seit dem ich das erfahren habe, glaube ich keiner Statistik über Armut. Das soll nicht heißen, dass es keine armen Menschen in Österreich gibt, aber dass diese Statistiken eine Schwachsinn sind!

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SoundofThunder
1
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Cirdan

In Österreich beträgt die Armutsgrenze laut EU-SILC 2017 1060€ (netto 14x im Jahr) wobei hier alle Sozial-,Familien-,Pflege-,Wohn-,Arbeitslosen-,aber auch Pflegegeldleistungen inkludiert sind.Wer also auf 12 Monate gerechnet weniger als 1238€ monatlich zur Verfügung hat gilt als Armutgefährdet (Die Presse 10.10.2018). Sie gelten mit ihren 2500€ sicher nicht als Armutgefährdet. Aber es gibt viele die um die 1300€ verdienen und die sind es.

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Cirdan
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@Sound

Da werden Begriffe wie Armutsgrenze und Armutsgefährdung vermischt/verwechselt.
Als vor zwei Jahren eine Statistik über Armutsgefährdung veröffentlicht wurde, habe ich mir die Definition genauer angeschaut. Da gibt es bestimmte Kriterien, von denen mindestens zwei zutreffen müssen, um als armutsgefährdet zu gelten. Eines war "-wohnt unmittelbar an einer stark befahrenen Bundesstraße" (trifft bei mir zu) und ein weiteres war "-nimmt einen Gehaltsvorschuss in Anspruch" (trifft bei mir auch zu, weil ich damals für einen Küchenkauf nicht mein Wertpapierdepot ausmisten wollte). Meine Partnerin und ich haben nur den Kopf geschüttelt, weil wir per Definition armutsgefährdet sind. Seit dem traue ich dieser Statistik genau gar nicht!

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heinzpohl
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Glauben Sie ...

... im Ernst, dass die KPÖ in der Regierung in der Lage wäre, hier etwas zu verändern? Es sein denn, sie ist die Alleinherrscherin ... hatten wir schon, Gott sei Dank nicht in Österreich!

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