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Kasachstan

Gusenbauer soll jährlich 400.000 Euro kassiert haben

Laut einem Bericht eines Nachrichtenmagazins soll Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer Polit-Prominenz als Regierungsberater für Nasarbajew angeworben und dafür jährlich 400.000 Euro kassiert haben. Gusenbauer relativiert.

Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer © APA/BARBARA GINDL
 

Der frühere österreichische Bundeskanzler Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) soll für ein Honorar von 400.000 Euro im Jahr mit Erfolg versucht haben, renommierte ehemalige europäische Staatsmänner als Berater für den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew zu gewinnen. Das berichtetet das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", dem umfangreicher Schriftverkehr in dieser Causa vorliegt.

Demnach soll Gusenbauer für das "Independent International Advisory Council" (IIAC) den deutschen Altkanzler Gerhard Schröder, den ehemaligen italienischen Premier Romano Prodi, den polnischen Ex-Präsidenten Alexander Kwasnieswki und den spanischen Ex-Außenminister Marcelino Oreja "eingekauft" haben, wie "Der Spiegel" schreibt. Gusenbauer selbst habe den "Club der Freunde Kasachstans" angeführt, wobei den Deal - schenkt man dem Magazin Glauben, das aus einem persönlich an Nasarbajew gerichteten Schreiben zitiert - der Wiener Rechtsanwalt Gabriel Lansky eingefädelt haben soll.

"Nur" 300.000 Euro für Gerhard Schröder

Den von Gusenbauer verschickten Vertragsentwürfen zufolge sollten die Polit-Promis für Nasarbajew und dessen Regierung "Kontakte auf höchstmöglicher Ebene anregen", deren "politischen Einfluss in Europa steigern" sowie mit ihrem Auftreten als Regierungsberater "das Image Kasachstans und seiner offiziellen Vertreter auf internationalem Parkett stärken". Laut "Spiegel" soll sich Schröder allerdings daran gestoßen haben, dass Gusenbauer dafür mehr als er selbst verdiente - der deutsche Ex-Kanzler soll nur 300.000 Euro erhalten haben, so "Der Spiegel" unter Berufung auf eine Honorarnote bzw. eine Mail aus der Kanzlei Lansky, Ganzger und Partner (LGP).

Schröder, der im März 2011 aus dem Beratergremium ausgestiegen ist, räumt dem Magazin zufolge ein, zu zwei IIAC-Treffen geflogen zu sein. Er habe jedoch kein Geld bekommen. Oreja behauptet, er habe seit 2010 kein Geld mehr angenommen. Kwaniewski, Prodi und Gusenbauer wollten sich zu ihren Honoraren gegenüber dem "Spiegel" nicht äußern.

Gusenbauer: "Stärken Demokratie in Kasachstan"

Der österreichische Altkanzler nahm allerdings in einer Presseaussendung Stellung, die von Lansky unter der Bezeichnung "Sekretariat des IIAC" verbreitet wurde. Darin hält Gusenbauer - explizit auch im Namen von Prodi und Kwasniewski - fest, das IIAC berate "die Regierung und den Präsidenten Kasachstans in Fragen internationaler Politik und Wirtschaft". Die Mitglieder des Komitees hätten "in den zahlreichen Jahren ihrer Tätigkeit nicht im Geheimen gewirkt, sondern waren immer wieder in Konferenzen und sonstigen Veranstaltungen wie auch in Beratungssitzungen im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes, der Stabilität des Landes und der Region tätig". Sie hätten Kasachstan bei Fragen der Integration in die WTO und in die OSZE ebenso beraten wie bei Fragen der Annäherung an die EU. In "Anerkennung dieser Initiativen und der Reformschritte Kasachstans" habe die EU Anfang 2015 mit Kasachstan als einzigem Land der ehemaligen Sowjetunion ein "erweitertes Partnerschafts- und Kooperationsabkommen" geschlossen.

Gusenbauer verweist weiters darauf, das IIAC unterstütze Kasachstan dabei, seine "Rolle als Stabilitätsanker in Zentralasien wahrzunehmen" und "rechtsstaatliche, demokratiepolitische Reformen durchzuführen". Und weiter: "Dieser Weg Kasachstans zur Stärkung von Demokratie und Menschenrechten wird international anerkannt und respektiert. Mit Ausnahme des 'Spiegel' verstehen die wesentlichen europäischen Medien diese Rolle Kasachstans".

Ermittlungen eingestellt

Gegen Gusenbauer war von der Staatsanwaltschaft Wien wegen geheimer nachrichtendienstlicher Tätigkeit zum Nachteil Österreichs (§ 256 StGB) ermittelt worden. Das Verfahren wurde Anfang 2014 eingestellt. Ein in dieselbe Richtung laufendes Verfahren gegen Lansky und Mitarbeiter seiner Kanzlei ist noch offen, wurde in der Zwischenzeit aber von Wien nach Linz delegiert. Gusenbauer und Lansky haben die wider sie erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe stets bestritten.

Kommentare (90)

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Auch ein SOZI hat "WERTE":

Money, Money, Money!!

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herbstwind1
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jährlich € 400.000,00 so nebenbei

wohin soll das nur führen? da fehlen einem die worte

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Ja die Sozis im Nadelstreif.....

.....haben noch ein gutes Gespür für die
arbeitenden Bevölkerung und ihren Hungerlöhnen.....
lol ....lol.....lol.....

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Sehen wir es einmal pragmatisch...!

Der alte Gusenbauer war, und ich hätte es mir auch nicht träumen lassen, immerhin besser als der heutige Bundeskanzler. (Fast) alle Politiker sind heute mit einer "beratenden" Tätigkeiten befaßt. Solange sie nicht in österreichisches Steuergeld greifen ist es für mich o.k.! Parteipolitische Versorgungsposten, die von einer einheimischen Fa. bezahlt werden lehne ich ab. Zumal die Tätigkeit weit über das normale Maß hinaus honoriert wird und KEIN "persönliches Geschäftsrisiko" besteht!

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e230153bde704521820940131cf88d42
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Gott erhalte

unsere SOZIAL demokraten ...

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ein echter sozi!

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e230153bde704521820940131cf88d42
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Solange es immer wieder

Vollkoffer gibt die sie WÄHLEN ist diese Spezie nicht vom austerben betroht ...

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Mooswald
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Der alte Kasache

greift nicht in die österr. Kassa, deshalb vergönn ich es Ihm.

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Neroweiss
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Für €uro 400.000,-- jährlich

....lasse ich mich gerne für ein paar
Tage in den Medien beschimpfen. - Nächsten Montag interessiert dies
absolut niemanden mehr!

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Ich weiß nicht,

aber die SOZIS beutelt es momentan schon arg³ durch.
Waren der Gusi und die Gitti wenigstens bei den Bilderbergern in Tirol dabei ?

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Klarer Fall für

einen, der Wasser predigt und Wein trinkt.

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Amadeus005
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Klarer Fall von wahren Sozialisten

Gusi, Schröder und Prodi.
Ziemlich sozial die Jungs.

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EdinaMonsoon
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Nicht zu vergessen die Ederer Gitti.

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Nunja...

...es sei jedem/jeder vergönnt so viel zu verdienen. Vielleicht sollte man aber darauf achten von wem das Geld kommt. Aber bekanntlich stinkt Geld ja nicht....

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tschele
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Da hat doch der Schieder kürzlich gemeint...

"Wir brauchen eine neue Unternehmenskultur" Das hat sich der Gusi offenbar schon früher zu Herzen genommen. In Wien sind die Sozis auch die größten "Unternehmer", eine ganze Armee von roten GFs lebt prächtig von den "ausgelagerten Gemeindbetrieben" und nehmen sich bei Wohnungsbau die Filetstückerln als Eigentum. Uns aber, die "Gschertn", nerven sie mit Genderisierung, Neuer Mittelschule und Zentralmatura, verdächtigen uns generell der permanenten Steuerhinterziehung, warnen vor Strache (statt vor ihnen selber) und hoffen, dass die Asylanten vor unserer Grenze kehrt machen. Die Insel der Seligen hat sich zur Insel der Armseligen gemausert. Welch ein Aufstieg !!!

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a7fffdc4813574d2466da61447df3f66
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Der Hr. Schieder,

der hinterläßt immer einen höchst positiven Eindruck im TV. :-)))
Ähnlich diese "Chefgrüne", die jedesmal ein fast tränenreiches Gesicht aufsetzt, wenn es um die Wirtschaftsflüchtlinge geht.

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georgXV
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Hawararepublik

Gusi, Schröder, Klima, Vranitzky & Konsorten sind ein Musterbeispiel für den gelebten Sozialismus !!!
Dies hat mit Neidgesellschaft NICHTS zu tun !!!

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kaboni
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Schüssel

& Konsorten nicht vergessen.

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georgXV
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JA, aber Wolfgang Schüssel & Konsorten haben NIE den Sozialismus an ihre Fahnen geheftet !!!
P.S.: ich bin KEIN Freund / Wähler der ÖVP !!!

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Napoleon hat gesiegt und nicht Snowball.

Und in dieser Welt leben wir jetzt, es gibt keine Unterschiede mehr.

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unterhundert
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Na und..

wen juckt's, eh nur den Pilz. Der Wolf Sigi, verdient auch beim Russen sein Geld, is ma ahh Wuascht.

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d794bda829c183796b5a2cfcb3be6093
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Der Wolf Sigi,

ist kein SOZIALIST. Oder ??

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nanapeter
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ein echter wahnsinn

diese oesterreichische neidkultur!!! Gratulation Hr. Gussenbauer, rechtzeitig erkannt das man in oesterreich nicht so richtig geld verdienen kann.

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Wie kann es das geben?

So etwas gibt es in der Arbeiter und pensionistenpartei SPÖ nicht. Da muss ein Fehler vorliegen.

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CuiBono
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Auch Gusenbauer

und seine Tätigkeiten während und nach seiner aktiven österr. Politikzeit sind ein - wenn auch kleines, so doch wesentliches - weiteres Mosaiksteinchen in meinem Politbild und daher auch deswegen:

Nie mehr SPÖVPFPÖKBZÖNEOSTS,...

PS: im Übrigen ist/war dieses "Honorar" wohl nur ein kleiner Teil seines Einkommens. Er hatte und hat "Beraterverträge" mit Alpine Bau, Strabag u. anderen.

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unnötige Aufregung!

jeder Arbeitnehmer im mittleren bis oberen Management verdient zwischen 120.000 und 700.000 Euro/Jahr.

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