Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Ab 19. April via AntragGratis-Corona-Selbsttests nun auch für Elga-Abmelder

Kostenlose Corona-Selbsttests wird es ab kommendem Montag auch für jene geben, die sich von der Elektronischen Gesundheitsakte (Elga) und der E-Medikation abgemeldet haben. Antrag zur Ausstellung eines Bestätigungsschreibens vorausgesetzt.

Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr
Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Wer sich der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) entschlagen hatte, ging bisher bei Gratis-Selbsttests von der Apotheke leer aus. Aber ab 19. 4. können diese Personen wie alle anderen einmal pro Monat ein Kontingent von fünf Stück in einer Apotheke ihrer Wahl beziehen.

Der Ausschluss der Elga-Abmelder von der seit Anfang März laufenden Aktion für Gratis-Wohnzimmertests in Apotheken hatte für einige Aufregung und Unverständnis bei den rund 300.000 Betroffenen gesorgt. Das Gesundheitsministerium hat nun gemeinsam mit der Apothekerkammer eine Lösung für diese Personengruppe gefunden.

Das erklärte Apothekerkammer-Präsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr im Gespräch mit der APA. Der interimistische Gesundheitsminister Werner Kogler (Grüne) hatte bereits am Donnerstag im Gesundheitsausschuss eine entsprechende Regelung angekündigt.

Antrag zur Ausstellung eines Bestätigungsschreibens

Ab kommendem Montag können Versicherte, die von der Elga abgemeldet sind, einen Antrag zur Ausstellung eines Bestätigungsschreibens für den Erhalt von Gratis-Wohnzimmertests stellen. Der Antrag kann online gestellt werden oder telefonisch bei der Elga-Ombudsstelle im jeweiligen Bundesland. Die Bewilligung wird dann nicht nur für die telefonisch gestellten, sondern auch für die online gestellten Anträge per Post zugesandt.

<< Übersicht: Elga-Ombudsstellen <<

Mursch-Edlmayr betonte, dass die Betroffenen den Antrag proaktiv stellen müssen. Weil man nach dem Opting-out von Elga nichts von den Personen wisse, müssten sich die Betroffenen selbst darum kümmern und man könne ihnen deshalb auch nicht einfach einen Gutschein zuschicken. Das Bestätigungsschreiben berechtigt zur Abholung von Wohnzimmertests für drei Monate.

Die April-Tests können bis inklusive 15. Mai abgeholt werden, das heißt, es ist möglich, dass jemand im Mai zwei Testpakete bekommt und auch zwei Stempel auf dem Bezugsschein erhält. Die Apotheke ruft mittels Sozialversicherungsnummer, die auf dem Gutschein vermerkt ist, die E-Medikation auf. So wird sichergestellt, dass die betroffene Person keine Elga-Teilnehmerin ist und einen Anspruch über die Elga-Schiene hätte (Vermeidung von Doppelabgaben).

Tests für sechs Millionen Patienten

Die für die Bevölkerung seit Anfang März bestehende Möglichkeit des Bezugs von Gratis-Selbsttests in Apotheken wurde bisher ausgiebig genutzt. Nach Angaben der Apothekerkammer-Präsidentin wurden damit bisher rund sechs Millionen Patienten versorgt.

Kritik an der Umsetzung mittels Antrag für ein Bestätigungsschreiben kommt von den Seniorenvertretern.
Der Bezug von Gratistest für Elga-Abmelder dürfe zu keinem bürokratischen Aufwand führen und dürfe keine Hürde sein, sagte der Generalsekretär des SPÖ-Pensionistenverbandes, Andreas Wohlmuth in einer Aussendung. Sowohl Wohlmuth als auch die Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes, Ingrid Korosec, verwiesen darauf, dass bei der Einführung von Elga stets betont worden sei, dass abgemeldete Personen keine Nachteile zu befürchten hätten.

Kommentare (7)
Kommentieren
argus13
1
0
Lesenswert?

Präsidentin

ist völlig abgehoben, wieder Bürokratie. ALLE die eine e-card haben sollten Tests bekommen! Die meisten zahlen auch dafür, warum muss ich betteln? Warum kann ich mich dann gratis testen lassen oder wird das später verrechnet? Frechheit! Da offensichtlich die Apothekerkammer oder ihre Präsidentin so arm sind will man auch gleich um "geringes" Geld impfen. Am liebsten Ärzte abschaffen und nur mehr Apotheken, weil die können eh alles! Falls sie es nicht wissen sollte, impfen nur Ärzte! keine Pillendreher! Gehts noch?

Isidor9
4
6
Lesenswert?

Frechheit

Allein das Ansinnen Leute zu bestrafen und zu benachteiligen war eine riesige Sauerei.

Frohsinnig
2
1
Lesenswert?

Inkonsequent

Weder eine Frechheit noch eine Sauerei. Wenn man nicht dabei sein will sollte man über die Konsequenzen nicht murren.

Isidor9
0
1
Lesenswert?

Komische Argumentation

Es ist- wie jeder vernunftbegabte Mensch mit einem juristischen Basisverständnis erkennt- eine himmelschreiende Ungleichbehandlung 300.000 Bürgern die Tests zu verwehren. Ihre Argumentation ist aberwitzig.

Miraculix11
2
4
Lesenswert?

Total bescheuert

Man hat eine Liste aller Sozialversicherten Österreichs (X), die haben eine E-Card. Man weiß auch wer bei ELGA (Y) angemeldet ist. X-Y ergibt alle denen man einen Brief zu schicken kann oder noch einfacher: 5 Gratistests pro E-Card. Aber nein, die Bürokratie schlägt zu.

tupper10
15
2
Lesenswert?

"dass die betroffene Person keine Elga-Teilnehmerin ist"

Gilt diese Regelung nur für Frauen?
Oder wird auch sichergestellt, dass die betroffene Person kein Elga-Teilnehmer ist?
Wenn nur für Frauen diese Tests in Anspruch nehmen dürfen, orte ich eine Diskriminierung.

Pointnet
9
4
Lesenswert?

Gehts nit einfacher?

Ich bezahl die Tests vorab und beantrage dann eine Kostenrückerstattung für 5 wohnzimmertests 1 x im Monat.

Warum so kompliziert?