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Vorbild WienRadfahren soll in der gesamten EU gefördert werden

Bei der Konferenz des UNECE/WHO Pan-Europäischen Programms für Verkehr, Gesundheit und Umwelt (THE PEP) wurde am Dienstag die "Wiener Deklaration" beschlossen. Mehr als 850 Teilnehmer waren dabei.

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© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig aktive Mobilität für die öffentliche Gesundheit ist, sowie die Notwendigkeit einer Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Mobilitätssysteme gegenüber Krisen und Katastrophen aufgezeigt. Die europäischen Behörden waren sich darin einig, dass Pakete für den Wiederaufbau nach der Pandemie sich auf innovative Ansätze zur Ausweitung sauberer, sicherer, gesunder und inklusiver Mobilitäts- und Verkehrssysteme konzentrieren müssen, u. a. durch die Verringerung der Abhängigkeit von Autos, die Verbesserung des Schienenverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs sowie die deutliche Erhöhung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, so das WHO-Regionalbüro für Europa in einer Aussendung.

Wiener Deklaration

Wien ist bei dem europaweiten Projekt das Musterbeispiel. „Verkehr und Mobilität sind zentrale Hebel auf unserem Weg zu einer lebenswerten Klimazukunft. Mit der Verkehrswende schaffen wir unsere Klimaziele. Aktive Mobilität wirkt sich nicht nur positiv auf das Klima aus, auch die gesundheitlichen Aspekte und viele neue Green Jobs, die dabei entstehen, liegen auf der Hand. Deshalb unterstützen wir mit großer Freude die Wiener Deklaration und den Beschluss zum ersten Pan-Europäischen Masterplan zur Förderung des Radverkehrs“, erklärte Leonore Gewessler, Ministerin für Klimaschutz und Mobilität, Innovation und Technologie. „Ich bin stolz, dass Österreich hier eine Vorreiterrolle einnimmt. Ganz in diesem Sinne gehen wir voran und werden in Österreich ein Pan-Europäisches THE PEP Kompetenzzentrum für Aktive Mobilität einrichten“, zeichnet die Bundesministerin den weiteren Weg.

Mehr als 850 Teilnehmer aus 41 Ländern, darunter 46 Minister und Staatssekretäre, waren am Montag und Dienstag beim Treffen in Wien dabei - coronabedingtt allerdings nur online. Die „Wiener Deklaration“ enthält insbesondere auch den ersten Pan-Europäischen Masterplan zur Förderung des Radverkehrs. Dieser auf Initiative Österreichs und Frankreichs erstellte Masterplan setzt über Ländergrenzen hinweg wegweisende Impulse im Bereich der Aktiven Mobilität. So soll bis 2030 der Radverkehr in der pan-europäischen Region verdoppelt werden. Weiter setzen sich die Mitgliedsstaaten das Ziel, nationale Radverkehrsstrategien zu erstellen, den Ausbau der Infrastruktur für Aktive Mobilität voranzutreiben und das Radfahren auch in anderen Politikbereichen wie der Gesundheitspolitik und der Raumplanung stärker zu verankern.

Gesamtplan der Forderungen

- die Verdopplung des Radverkehrs in der Region bis 2030
- eine deutliche Steigerung des Fuß- und Radverkehrs in jedem Land
-  die Zuteilung von mehr Raum an Radfahrer und Fußgänger
- die Verbesserung der Infrastruktur für aktive Mobilität in jedem Land
- die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger
- die Ausarbeitung nationaler Konzepte, Strategien und Pläne zur Förderung des Radfahrens
- die Einbeziehung des Radfahrens in Gesundheitskonzepte sowie die Infrastruktur- und Bodennutzungsplanung

Österreich blickt bereits auf eine erfolgreiche Historie in der Entwicklung des nationalen Fahrradverkehrs zurück und investiert schon jetzt in umweltfreundliche und gesunde Mobilität: Das BMK unterstützt mit dem klimaaktiv mobil Förderprogramm Österreichs Unternehmen und Kommunen beim Ausbau des Radverkehrs, bei klimafreundlichem Mobilitätsmanagement und E-Mobilität. Bereits 168 Mio. Euro an Förderungen konnten vergeben werden und damit ein umweltrelevantes Investitionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro ausgelöst werden. Dadurch können mehr als 10.700 Beschäftigungsverhältnisse in Form von „green jobs“ in Österreich geschaffen bzw. gesichert werden - ein erfolgreiches Beispiel wie Klimaschutz und Wirtschaft Hand in Hand gehen können. Aufbauend auf diesem Know-how und in konsequenter Fortführung der Forderungen der Wiener Deklaration, wird Österreich die Federführung beim Aufbau eines internationalen „THE PEP Kompetenzzentrum für Aktive Mobilität“ zur Unterstützung des Kapazitätsaufbaus, des Austauschs bewährter Praktiken und von Umsetzungsinitiativen in den THE PEP Mitgliedstaaten übernehmen.

Kommentare (3)
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Mezgolits
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8
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Hier steht geschrieben: Mit der Verkehrswende schaffen wir unsere

Klimaziele. - Vielen Dank, ich meine: Aber sicher nicht mit zufallsbedingten und unge-
speicherten Solar- und Windstromerzeugungen + umweltschädlichen Gasstromerzeu-
gungen + extrem umweltschädlichen Atom- und Kohlestrom-Importen + Wärmepum-
pen + Elektro-Heizungen + E-Raumkühlungen + Luxus-E-KFZ-Schulden-Subventionen
+ unbegrenzten KFZ-Höchstgeschwindigkeiten + Werbungen für die größtmöglichen
Energieverschwendungen + mineralölsteuerbefreite Flug- und Schiff-Treibstoffe. EM

unterhundert
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Das heisst, Erfinder,

Sie erfinden das Rad neu, gehen zu Fuß, und lassen zwischendurch keinen Furz. Wir, meine Gattin u. ich, haben vor einem Jahr unsere Fahrräder verkauft, da uns diese Fortbewegung auf den Steirischen Strassen und Radwegen zu gefährlich geworden ist.

Mezgolits
1
1
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... zu gefährlich geworden ist.

Vielen Dank - ich meine: Das Rad, wurde schon sehr lange vor meiner Zeit erfunden
aber für längere Rückwärtsfahrten mit einem Traktor + leeren oder wenig beladenen
Anhänger gibt es nichts Besseres, als den angekuppelten und angebauten = getrage-
nen Anhänger = mit vom Boden abgehobenen Räder - frei verfahrbar = mein, vom EU-
Patentamt erteiltes Anhänger-Patent = der Anhänger braucht den Traktor zum Antrieb
aber der Traktor braucht den Anhänger, damit er die etwa 40 % Vorderachslast, mit ge-
tragenem Anhänger, voll auf die Traktorhinterachse bekommt. ... + zu Fuß gehen: Einen
Kilometer? = 10 Minuten bei 6 km/h - falls möglich + tatsächlich zu gefährlich, also weg
damit = vollkommen richtig - aber dann schaut es mit wirtschaftlichen Autos schlecht
aus, weiters werden mit Energieverschwendungen viele Gewinne erwirtschaftet, Stefan