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Extinction Rebellion 75 Klima-Aktivisten werden angezeigt

Klimaaktivisten hatten mit ihrer Aktion in Wien den Verkehr massiv behindert. Jetzt gibt es Anzeigen, da die Versammlung nicht angemeldet war.

EXTINCTION REBELLION AKTION IN WIEN
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Rund 100 Aktivisten der Umweltgruppe Extinction Rebellion (XR) haben am Montag in Wien - parallel mit anderen Städten weltweit - für den Klimaschutz demonstriert. In der Bundeshauptstadt wurde Punkt 12.00 Uhr die Kreuzung beim Platz der Menschenrechte besetzt. "Wir bleiben bis zur Auflösung", kündigte ein Aktivist der APA an. Die Polizei sei über die Aktion kurzfristig informiert worden.

Keine andere Wahl

Bis auf einen kurzen Hup-Protest einiger Autofahrer verlief die Aktion auf der Kreuzung Getreidemarkt mit der Babenbergerstraße vorerst friedlich. Per Aussendung teilte die Bewegung mit, dass entstandene Verzögerung im Verkehr ihnen zwar leid tun würden, aber die Untätigkeit der Politik ließe keine andere Wahl.

Gegen 14.30 Uhr begann die Polizei schließlich, die Demonstranten wegzutragen. Sie leisteten keinen aktiven Widerstand. Sie müssen sich aber ausweisen und werden nach dem Versammlungsgesetz angezeigt.

Die Blockade der Kreuzung Getreidemarkt - Babenberger Straße in der Wiener Innenstadt durch laut Polizeiangaben etwa 150 Aktivisten der Umweltgruppe Extinction Rebellion (XR) hat mit der vorübergehenden Anhaltung von 60 Manifestanten geendet. Dies diente einer Aussendung der Exekutive zufolge der Identitätsfeststellung, weil diese aus verschiedenen Gründen nicht möglich gewesen sei.

Die Wiener Polizei zeigte sich zum Verlauf der Aktion zufrieden: Es habe weder bei den Aktivisten noch bei den Beamten im Zuge der Auflösung der Kundgebung Verletzte gegeben, "die Versammlung ist als friedlich einzustufen", hieß es. 75 Manifestanten werden nach dem Versammlungsgesetz angezeigt, kündigte die Polizei an. Gegen 18.30 Uhr waren 30 Anhaltungen noch aufrecht

Im Zentrum der Blockade befand sich eine Erdscheibe aus Aluminium, an die sich anfangs rund zehn Aktivisten angeklebt hatten. Mehrere Tuben Superkleber luden ein, es ihnen gleich zu tun, Schilder warnten mit den Worten "Vorsicht, ich bin angeklebt". Andere der betont friedlichen Rebellen verteilten Infomaterial an Passanten. "Aus Liebe zu den Menschen, Pflanzen und Tieren, stehen wir auf um zu rebellieren", sang eine Aktivistin, später skandierte man gemeinsam den Pop-Klassiker "Lollipop".

Aufstand gegen das Aussterben: Extinction Rebellion-Demos legen Verkehr lahm

Am Montag sind weltweit Klimaproteste der Bewegung "Extinction Rebellio" gestartet.

Sea Watch-Kapitänin Carola Rackete sprach in Berlin, wo eine Art Arche gebaut wurde, zu den Aktivisten.

(c) APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ (TOBIAS SCHWARZ)

Proteste in London vor dem Buckingham Palace

(c) APA/AFP/BEN STANSALL (BEN STANSALL)

Auch in Wien wurde demonstriert.

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

In London gab es Dutzende Festnahmen.

(c) AP (Alberto Pezzali)

Ebenso in Amsterstam.

(c) APA/AFP/ROMY FERNANDEZ (ROMY FERNANDEZ)

Amsterdam

(c) APA/AFP/ROMY FERNANDEZ (ROMY FERNANDEZ)

Amsterdam

(c) APA/AFP/ROMY FERNANDEZ (ROMY FERNANDEZ)

Amsterdam

(c) APA/AFP/ROMY FERNANDEZ (ROMY FERNANDEZ)

Amsterdam

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Amsterdam

(c) APA/AFP/ROMY FERNANDEZ (ROMY FERNANDEZ)

Proteste in Wien

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London

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Carola Rackete in Berlin

(c) APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ (TOBIAS SCHWARZ)

London

(c) AP (Matt Dunham)

Wien

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Wien

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Wien

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Wien

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Wien

(c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)

Berlin

(c) AP (Michael Sohn)

Amsterdam

(c) APA/AFP/ANP/NIELS WENSTEDT (NIELS WENSTEDT)

Berlin

(c) APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ (TOBIAS SCHWARZ)

Berlin

(c) APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ (TOBIAS SCHWARZ)

London

(c) APA/AFP/BEN STANSALL (BEN STANSALL)

Melbourne

(c) APA/AFP/ASANKA BRENDON RATNAYAKE (ASANKA BRENDON RATNAYAKE)

Sydney

(c) APA/AFP/PETER PARKS (PETER PARKS)

London

(c) APA/AFP/BEN STANSALL (BEN STANSALL)

Melbourne

(c) APA/AFP/ASANKA BRENDON RATNAYAKE (ASANKA BRENDON RATNAYAKE)

Melbourne

(c) APA/AFP/ASANKA BRENDON RATNAYAKE (ASANKA BRENDON RATNAYAKE)

Berlin

(c) APA/dpa/Christophe Gateau (Christophe Gateau)

Berlin

(c) APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ (TOBIAS SCHWARZ)

Berlin

(c) APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ (TOBIAS SCHWARZ)

Amsterdam

(c) APA/AFP/ROMY FERNANDEZ (ROMY FERNANDEZ)

Amsterdam

(c) APA/AFP/ROMY FERNANDEZ (ROMY FERNANDEZ)

Melbourne

(c) APA/AFP/ASANKA BRENDON RATNAYAKE (ASANKA BRENDON RATNAYAKE)

Berlin

(c) APA/dpa/Paul Zinken (Paul Zinken)
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Drei Forderungen

Ein Aktivist hatte per Megafon die drei XR-Forderungen verlautbart: "Handelt sofort" gegen die Klimakrise und "setzt eine unabhängige Bürgerinnenversammlung ein". Letztere solle rechtlich bindende Gesetzesvorschläge ausarbeiten, denn der Politik traue man nicht mehr. Die Blockade war gegen 13.30 Uhr weiterhin in Gange, berichtete ein Aktivist der APA, man rechne aber mit einer baldigen Räumung, wobei die "Angeklebten" möglicher vorübergehend festgenommen werden könnten.

Ziviler Ungehorsam

Geplant sind über zwei Wochen "Aktionen zivilen Ungehorsams" vor allem in Städten in Europa, Nordamerika und Australien, aber auch in Argentinien, Südafrika und Indien. "Neben großen Störaktionen wird es einen geschützten Bereich geben, damit auch Familien teilnehmen können", heißt es in der Seite zum Facebook-Event.

Zur Einstimmung auf die für zwei Wochen geplanten Störaktionen trafen sich bereits am gestrigen Sonntag Unterstützer der Gruppe am Wiener Graben, um auf die Klimadramatik friedlich aufmerksam zu machen:

Kommentare (13)

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PatriachatZerfotzer
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Danke

Danke an Extinction Rebellion für diese Aktionen.
Momentan leben wir in einer 10 % Wahrscheinlichkeit, dass die gesamte Menschheit aussterben wird. Sicher ist bereits, dass in den nächsten Jahrzehnten ein großer Teil der Bevölkerung aussterben wird. Auch der Hunger nimmt weltweit durch den Klimawandel wieder zu.
Dafür braucht es starke Menschen die weiter denken und eventuell ihren Job/ ihre Ausbildung auf's Spiel setzen um sich für die gesamte Menschheit einzusetzen.
Geschichtlich hat sich gezeigt, dass
gewaltfreier, ziviler Ungehorsam in vielen Fällen, zu einer Verbesserung, und einem Umdenken in der Gesellschaft beigetragen hat.
Wenn's um's Überleben geht gibt's keine Grauzonen. Da muss man einfach Handeln. Auch wenn viele leider anderer Meinung sind und andere beschimpfen, was ich sehr schade finde.
Ich hoffe, dass sich viele bald nicht mehr bedroht von Menschen fühlen, die nur eine bessere Zukunft für uns alle wollen, und aus Angst und Überzeugung handeln.

Habt euch lieb und schaut auf euch.

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Lamax2
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Richtig so!

Ein Bravo der Polizei; so etwas kann man nicht tolerieren, sonst haben wir bald Verhältnisse wie in Paris. Berufsdemonstrierer werden unser Klima sicher nicht retten.

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RandomWiener
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Stillstand seit Jahrzehnten

Was wird den Ihrer Meinung nach sonst unser Klima "retten"?

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eleasar
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Ein Lob an die Polizei!

Sie müssen sich mit kleinen Gruppen linksgrüner Aktivist_innen abmühen, die scheinbar keiner geregelten Arbeit nachgehen. Stören, Gesetze brechen und demonstrieren ist auf jeden Fall einfacher als konstruktive Vorschläge zu bringen. Auf jeden Fall sind die Kleindemos medienreif inszeniert. Und wenn sich jemand zu hart angegriffen fühlt, wird gleich angezeigt.

Diese Leute sind mir suspekt. Einerseits tragen sie Plakate mit "Der Klimawandel verwehrt unseren Kindern die Zukunft..." und "Aus Liebe zu Menschen, Pflanzen, Tieren...". Andererseits rufen die gleichen Leute "Mein Bauch gehört mir" und sind bereit, ungeborene Kinder aus nichtigen Gründen auszulöschen, zB weil sie grade keine Lust auf Kinder haben. Aber gegen diese Art der Auslöschung demonstrieren sie nicht.

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RandomWiener
0
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Keine konstruktive Vorschläge?

Reden Sie vielleicht von Forderungen von Bewegungen wie, FridaysForFuture, die direkt auf Fakten der Wissenschaftler basieren, die sich seit Jahrzehnten mit dem Klimawandel auseinandersetzen?
Warum glauben Sie unterstützt die überwältigende Mehrheit der Wissenschaftler Demonstrationen und Streiks dazu? Seit Jahrzehnten kommen Vorschläge und einfach nur harte Fakten aus der Wissenschaft zum Klimawandel, vor all diesen Bewegungen schien das aber noch niemanden, vor allem in der Politik, so wirklich zu interessieren.

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PatriachatZerfotzer
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Das Problem

ist, dass man Leben, das schon hier ist schätzen sollte.
Abtreibung ist nie schön! und in vielen Fällen auch traumatisch für die Betroffenen. Die Gründe für eine Abtreibung sind jedoch genauso unterschiedlich, wie die Menschen die eine solche in Anspruch genommen haben.
Vergewaltigung, Überforderung, zu junge Elternschaft, psychische Erlrankungen der Mutter, des Vaters, kein Geld um ein Kind zu ernähren, körperliche Erkrankungen, Angst, Gewalt in der Beziehung und noch mehr können dazu führen, dass sich eine Frau dazu entscheidet ein Kind, nicht zu bekommen.
Hier sollte man auf keinen Fall außer acht lassen, dass Frauen, so wie Männer eigenständige Personen sind, und diese selbst entscheiden können müssen, was sie nicht nur mit ihrem Körper, sondern auch mit ihrer Zukunft machen.
Des Weiteren ist eine Überbevölkerung nachweislich schlecht für das Klima auf der Erde, denn mehr Menschen = mehr Nahrung, mehr Autos, mehr Öl, mehr Kleidung, und, und, und.
Diese zwei Punkte finde ich also schwer zu vergleichen, weil das eine Leben beinhaltet, dass bereits auf der Erde ist und oder gewollt in Zulunft auf dieser sein wird, und beim anderen Punkt einfach nur Frauendiskriminierende und Situationsbezogene Fakten außer Acht gelassen und willkürlich hingestellt werden.
Das eine hat mit dem anderen also nicht wirklich was zu tun.
Außerdem ist Klimaschutz kein linkes Thema, denn wenn die Erde im Arsch ist, dann sterben nicht nur die linken, sondern auch die rechten.
Gleichberechtigung.

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halelale
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Was hat man dir angetan? Nur traurig.

kT

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brosinor
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Bravo!

Vollste Zustimmung!
Weiter so und danke dass ihr euch für uns alle einsetzt!

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Blaumacher
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Bravo

vor allem an die Polizei...... und nicht zu zimperlich sein....
mfg
ein Steuerzahlender Bürger

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RandomWiener
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An den steuerzahlenden Bürger

Sehen Sie es nicht als Erleichterung, dass es eine gebildete Bevölkerungsgruppe, die in einer Phase mit mehr freier Zeiteinteilung steckt, sich die Zeit nimmt und sich für nicht nur die eigene sondern auch die Ihre Zukunft, sowie die Ihrer Kinder und Enkel engagiert? Wenn Sie Ihr Enkel, sofern Sie die noch schlimmeren Veränderungen überhuapt noch miterleben werden, eines Tages fragt, was Sie getan haben, als die Veränderungen noch zum Teil aufhaltbar waren, was werden Sie sagen?

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halelale
46
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@Blaumacher

wer ist kein Steuern zahlender Bürger? Gibts sowas?

A bisserl den Horizont öffnen, es gibt mehr als nur den Weg von der Couch zum Bürgerkäfig!

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Reipsi
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Owui, steuerunterstützende

Studierende.

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RandomWiener
0
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arbeitslose Studierende?

Ihnen ist klar, dass die Mehrheit der Studenten arbeitet, nicht war?

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