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Drei tödliche BergunfälleLetztes Foto führte zu vermisstem Wanderer

Ein seit 4. August vermisster Wanderer aus Deutschland ist am Donnerstag in Bad Gastein tot aufgefunden worden. Er ist nur einer von drei Urlaubern, die am Berg ums Leben gekommen sind.

Wandern - Sujetbild © (c) Sergii Mostovyi - stock.adobe.com (MOSTOVYE)
 

Der 57-Jährige hatte von seiner Wanderung in Bad Gastein einem Freund ein Foto geschickt. Aufgrund dieses Fotos habe man gewusst, wo sich der Mann aufhalten könnte, sagte Polizeisprecherin Verena Rainer am Freitag zur APA. Angehörige hatten den Deutschen als vermisst gemeldet. Sein Fahrzeug wurde in Sportgastein gefunden.

Ein Polizeihubschrauber machte sich mit einem ortskundigen Polizeibergführer auf die Suche nach dem Vermissten. "Er wurde schon beim ersten Suchflug entdeckt", erklärte der Ortsstellenleiter der Bergrettung Bad Gastein, Roland Pfund. Die Absturzstelle befindet sich zwischen Niedersachsenhaus und Bockartscharte.

Vermutet wird, dass der Tourist von dem markierten Steig abgekommen, in felsiges Gelände geraten und dann ausgerutscht ist. Die Stelle, wo er nach dem Absturz zu liegen kam, sie von den viel begangenen Wanderwegen abgewandt, deshalb habe ihn keiner gesehen, erläuterte Pfund.

Weiteres Unglück

Ein 68-jähriger Deutscher ist Donnerstagnachmittag bei einer Bergtour am Mittenwalder Höhenweg in Scharnitz (Bezirk Innsbruck-Land) rund 150 Meter abgestürzt und dabei tödlich verunglückt. Er überschlug sich mehrmals und stürzte durch steiles, mit Felsstufen durchsetztes Gelände. Als der Polizeihubschrauber eintraf, war bereits jede Hilfe zu spät.

Der Verunglückte war zuvor gemeinsam mit zwei weiteren Männern im Alter von 46 und 70 Jahren von der "Mittleren Linderspitze" über einen mit Stahlseilen und Eisenleitern versicherten Weg in Richtung "Gatterl" abgestiegen. Der Mann ging zwischen seinen beiden Begleitern in der Mitte. Als der 68-Jährige aus dem Klettersteig ausgestiegen war und sich bereits am markierten Weg befand, stürzte er plötzlich seitlich nach rechts ab.

Warum es dazu kam, ist laut Polizei unklar. Die Begleiter verständigten sofort die Rettungskräfte, die jedoch nur mehr den Tod des Mannes feststellen konnten.

Absturz von Steig

Eine 27-jährige Deutsche ist am Donnerstag bei einer Bergtour auf der Innsbrucker Nordkette tödlich verunglückt. Die Frau stürzte auf einem markierten Steig südlich des Gipfels der "Frau Hitt" aus bisher unbekannter Ursache rund 50 Meter über teilweise senkrecht abfallendes, felsiges Gelände ab, berichtete die Polizei am Freitag. Für die 27-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

Die Deutsche war mit einer gleichaltrigen Landsfrau unterwegs. Diese setzte nach dem tödlichen Absturz einen Notruf ab. Der Leichnam der Frau wurde von der Besatzung eines Polizeihubschraubers geborgen. Ebenfalls im Einsatz standen Bergretter der Ortsstelle Innsbruck.

Die beiden Frauen waren am Dienstag von Reith bei Seefeld zu einer mehrtägigen Hüttentour im Karwendelgebirge gestartet. Am Donnerstag waren sie vom Solsteinhaus in Richtung Pfeishütte unterwegs. Gegen Mittag überquerten die Deutschen den "Frau Hitt Sattel" und wollten weiter in Richtung Seegrube gehen, als es zu dem Unfall kam.

 

 

 

 

Kommentare (4)

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Alfa166
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1
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Es ist erschreckend wieviele Leute ALLEIN wandern gehen.

Einfach zu zweit oder in einer Gruppe aufbrechen, am besten als Seilschaft und schon ist man wenigstens etwas sicherer unterwegs. Doch da es heutzutage zu viele Egoisten gibt, die alles am liebsten alleine schaffen wollen, passieren immer wieder solche Bergunfälle!

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Musicjunkie
9
7
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Einmal mehr erschreckend, wie einige Touris hirn, - planlos durch die heimische Bergwelt stolpern.

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Georgine64
0
0
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Arrogant und empathielos....

...die junge 27jährige war eine erfahrene Bergwanderin. Sie war klug, witzig und achtsam und nicht zum ersten Mal im Hochgebirge. Sie liebte die Natur und ihre Familie. Sie hinterlässt einen Partner, mit dem sie Kinder wollte, ihre Eltern, Schwiegereltern, ihre Geschwister. Allen ist das Liebste auf tragische Weise genommen. Es war ein schrecklicher Unfall an einer an sich ungefährlichen Stelle. Bitte sparen Sie sich solch anmaßenden Kommentare!

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wahrheitverpflichtet
6
8
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NICHT WEG ZU SCHAUEN!

wenn immer mehr in den Wahn verfallen rauf auf den Berg

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