Genügen Worthülsen?Gefakte Stronach-Präsidenten-Website: Zum Lachen – aber nicht nur

Mit wie wenig Aufwand kann man heute eine komplette politische Kampagne für eines unserer höchsten Staatsämter vorgaukeln? Und was sagt das über unsere politische Landschaft aus?

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Kommentar von Thomas Golser © 
 

Die Aufregungsamplitude zumindest für ein paar Stunden auf höchster Stufe: Auf teamstronach.at wurde gestern das Antreten von Frank Stronach bei der Bundespräsidentenwahl 2022 verkündet. Allein: Der 89-jährige austrokanadische Magnat, der in der Steiermark eben einen knallorangen Elektro-Einsitzer präsentierte, hat damit nichts zu tun, weil Ex-Politiker. "Fake" also! Leidlich subtil erfunden von der gewitzten Satire-Plattform "Die Tagespresse".

Das BZÖ habe man dafür nicht genommen, weil "zu tot", die Liste Hans Peter Martin nicht, weil "zu wirr". Zugegeben: Selbst seriöse Medien wie der ORF oder kleine.at gingen der vorgetäuschten Website kurzzeitig auf den ausgelegten Leim. Die "Tagespresse"-Redaktion wachte wohl heute noch mit einem herzhaften Lachen auf. 

Kommentare (1)
paulrandig
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3
Lesenswert?

Gute Satire...

...regt zum Nachdenken an. In diesem Fall sehr gute Satire. Was die KLZ hier übrigens gewissenhaft verschweigt: Ein Blick in das Impressum der Seite mit einer Copy-Paste-Suche nach der angegebenen Adresse spuckt prompt die Tagespresse aus. Auch über eine gewissenhafte journalistische Neugierde, die gelegentlich auch einmal zulasten der Geschwindigkeit gehen darf, sollte also nachgedacht werden.