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TV-TagebuchAufmarsch der "Anzugmaxln" und viele Seitenhiebe im neuen Austro-"Tatort"

Im neuen Fall werden Bibi Fellner und Moritz Eisner mit einem wahren Politikkrimi konfrontiert: dem Fall Lütgendorf. Thomas Roth inszeniert einen Oldschool-Krimi, der in punkto Verhaberungspolitik kräftig austeilt.

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Tatort: Wahre Luegen
In "Wahre Lügen" werden Moritz Eisner und Adele Neuhauser in Vertuschungen und Verstrickungen verwickelt © ARD Degeto/ORF/Cult Film/Petro D
 

Heute ab 20.15 Uhr werden viele Zuschauer aus Deutschland und der Schweiz Wiener Wörter googeln: „dattrig“ zum Beispiel. Oder „Anzugmaxl“. Solche jungen, fesch geschniegelten Politiker-Typen treten im neuen Austro-„Tatort“ viele auf. In „Wahre Lügen“ rollt Thomas Roth den wahren Fall Lütgendorf auf, der 1977 als Verteidigungsminister zurücktreten musste, weil er in Verdacht stand, in illegale Waffendeals verwickelt gewesen zu sein. Sein Tod 1981, offiziell Suizid, löst seit damals Spekulationen aus.

Roth wählt einen Kniff: Er inszeniert den Fall einer im Wolfgangsee tot aufgefundenen Journalistin, die bei ihren Recherchen zum Waffenbusiness auch über Lütgendorf stolperte. Bibi (Adele Neuhauser) und Moritz (Harald Krassnitzer) werden mit Vertuschungen und Verschwörungen konfrontiert. Ihr Boss ruft „die neue Transparenz“ aus, der Gang auf „dem kurzen Dienstweg“ war einmal leichter. Als ein Ex-Polizist ermordet wird und die Tat den Tod Lütgendorfs imitiert, geht das Spiel von vorne los. In diesem dialoglastigen Oldschool-Krimi passiert das kurz vor Ende.
Neue Erkenntnisse warten nicht, dafür viele bissige Seitenhiebe auf die Wiener Verhaberungspolitik und die neue Farbenlehre. Dafür ein Generallob: Vielen Dank und küss die Hand.

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