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PlagiatsaffäreAuch die Kontrolle hat versagt

Die merkwürdigen wissenschaftlichen Arbeiten der Ex-Ministerin werfen auch die Frage auf, wie es um die Qualitätsstandards der Hochschulen bestellt ist.

++ THEMENBILD ++  UNIVERSITAeT WIEN
Das Thema Plagiate gärt an den Universitäten und Hochschulen © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Es gibt kaum jemanden, der nicht angesichts der Güte der wissenschaftlichen Arbeiten der gewesenen Ministerin sprachlos wäre.
Es ist zunächst ein individuelles Versagen. Zu Recht trat die Ministerin zurück, zu Unrecht spricht sie von „Vorverurteilung“. Sie hat unterschrieben, die Arbeit korrekt verfertigt zu haben, sie hat sich um den Abschluss beworben.

Kommentare (2)
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zweigerl
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Zur Bedeutung der mündlichen Prüfung

Schriftliche Abschlussarbeiten werden von mündlichen Prüfungen über die Arbeit begleitet. IN diesem Prüfungsteil könnte man durch gezielte Nachfragen Ghostwriting rasch aufdecken. Es gibt aber keinerlei Procedere bei diesen Prüfungen, oft werden sie von Monologen der Prüfer bestritten, die irgendein ihnen auf den Nägeln brennendes Spezialproblem traktieren. Ich selbst lasse mir immer vertrackte schriftliche Passagen vom Kandidaten verständlichen. Falls er nicht genau weiß, was er da geschrieben hat, ist der Groschen gefallen. Eine solche Testing scheint mir we sentlich wichtiger als alle diese zeitschindenden Formalia, die pedantische Regulative für das "Wissenschaftliche Arbeiten" bürokratisch verordnen. Die Folge ist dann oft, dass "auf den Zahn fühlende" Prüfer nicht gewählt werden, sondern diejenigen, die mit einer unverbindlichen Plauderei die Zeit vertrödeln.

mobile49
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nun - ein lehrer gibt keine hausaufgaben

weil er sich die korrekturen ersparen will .
ein doktorvater ......

wieviele unterschriften gibt es unter dokumenten ?
wieviele davon im wissen um dessen inhalt ?

die faulheit ist anscheinend auch noch lukrativ

ausserdem müssen ghostwrither nicht fürchten von ihren auftraggebern belangt zu werden , falls die arbeiten durchfallen ( was anscheinend nicht gelebte praxis ist )

vor 45 jahren war das anders , da wurde jeder grammatikfehler bemängelt .
da gab es aber auch nicht so einen " dissertations-tsunami"