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Wenn die Meinungen auseinander gehenTipps von der Expertin: So vermeiden Sie Streit im Urlaub

Sommer, Sonne und der Partner bringt Sie auf die Palme? Damit Sie die Auszeit vom Alltag genießen können, hier einige Tipps, damit Sorgen und Streit nicht mit auf Urlaub fahren.

© Dmitry Sunagatov - Fotolia
 

Endlich ist er da, der heiß ersehnte Urlaub. Der Alltag hat Schweigepflicht und man wiegt sich bis zum Sonnenuntergang zu den Klängen der Strandbar. Eine Vorstellung, die leider selten mit der Realität übereinstimmt. Das weiß auch Psychologin Birgit Maurer, die seit zehn Jahren die Liebeskummerpraxis in Wien und Graz betreibt. Vor allem im September kämen viele Klienten zu ihr, bei denen ein misslungener Urlaub das Fass endgültig zum Überlaufen brachte.
Ein paar Tipps von der Expertin, wie der Urlaub zu zweit gelingen kann.

Ich habe mir das alles so schön vorgestellt und nun streiten wir die ganze Zeit. Warum ist das so?
Zuerst zu den Ursachen: Das Nähe-Distanz-Verhältnis ist im Urlaub ein anderes als zu Hause. Konflikte, die zu Hause schon unterschwellig und latent da waren, zeigen sich im Urlaub nackt. Außerdem erzeugt man sich selbst Druck, weil man will, dass der Urlaub perfekt ist. Man ist aber immer noch derselbe Mensch, der auch einmal grantig sein kann – Urlaub hin oder her. Bei Streit im Urlaub geht es aber nicht nur um die partnerschaftlichen Konflikte, sondern auch um die eigenen. Vielleicht ist man mit seinem Körper unzufrieden oder man merkt, wie unzufrieden man im Job ist.

Wir hätten nun endlich Zeit zu zweit, aber mein Partner will
lieber einen Sportkurs belegen.
Zu Hause geht jeder seinen Hobbys nach, das sollte man auch im Urlaub so handhaben. Wichtig ist es, Kompromisse zu finden. Birgit Maurer: „Ich sage immer: Wer nur pickt, erstickt.“ Deswegen sollte schon bei der Planung des Urlaubs ganz genau besprochen werden, was man sich vorstellt.

Mich stört etwas an meinem Partner, aber ich will im Urlaub keinen Streit provozieren. Wie spreche ich das Thema am besten an?
Niemand hört gerne Vorhaltungen. Deswegen sollte man mit Humor an die Sache herangehen. Unter dem Motto: „Na, Langschläferchen, jetzt wäre es aber dann an der Zeit, schön langsam aufzustehen.“ Prinzipiell sollte man die Probleme aber zu Hause lassen. Wenn sie urlaubsrelevant sind, muss man sie zwar ausdiskutieren, sollte aber einen lebbaren Kompromiss für beide Seiten finden.

Mein Partner sieht immer anderen Frauen nach. Das ärgert mich.
Natürlich kommt es darauf an, wie „offensiv“ dieses Nachschauen geschieht, aber auch hier sollte man wieder Humor mitbringen und vielleicht beipflichten und sagen: „Echt kesser Bikini.“ Birgit Maurer: „Wenn wir uns verlieben, erblinden wir ja nicht.“

Tipps

* Erwartungen nicht zu hoch schrauben
* Die Andersartigkeit des Partners akzeptieren
* Mitgefühl zeigen
* Humor statt Vorhaltungen („Na, mein    Langschläferchen, jetzt wäre es bald an der Zeit aufzustehen ...)
* Gelassenheit und Verständnis zeigen
* Zuhören und Kompromisse finden
* Handynutzung minimieren oder Handy ganz
ausschalten

Die Expertin

Birgit Maurer ist klinische, Gesundheits- und Arbeitspsychologin. Seit dem Jahr 2008 leitet sie die „Liebeskummerpraxis“ in Wien und Graz.
Weitere Informationen gibt es online unter: www.liebeskummerpraxis.at

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