Fälschungen von Lebens­mitteln sind in ganz Europa ein immer häufigeres Thema: von minderwertigem Olivenöl bis zu gestrecktem Honig. Fast alle Produkte können von falscher Etikettierung, unerlaubten Zusätzen oder dem Austausch wertvoller Zutaten durch billigere Inhaltsstoffe betroffen sein. Lebensmittelfälschungen sind in unterschiedlichen Formen ein lukrativer Betrug.

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Der Preis der getesteten Balsamico-Essige lag zwischen 1,29 Euro und 6,98 Euro für einen halben Liter in der Flasche. Erfreulicherweise wurde in keinem der getesteten Produkte unerlaubt zugesetzter Zucker gefunden.  Die noch bessere Nachricht: Auch preisgünstige Produkte und Eigenmarken schnitten top ab.

Geschützter Begriff

Ähnlich wie bei Champagner ist der Begriff "Aceto balsamico di Modena" in der EU eine geschützte geografische Angabe und darf nur für Produkte verwendet werden, die in den Provinzen Modena und Reggio Emilia hergestellt wurden, deren Traubenmost nur aus einer der 7 zu­gelassenen Traubensorten stammt und in denen ausschließlich Zuckerkulör, also schwarze Lebensmittelfarbe, als Zusatzstoff verwendet wird. Schon seit Jahren ist bei Aceto Balsamico die Nachfrage höher als das Angebot, sodass Fälschungen zu erwarten sind. Verstärkt wurde diese Knappheit durch die Erfolge der europäischen Polizeibehörde Europol, die unter anderem 2019 ein kriminelles Netzwerk in Italien zerschlug, das Rotwein, Traubenmost und die entsprechenden Dokumente fälschte. Bei der Aktion wurden 11.000 Flaschen Rotwein beschlagnahmt.