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Schäden am HausWann die Versicherung nach Unwettern zahlt

Damit die Versicherung auch wirklich bezahlt: Tipps vom Experten, wie Geschädigte sich nach einem Unwetter richtig verhalten.

© (c) ptnphotof - stock.adobe.com (Petar Neychev)
 

Wenn es blitzt und donnert, halten alle den Atem an: Die Zeichen stehen auf Sturm. Die wetterbedingten Versicherungsschäden sind laut Versicherungsverband in den letzten 30 Jahren um das 15-Fache angestiegen. Unser Hab und Gut ist also bedroht, die richtige Versicherung aber nur ein wichtiger Baustein der Schadensvorsorge. Gunther Riedlsperger, stellvertretender Bundesobmann der Versicherungsmakler, erklärt, was Versicherte beachten müssen, damit im Fall der Fälle der Schadenersatz auch wirklich bezahlt wird.

  • Vorsorgen. Viele Versicherungen bieten SMS-Services an, die über drohende Unwetter in der Region zeitgerecht informieren. Dies ermöglicht es, notwendige Vorkehrungen zu treffen: Fenster schließen, Markisen einfahren, frei stehende Blumentöpfe befestigen oder wegräumen etc.

  • Schaden minimieren. Versicherungsnehmer sind verpflichtet, die Auswirkungen eines Schadens möglichst gering zu halten. Das heißt, der Versicherte muss zum Beispiel einen drohenden Wassereintritt durch Abdeckmaterial minimieren oder versuchen, ein entstandenes Feuer zu löschen. Gleichzeitig sollte man aber darauf achten, keine Beweismittel zu zerstören.

  • Richtig dokumentieren. Eine erste Schadensmeldung sollte unmittelbar nach dem Schadenseintritt erfolgen und die vier W-Fragen (Was? Wann? Wie? Wo?) beantworten. Eine ausführliche Dokumentation muss so rasch wie möglich nachgereicht werden.

  • Beweismittel. Wichtig ist es, Fotos und Videos aus unterschiedlichen Perspektiven aufzunehmen und Größen sichtbar zu machen, beispielsweise mit einem Lineal, das man z. B. an ein Hagelkorn halten und fotografieren kann, um die Größe zu dokumentieren. Auch die genaue Uhrzeit der Aufnahme sollte ersichtlich sein.

    Katastrophen

    Neben relativ häufig auftretenden Unwettern und den Folgen kommt es in Einzelfällen auch zu „Unwetter-Katastrophen“.

    Für Hochwasser, Erdbeben und Ähnliches haben Versicherungen – wenn überhaupt – aber nur kleine Deckungsbausteine. Zum Beispiel maximal 3750 Euro für Schadenbehebung am Wohnhaus; was aber etwa bei Überflutung nur einen sehr geringen Kostenanteil abdeckt.
    Nur sehr wenige Versicherungen gehen gegen Mehrprämie bis zum etwa Zehnfachen dieses Betrages.

    Durch die sehr unterschiedlichen Angebote ist ein ausführlicher Vergleich, beispielsweise mithilfe eines Versicherungsmaklers, für den bestmöglichen Versicherungsschutz unerlässlich.

  • In Schriftform. Schadenshergang und Beschädigungen müssen klar und deutlich festgehalten werden: Wann und wo ist der Schaden eingetreten? Wer oder was wurde wie beschädigt? Aus der Schadensmeldung sollte der Umfang der Beschädigung ganz klar ersichtlich sein. Statt „Ziegel beschädigt“, sollte man z. B. schreiben: „Formziegel auf nordöstlicher Seite des Hausdaches auf einer Fläche von rund fünf Quadratmetern zerbrochen“.

  • Beweismaterial. Beschädigte Dinge nicht entsorgen, sondern aufbewahren, um sie als Beweismaterial einsetzen zu können

  • Belege. Ist beispielsweise ein Fenster beschädigt, sollte die Kaufrechnung beigelegt werden.

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Danke für Ihr Verständnis.

pinsel1954
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9
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......versichern beruhigt......

......man fragt sich nur sehr oft wer der Beruhigte ist......

crawler
1
15
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Da wird wohl

am Besten sein, die Versicherung zu sparen und die Prämien auf die Seite zu legen. Denn das wirklich teure kommt ja erst wenn man mit den Versicherern herumstreiten und Sachverständige und Anwälte bezahlen muß. Da ist ein so ein Schaden (-das was man von der Versicherung bekommt-) bald einmal mit den auf die Seite gelegten Prämien beglichen.