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Kleine Kinderzeitung1. Mai: Warum am "Tag der Arbeit" nicht gearbeitet wird

Am 1.Mai erinnern wir uns daran, dass hart arbeitende Menschen vor 134 Jahren mehr Rechte und einen fairen Lohn für alle Arbeiterinnen und Arbeiter erkämpft haben.

Nicht mit uns! Am 1. Mai demonstrieren viele Menschen für faire Arbeitsbedingungen © (c) Coloures-Pic - stock.adobe.com
 

Hast du ausgeschlafen? Und wirst du am Nachmittag so richtig faulenzen? Unter der Woche ist zwar lernen angesagt, aber heute wird eine Ausnahme gemacht. Denn heute ist 1. Mai – ein Feiertag. Die meisten Menschen in Österreich haben frei – auch Schülerinnen und Schüler. Dabei wird der 1. Mai auch „Tag der Arbeit“ genannt. Du wirst dich jetzt vielleicht fragen: „Tag der Arbeit“ und nicht zur Arbeit gehen – wie passt das zusammen?

Das ist nicht fair

Jeden Tag 10 Stunden schuften, wenig Lohn und viele Sorgen: In der Vergangenheit hatten Arbeiterinnen und Arbeiter wenig Rechte. Urlaub gab es nicht. Und wurde jemand krank, musste derjenige trotzdem weiterarbeiten. Vor allem im Bergbau oder in den Fabriken war es für die Menschen sehr gefährlich. Denn die Arbeitgeber achteten nicht auf die Sicherheit der Menschen. Das Wohl der Arbeiter war den meisten egal. Diese Probleme gab es überall auf der Welt – auch in Österreich.

Zum Glück ist das heute anders. In Österreich und auch in vielen anderen Ländern haben Menschen, die arbeiten, Rechte. Wer arbeitet, soll dafür auch einen gerechten Lohn bekommen. Er soll Urlaub haben und auch Geld bekommen, wenn er krank ist oder einen Unfall hat. Für diese Rechte haben mutige Arbeiterinnen und Arbeiter vor 134 Jahren gekämpft.

Harter Kampf

Am 1. Mai im Jahr 1886 hatten Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken der USA genug: Sie legten ihre Arbeit nieder und gingen auf die Straße. Dort demonstrierten sie mehrere Tage gegen die unfairen Bedingungen, unter denen sie täglich arbeiteten. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei – es gab Verletzte und Tote.

Hat dieser Streik also etwas gebracht? Ja! Der Streik hat zum Umdenken angeregt und war ein Vorbild für andere Menschen. Denn ab dem Jahr 1890 haben auch in anderen Ländern Arbeiter begonnen am 1. Mai zu streiken. Das wurde sogar 1889 in Paris, der Hauptstadt von Frankreich, bei einem sogenannten Arbeiterkongress beschlossen. Seitdem ist der 1. Mai in vielen Ländern der „Tag der Arbeit“. Zur Erinnerung daran, dass sich hart arbeitende Menschen für ein besseres Leben eingesetzt haben.

Mit Erfolg: Wofür die Menschen damals gekämpft haben, ist heute Gesetz.

Es gibt noch viel zu tun

In den letzten Jahren hat sich in der Welt der Arbeit vieles zum Besseren verändert. Probleme gibt es aber immer noch. Bis heute müssen etwa viele Menschen für fairere Löhne kämpfen. Damit diese Menschen gerechter behandelt werden, müssen Gesetze geändert werden. Das ist die Aufgabe der Politikerinnen und Politiker. Um die Politiker an ihre Pflicht zu erinnern, gibt es am 1. Mai immer wieder Demonstrationen. Dieses Jahr werden sie wegen des Coronavirus allerdings ausfallen.

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