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RatgeberGibt es ein Mittel gegen Cellulite?

Lästige Dellen stören die Rückansicht: Um die Cellulite ranken sich viele Mythen - was wirklich hilft und was nicht.

Stört die Rückansicht: Orangenhaut © (c) Valua Vitaly - Fotolia (Valua Vitaly)
 

Babyzarte Pfirsichhaut - ja, bitte! Aber Orangenhaut? Die meisten würden auf die Hügellandschaft, die sich typischerweise an Oberschenkeln und Gesäß abzeichnet, gerne verzichten - und führen erbitterte Kämpfe mit Cremes, Wickeln und Training. Doch was kann wirklich helfen, welche vermeintlichen Wundermittel machen falsche Hoffnung? Dermatologe Peter Komericki erklärt, was man wissen muss.

Warum entsteht die sogenannte Orangenhaut? "Frauen sind häufiger von Cellulite betroffen, da sie eine bestimmte Form von Bindegewebe haben", sagt Komericki. Es ist rasterförmig angeordnet und viel lockerer vernetzt, damit es sich in der Schwangerschaft ausdehnen kann. Wächst das Fettgewebe unter der Haut, wölbt es sich durch die Raster und wird als Delle an der Oberfläche sichtbar. 80 Prozent aller Frauen sind von Orangenhaut betroffen.

Warum bekommen auch schlanke Frauen Cellulite? "Wenn das Bindegewebe schwach und die Haut dünn ist, zeichnet sich das Gewebe ab - auch bei Schlanken", sagt Komericki. Doch: Je mehr Kilos man auf die Waage bringt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, Cellulite zu bekommen.

Wenn die Mutter Cellulite hat, bekommt man sie dann auch? Die Ausprägung einer Cellulite ist zum großen Teil erblich bestimmt - die Beine der Mama oder Oma verraten also einiges über das eigene Risiko.

Gibt es ein "Gegenmittel"? Das Wundermittel, das in Werbungen gerne angepriesen wird, gibt es nicht. "Wenn man übergewichtig ist, wäre die erste Maßnahme, Gewicht zu reduzieren", sagt Komericki. Das sollte aber nicht durch Diäten passieren, sondern durch eine nachhaltige Ernährungsumstellung und Sport in Form von Ausdauer- und Muskeltraining. Doch: Mit Sport und gesunder Ernährung kann man die Cellulite vermindern - sie ganz verschwinden zu lassen, ist aber schwierig.

Was ist von Cremes, Wickeln, Massagen etc., die Hilfe versprechen, zu halten? "Cremes mit Koffein und Retinol wirken wohl am besten, da sie in den Fett- und Kollagenstoffwechsel eingreifen", sagt Komericki. All diese Helferlein können eine minimale Verbesserung erzielen, das Wundermittel gibt es aber nicht. Die gute Nachricht: Cellulite ist keine Krankheit.

 

 

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