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CoronavirusTipps für Familien: So überstehen Sie häusliche Isolation und Quarantäne

Wegen des Coronavirus müssen viele Familien nun ihren Alltag auf engstem Raum managen. Der Berufsverband der Psychologen (BÖP) hat Tipps, wie man häusliche Isolation und Quarantäne übersteht.

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  1. Allgemeine, praktische Tipps
    Halten Sie die Tagesstruktur ein und planen Sie Ihren Tag möglichst genau, das gibt Sicherheit. Ein Teil dieses Plans sollte unbedingt Bewegung oder Sport sein. Die passenden Übungen hierzu finden Sie auf den kommenden Seiten von Coach Bernd Marl. Wichtig ist auch, Medien gezielt und wohldosiert zu konsumieren. Per
    Videotelefonie kann man auch ganz ungefährlich mit Familie und Freunden plaudern.

  2. Gegen Ängste und Sorgen
    Die Nachrichtenlage verunsichert viele. Deswegen sollte man sich nur mit Menschen unterhalten, die einem guttun, Ängste lindern und keine Panik schüren. Auch Entspannungsübungen können helfen, Angstgefühle zu lindern. Außerdem sollte man sich vor Augen führen, dass dies ein vorübergehender Zustand ist. Auch Corona wird vorbeigehen. Denken Sie zum Beispiel darüber nach, was Sie dann wieder alles unternehmen werden.

    Hilfe

    Um unmittelbar helfen zu können, haben wir darüber hinaus die telefonischen Beratungszeiten an unserer BÖP-Helpline bis auf Weiteres ausgeweitet. Die Helpline ist nun Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnumer 01/504 8000 oder via Mail unter helpline@boep.or.at für Hilfesuchende zu erreichen.



  3. Kinder und Jugendliche
    Auch für Kinder und Jugendliche ist diese Zeit belastend. Eltern können sich behelfen, indem sie fixe Lern- und Freizeiteinheiten definieren. In letzteren kann man gemeinsam Dinge unternehmen – vielleicht kann man miteinander ein kleines Sportprogramm machen? Man sollte aber auch darauf achten, dass jeder genügend Rückzugsmöglichkeiten hat, um Streit zu verhindern. Sollten Kinder Fragen haben, sollte man ihnen in altersgerechten Worten erklären, warum diese Maßnahmen nun gesetzt werden.

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  4. Gegen Konflikte
    Um Konflikten und Streit aus dem Weg zu gehen, gibt es viele Maßnahmen. Vielleicht beginnt man den Tag mit einer Familienkonferenz: Wie geht es jedem? Was stört? Was belastet? Was kann man ändern? Wie lässt sich der Tag gemeinsam sinnvoll gestalten? Von wann bis wann darf sich jeder zurückziehen? Bei dieser Konferenz sollte Ärger ruhig angesprochen werden, bevor die Situation eskaliert. Eltern sollten hier aber auch nachsichtig mit sich und dem Nachwuchs sein, es handelt sich um eine Ausnahmesituation und da liegen überall die Nerven blank. Deswegen: Rückzugsmöglichkeiten für alle Familienmitglieder schaffen.

  5. Gegen Gewalt
    Räumliche Enge, fehlende Rückzugsmöglichkeiten, der Mangel an Intimsphäre kann zu Aggression und Gewalt führen. Steuern Sie einer Eskalation der Situation aktiv und bewusst entgegen. Gewalt hat viele Formen: Schlagen, Anschreien, Abwerten, längeres Ignorieren. Seien Sie sich selbst gegenüber ehrlich und reagieren Sie, wenn Sie merken, dass Sie selbst beginnen, vollkommen überfordert zu sein und in der Folge gewalttätig zu werden. Gehen Sie in ein anderes Zimmer und telefonieren Sie vielleicht mit Freunden. Sollte das nicht helfen, wenden Sie sich an Krisentelefone wie die BÖP-Helpline unter (01) 504 8000. Weitere Informationen dazu finden Sie auch
    online unter:www.boep.or.at
  6. Gegen Langeweile
    Nun ist die Zeit für all jene Projekte gekommen, die man schon ewig vor sich hergeschoben hat. Einmal Ordnung in die Regale im Keller oder den Kasten bringen? Perfekt! Endlich einmal die Fotos vom letzten Urlaub einkleben? Super! Am besten ist es, sich täglich fixe Arbeiten vorzunehmen und sich Ziele zu stecken, die man auch wirklich erreichen kann. Wichtig ist hierbei aber auch, sich einmal am Tag für den Fleiß zu belohnen und sich etwas zu gönnen. Ebenfalls gut fürs Gemüt: Planen Sie zum Beispiel mit Freunden Abenteuer, Essen oder Ausflüge, die Sie unternehmen werden, wenn diese Zeit überstanden ist.


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