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Studie Was Babys nach einem Kaiserschnitt fehlt

Neue Studie zeigt: Wie ein Kind zur Welt kommt, hat großen Einfluss darauf, welches Mikrobiom es hat. Doch noch sind die Gesundheitseffekte unklar.

Was Babys nach einem Kaiserschnitt fehlt
Was Babys nach einem Kaiserschnitt fehlt © Kati Finell - stock.adobe.com
 

Die Frage war bis dato strittig, doch nun zeigt eine Studie aus Großbritannien, dass es einen Unterschied macht, auf welche Art ein Kind zur Welt kommt - zumindest in Bezug auf das Mikrobiom.

Die Studie zeigt, dass Kinder, die auf natürlichem Weg zur Welt kommen, mit anderen Bakterien besiedelt sind, als jene, die per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblicken. Genauer gesagt: Kaiserschnitt-Babys fehlt es an "guten" Bakterienstämmen im Darm, dafür finden sich in ihrem Darm mehr krankmachende Bakterien, wie sie vor allem in Krankenhäusern vorkommen.

Studienleiter Trevor Lawley, ein Mikrobiologe, war von den Ergebnissen der Studie regelrecht schockiert: "Wie sehr diese Kinder mit Krankenhaus-Keimen besiedelt sind, ist schockierend. Ich konnte die Zahlen zunächst gar nicht glauben."

Frühere Studien hatten schon darauf hingewiesen, dass Kaiserschnitt-Kindern die "Bakteriendusche" fehlt, die Babys über den normalen Geburtsweg durch die Vagina ihrer Mutter bekommen. Das hat mancherorts zu der noch sehr kontroversiell diskutierten Praxis geführt namens Vaginal Seeding geführt: Dabei werden Kinder nach einem Kaiserschnitt mit Vaginal-Sekret der Mutter eingeschmiert - dabei können aber auch krankmachende Keime übertragen werden. Experten raten von dieser Praxis bisher ab.

Gesundheitseffekte fraglich

Monate nach der Geburt zeigte sich jedoch, dass das Mikrobiom der Kaiserschnitt-Kinder jenem der Babys, die natürlich zur Welt kamen, anglich. Jedoch fehlten weiterhin spezielle Bakterienstämme, die mit dem Immunsystem in Zusammenhang stehen.

Studien haben bisher schon gezeigt, dass Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, ein höheres Risiko haben, im späteren Leben Asthma und Übergewicht zu entwickeln. Ob die Art der Geburt dafür der entscheidende Faktor ist, wird weiterhin untersucht. Denn über spätere Gesundheitseffekte sagt diese Studie aus Großbritannien nichts aus.

 

 

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