AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Weiterleben nach Suizid-Versuch "Die Depression ist ein Teil von mir"

Uwe Hauck leidet an Depressionen, seinen Aufenthalt in der Psychiatrie dokumentierte er via Twitter - um gegen Vorurteile anzukämpfen.

Jetzt weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Ihr Testabo beinhaltet:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel lesen
  • Tägliches E-Paper lesen
  • Smartphone-App uneingeschränkt nützen
  • Test endet automatisch nach 4 Wochen
Depression
Depression © dodoardo - Fotolia
 

Herr Hauck, Sie haben einen Suizidversuch und einen längeren Aufenthalt in der Psychiatrie hinter sich. Wie geht es Ihnen heute?

Kommentare (2)

Kommentieren
Aurelia22
1
3
Lesenswert?

Auch ich leide schon sehr lange an einer Depression..

ausgelöst durch Jahrelanger Pflege meiner Mama. Rund um die Uhr für jemand da zu sein und zu Pflegen hat mich total überfordert. Ich schaffe es aber nicht mir helfen zu lassen, wie schon gesagt. Man denkt das wird schon wieder, nur keine Schwachheiten zulassen. Ich will nicht mehr unter Menschen gehen. Teilweise beginne ich Menschen zu Hassen. Alle haben mich damals alleine lassen mit der Pflege. Niemand hat es intressiert wie wir zurecht kamen. Sogar meine Schwestern kümmerte das einen Dreck. Heute kann ich oft nicht mehr vom Weinen aufhören. Und mein Partner leidet mit mir mit. Nur ändern kann ich es nicht.

Antworten
Isabella1986
0
11
Lesenswert?

Der Herr hat völlig recht

Man kann nicht verstehen, wie eine Depression sich anfühlt, wenn man sie nicht selbst einmal erlebt hat bzw. darunter leidet.
Ich wusste bereits mit 16 Jahren, dass ich an einer Depression leide. Seltsamerweise wollten ehemalige Ärzte davon nicht wissen.
Man muss selbst aktiv werden, in sich hinein horchen. Dann kann man noch etwas dagegen unternehmen. Das Wichtigste allerdings ist: Mann muss wissen, was die Depression ausgelöst hat.
Über das Stigma: Manche Menschen akzeptieren Depressionen. Anderen wiederum ist es egal. Und dann gibt es noch diese bemitleidenswerte Gruppe der Früher-hats-das-nicht-gegeben-Mauler.
Ich, als Depressionskranke kann nur einen Tipp geben: niemals auf die Gesellschaft hören! Ganz besonders nicht auf Leute, welche diese ach so weisen Ratschlägen geben. Beispiele: du machst dich nur selbst runter, sieh es positiver, sei zufrieden mit deinem Leben, die Vergangenheit ist vorbei ... yada, yada.
PS: Auch ich habe ein Buch über Depressionen in Kombination mit Hochsensibilität geschrieben. Wer hineinlesen möchte, der Google "In Your Arms - Teil 1: Als ich dich sah.

Antworten