Den meisten Eltern sind sie ein Dorn im Auge: ratternde oder scheppernde Spielsachen. Sie sind aber nicht nur nervig, sondern können auch das Gehör dauerhaft schädigen. Die AK Oberösterreich hat 14 Artikel unter "Kinderzimmerbedingungen" bei einem Abstand von einem halben Meter getestet: Bei neun Produkten wurden über 80 Dezibel gemessen. Im Vergleich: Ein Presslufthammer kommt in einem Meter Entfernung auf 100 Dezibel, so die Konsumentenschützer.

Lautstärkeregler ist Mangelware

Nur bei vier getesteten Spielwaren konnte man die Lautstärke leiser drehen. Ein Spielzeug mit Touch Drums und begleitender Musik brachte es sogar auf 89 Dezibel. Experten gehen zwar davon aus, dass Belastungen unter 80 Dezibel keine bleibenden Hörschäden hinterlassen, jedoch gibt es dafür keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Auch Intensität und Dauer der Lärmbelästigung seien ausschlaggebend.

Die Konsumentenschützer raten daher, beim Kauf eines möglichen Weihnachtsgeschenks, die Spielsachen mit eigenen Ohren zu testen. Man sollte dabei bedenken, dass das Geräusch oft stundenlang zu hören ist.