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Street RacketDer Sport, der auch in den eigenen vier Wänden funktioniert

Street Racket, eine sportliche Erfindung aus der Schweiz, schult die motorische Kompetenz von Jung und Alt und bietet eine sportliche Alternative in den eigenen vier Wänden.

Simpel, aber genial: Street Racket schult die Motorik der Kleinsten und Erwachsenen
Simpel, aber genial: Street Racket schult die Motorik der Kleinsten und Erwachsenen © Straub
 

Der Stillstand, in dem wir uns wiederfinden, hat ein Problem mit sich gebracht: den Bewegungsmangel. Oft ist es der schulischen oder beruflichen Pflicht geschuldet, dass wir unsere Augen auf Bildschirme richten – dabei ist eine starke Immunabwehr gerade in diesen Zeiten wichtig. Doch Bewegung in den eigenen vier Wänden ist oft nicht nur eine Frage des inneren Schweinehunds, sondern auch eine des Platzes.

Einer Idee aus der Schweiz kommt daher erhöhte Aufmerksamkeit zu. "Street Racket" heißt die Sportart, die das Ehepaar Rahel und Marcel Straub erfunden hat. Auf den ersten Blick ähnelt es Tischtennis, man benötigt aber keinen Tisch – und gerade, weil es so wenig dafür braucht, ist dieser Sport derzeit gefragt. Beispielsweise mit einem Band (oder im Freien mit Kreide) werden nebeneinander drei Quadrate markiert. Zwei Spieler schlagen den Ball in das gegenüberliegende Feld, jenes in der Mitte soll er dabei nicht berühren. Den Ball nach unten oder volley zu spielen, ist nicht erlaubt.

Es gibt eigens dafür entwickelte Schläger und Bälle, doch "die braucht man gar nicht. Man kann Alltagsgegenstände wie Bücher verwenden und sogar mit den Händen spielen", erklärt Marcel Straub. Einst sollte das Paar Menschen auf der Karibikinsel Dominica Tischtennis näherbringen. Weil der Tisch aber fehlte, war Kreativität gefragt.

Street Racket . . .

. . . ist ein Ballspiel für Jung und Alt, das sowohl Indoor als auch im Freien gespielt werden kann.

Benötigt werden zwei Schläger oder Gegenstände, die als solche fungieren, ein Ball sowie eine Schnur oder Kreide (im Freien), um das Feld (siehe Fotos) zu markieren.

Nicht erlaubt ist nur zweierlei: den Ball nach
unten oder volley zu spielen.

Beispielvideos gibt es auf der Street-Racket-App oder auf www.streetracket.net.

Mittlerweile ist Marcel Straub, selbst vielfacher Schweizer Squash-Meister und jahrelanger Leiter des Kompetenzzentrums für Sportunterricht in Zürich, auf der ganzen Welt unterwegs, um die Idee Schulen und Sportlehrern vorzustellen. In der Schweiz hat sich Street Racket auf Pausenhöfen bereits etabliert, auch steirische Schulen sind auf den Zug aufgesprungen. Und Kinder nehmen die Idee mit nach Hause.

"Der wohl innovativste Rückschlagsport der letzten Jahrzehnte"

"Die Hand-Auge-Koordination und die motorische Kompetenz werden intensiv geschult. Die Möglichkeiten, Spielvarianten und -ideen zu entwickeln, sind unendlich und die Kosten minimal", sagt Straub. Bei ihm läuten die Alarmglocken, denn "gerade jetzt, wo Kinder und Erwachsene aufgrund des wachsenden Streaming-Angebots vermehrt vor Bildschirmen sitzen oder arbeiten, braucht es dringend einen Gegenpol." Erich Frischenschlager von der Pädagogischen Hochschule Steiermark hält viel von Street Racket: "Das ist der wohl innovativste Rückschlagsport der letzten Jahrzehnte. Es kann überall gespielt werden, und noch dazu ohne Netz. Dies eröffnet ganz neue Dimensionen für die Bewegung zuhause und in Schulen."

Rahel und Marcel Straub
Rahel und Marcel Straub Foto © Straub

Die Corona-Krise traf auch das Ehepaar Straub, viele Kongresse und Kurse wurden weltweit abgesagt. Wie so oft war da aber auch eine Chance, ja, sogar ein Druck, die Bevölkerung zu mehr Bewegung zu animieren. Und so möchten sie ihre Idee in die Welt tragen – und ihre "Mission", so erzählen sie, erfüllen: "Wir wollen den aktiven Teil der Bevölkerung erhöhen."

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