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CoronavirusCheckliste: Welche Vorräte sollte ich Zuhause haben?

Generell gilt: Für einen möglichen Notfall sollte jeder Haushalt Vorräte lagern. Aber was brauchen wir in Krisenzeiten? Heribert Uhl, der Geschäftsführer vom Zivilschutzverband Steiermark, über Allgemeines zum Selbstschutz und gut strukturierte Vorräte.

Vor Krisen ist niemand gefeit. Deshalb sollten Sie immer genügend Lebensmittel lagernd haben. Und zwar unabhängig von Corona © (c) thebigland45 - stock.adobe.com
 

Sicher ist sicher: Bestimmte Dinge sollten Sie zuhause immer lagernd haben. Heribert Uhl vom steirischen Zivilschutzverband empfiehlt jedem Haushalt in Österreich für genug Vorräte zu sorgen, um ein- bis zwei Wochen ohne einem Einkauf auszukommen. Und zwar unabhängig vom Coronavirus.

Ziel sei es autark zu sein - also im Notfall sich auch ohne Hilfe von außen  versorgen zu können. Der Experte geht bei seinen Schilderungen prinzipiell immer von einem sogenannten "Blackout" aus, also einem großflächigen Stromausfall: "Ist man auf ein Blackout vorbereitet, ist man auf jegliche Situation vorbereitet. Egal, ob das jetzt Corona ist, eine Lawine oder eine Überschwemmung." Gerade in Hinblick auf Corona funktioniert der Strom in den Supermärkten natürlich noch: "Wir haben also eine gute Vorlaufzeit, um uns mit Lebensmittel einzudecken", sagt Uhl und ergänzt: "Man sollte aber grundsätzlich vernünftig und nicht hamstermäßig einkaufen."

Wasser, Essen, Hygiene und Medizin

Doch welche Lebensmittel muss man konkret für den Notfall bei sich Zuhause haben? Heribert Uhl sagt: "Dabei kommt man schnell vom Hundertsten ins Tausendste. Ich sage immer: Man sollte nur das Zuhause einlagern, was man auch gerne isst." Sprich: Produkte zu kaufen, obwohl man sie gar nicht mag, ist sinnlos. Und im schlimmsten Fall müssen im Anschluss viele verdorbene Lebensmittel entsorgt werden.

Hier die Checkliste, wie Sie sich sinnvoll bevorraten:

  • Bei der Berechnung eines vierzehntägigen Vorrats für eine Person mit einem Tagesbedarf von 2000 Kilokalorien ergeben sich, laut Zivilschutzverband, folgende Gesamtmengen: Getreideprodukte (4,5 kg), Fleisch/Fisch (2 kg), Öle/Fette (0,5 kg), Milchprodukte (4,5 kg), Gemüse/Obst (6 kg), Wasser/Getränke (21 l). Hierbei sollten allerdings individuelle Ess- und Trinkgewohnheiten miteinbezogen werden.
  • Aus den Berechnungen oben ergeben sich folgende Vorschläge für Ihre Einkaufsliste: Brot, Reis, Teigwaren, Mehl, Kartoffelpüree Pulver, Hülsenfrüchte, Gemüse-, Obst und Fleischkonserven. Haltbarmilch und Milchpulver, Hartkäse, Speiseöl, Streichfett, Suppe.
  • Genügend Flüssigkeit ist ein Fixpunkt – 2,5 Liter pro Person und Tag empfiehlt das Rote Kreuz.
  • Nach Bedarf: Baby- und Tiernahrung.
  • Fixpunkte auf Ihrer Liste sollten auch Hygieneprodukte sein. Das sind Dinge wie: Seife, Shampoo, Zahnpasta und Bürste sowie WC-Papier.
  • Bitte vergessen Sie auch nicht Ihre Hausapotheke aufzufüllen.
  • Alles Wissenswerte über Katastrophen erfahren Sie beim Zivilschutzverband Steiermark. Auf der Homepage finden Sie zum Beispiel eine Liste von vorgeschlagenen Lebensmitteln. Oder zum Herunterladen unter diesem Link:

Solidarität und Nachbarschaftshilfe

Fredi und Andi aus Wien machen es vor, hoffentlich gibt es viele Nachahmer: In den sozialen Netzwerken kursiert gerade ein Beispiel für gelebten Zusammenhalt. Zwei Unbekannte bieten alten und kranken Menschen ihre Hilfe an. Die beiden machten via Aushang im Wohnhaus darauf aufmerksam, dass sie Geschwächten eine Stütze sein möchten: "Falls also Erledigungen zu machen sind (Einkauf und sonstige Tätigkeiten in der Öffentlichkeit), freuen wir uns, wenn wir helfen können", heißt es. Und weiter: Ihr könnt uns einfach einen Zettel bei der Tür lassen, den Briefkasten verwenden oder hier anrufen: Gemeinsam steht Wien auch eine Pandemie durch."

Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

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schebach
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falsche Zahlen

4,5 kg Fleisch in 2 Wochen? Das wären dann 32 dkg pro Tag. Es sollte wohl 2 Monate heißen.

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stoani333
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falsch gelesen

Fleisch/Fisch = 2kg = 14dag/Tag

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tripplexxx
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Mengenangabe zur Bevorratung von Lebensmittel.

Diese Zahlen können nicht stimmen. Wenn es dadurch zu Hamsterkäufen kommt, verstehe ich. Aber schon der gesunde Hausverstand sagt, dass diese Mengen an Lebensmittel für 14 Tage nicht stimmen kann.

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Kristianjarnig
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@triplexx

Es sagt einem allerdings auch der gesunde Hausverstand das man sich nicht auf den Staat im Falle einer Krise verlassen soll.

Beruflich bedingt hat es mich nach Apulien/Italien verschlagen wo ich derzeit auch inklusive Familie festsitze und von einem schlechten irischen Arbeitgeber abhängig bin der seine Angestellten seit dem ersten Tag der Groundings in Italien auf unbezahlten Urlaub geschickt hat(für all die Preisbewußten unter uns für die Zukunft). Egal.

Aber ich habe IMMER ein relatives volles Warenlager mit einigen KG an Pasta und Mehl/Reis/Tomatensauce daheim, detto mit Wasser(Leitungswasser ist geschmacklich eine Katastrophe in Süditalien). Dazu Frischfleisch eingefroren, detto Fisch. Weit mehr als hier im Artikel angegeben ist.
Dazu ein Gasbrenner mit 4 Kartuschen, ein großer Kugelgrill mit Kochaufsatz und sehr vielen kg Grillkohle. JA - man sollte vorbereitet sein. Allerdings IMMER und nicht wenn erst "Feuer am Hut" ist. Dann ist es oft zu spät und es kommt zu sinnlosen Hamsterkäufen(und nein, nicht Hamster ;-) ).

Ich sitze nun, dank mehr oder weniger Notstand und Ausgehverbot für die meisten, in meinem Haus(gottseidank mit Garten) fest und bin entspannt. Mein "Warenlager" ist voll, ich kann locker 14 Tagen von unseren Vorräten überleben(eher weit länger) und muß mir die derzeitigen, stressigen Wartereien vor den Supermärkten nicht antun.

Azyklisch ist das Zauberwort. Und etwas Vorsorge. Kann ja nicht so schwer sein wenn man es mit System macht.

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