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Sicherheitstipps fürs EislaufenSo endet der Kufenritt nicht im Krankenhaus

Knochenbrüche stehen ganz oben auf der Liste der Verletzungen, die sich die Österreicher beim Eislaufen zu ziehen. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Verletzungsgefahr am größten.

© gpointstudio/stock.adobe.com (Anna Bizon)
 

Bei der Eiskunstlauf-EM in Graz wirbeln ab heute die Profis über die gefrorene Bühne. Auch als Breitensport ist die Kufenkunst ein Dauerbrenner, der zwar sehr gut für die Fitness ist, aber dessen Verletzungspotenzial oft unterschätzt wird. Rund 4000 Eisläufer landen in Österreich pro Jahr nach dem Sporteln im Spital, etwa 1800 davon sind jünger als 15 Jahre.

Mehr als 90 Prozent der verunfallten Eisläufer verletzen sich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit bei Einzelstürzen, 6 Prozent bei Zusammenstößen. Fast drei Viertel (74 Prozent) aller verzeichneten Verletzungen sind Knochenbrüche, die häufigsten darunter  Frakturen des Handgelenks (25 Prozent) und des Unterarms (20 Prozent).

Sicherheitstipps

Aufwärmen: Kaltstarts vermeiden: Vor dem Schritt aufs Eis sorgt ein kurzes Aufwärmtraining mit Armkreisen, Kniebeugen, Hüftschwung & Co. für warme Muskeln und geringeres Verletzungsrisiko.
Tempokontrolle: Das Können sollte das Tempo vorgeben, mit dem man über das Eis gleitet. Stets bremsbereit sein!
Entspannung: Rechtzeitige, regelmäßige Pausen verhindern Übermüdung und Konzentrationsverlust.
Richtig fallen: Im Fall des Falles ist Loslassen angesagt – bei einem Sturz sollte man die Hand seiner Begleitung möglichst rasch auslassen. Die Kunst des richtigen Fallens ist beim Eislaufen generell von großer Bedeutung. Anfänger-Kurse lehren nicht nur richtiges Laufen, sondern auch Fallen.
Etikette: Immer die Platzregeln beachten und in die Fahrtrichtung laufen.
Sicherer Transport: Zum Transportieren der Eislaufschuhe Kufenschoner verwenden – das schützt vor Schnittverletzungen an den scharfen Kanten.

Das liegt daran, dass Stürze oft auch reflexartig mit den Händen abgefangen werden – Verstauchungen, Knochenbrüche und Schnittverletzungen durch Kufen können schmerzhafte Folgen sein. Deshalb sollte man auf dem Eis auf Handgelenksprotektoren und robuste Handschuhe nicht verzichten.

Zudem kommen auch Stürze auf den Hinterkopf beim Eislaufen häufig vor – dennoch zählt für die meisten Hobbyeisläufer Österreichs der Helm noch nicht zum Standard, wie eine aktuelle Erhebung des Kuratoriums zeigt: Rund 85 Prozent der Eisläufer sind ohne Helm unterwegs. Ein perfekt sitzender Wintersporthelm ist auch hier ein wertvoller Schutzengel.

Immer mehr Seen melden, dass die Eisfläche auf dem Wasser zum Sporteln freigegeben ist. Im Gegensatz zum Kunsteis gilt es in der Natur noch mehr zu beachten: Wie zum Beispiel nur auf behördlich freigegebene Flächen zu laufen und Sperrgebiete und Gefahrenzonen auf dem See zu meiden. Ist das Eis zu dünn, könnte man einbrechen.

Nicht nur dünnes Eis, auch Stolperfallen wie Äste, Blätter oder Rillen dürfen nicht unterschätzt werden. Die Devise lautet: Auf Natureis muss man viel vorausschauender laufen. Ein weiterer Tipp ist es, sich stets in Rufweite zu anderen Eisläufern zu bleiben und vor allem in der Nähe seiner Kinder.

Was beim Einbrechen ins Eis zu tun ist

- Bergungen immer nur mit Seilsicherung oder Sicherung durch einen zweiten Helfer durchführen. Nach Verfügbarkeit, Hilfsmittel wie Bretter, Leitern, Stangen, Seile oder Kleidungsstücke verwenden.
- Dem Loch im Eis liegend und auf möglichst breiter Unterlage nähern.
- Selbstrettung: Sofort die Arme ausbreiten - so verhindert man ein (weiteres) Absinken im kalten Wasser. Versuchen, in die Richtung, aus der man gekommen ist, auszusteigen – da das Eis dort stabil genug sein sollte.

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