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Steiermark-SchauErste Einblicke in die große Landvermessung

Das Museum für Geschichte in Graz wird bei der ersten Steiermark-Schau ab April zeigen, „was war“. Nun gab man detaillierter bekannt, worauf diese Teilausstellung setzt.

Modelle berühmter Gebäude der Steiermark, wie hier jenes der Basilika Mariazell, sind Teil der Ausstellung im Museum für Geschichte © UMJ/Nikola Milatovic
 

Nach den 32 Landesausstellungen (1959 bis 2006) und den drei regionale-Festivals (2008 bis 2012) ist die Steiermark-Schau (vom 9. April bis 31. Oktober 2021) das jüngste Format für eine große historische Landvermessung. An drei fixen und fünf flexiblen Standorten will man unter der Gesamtverantwortung des Universalmuseums Joanneum zeigen, „was war“ (Museum für Geschichte), „wie es ist“ (Volkskundemuseum), „was sein wird“ (Kunsthaus Graz) und „wer wir sind“ (ein mobiler Pavillon – zuerst in Wien, danach in Hartberg, Spielberg, Schladming und Bad Radkersburg).

Heute (17. Februar) gab das Museum für Geschichte erste Details für seine Pläne bekannt. Im Haus in der Grazer Sackstraße will man zeigen, „wie die Steiermark durch die Geschichte in ihrer Identität bis heute geformt wurde“, erläuterte Kulturlandesrat Christopher Drexler. Dazu richtet man den Fokus auf „historische Räume und Landschaften“, wie es im Untertitel heißt. Und auch wenn man mit der Darstellung der Sesshaftwerdung der Bevölkerung vor 5300 Jahren beginne, werde sich die kleinste aller vier Teilschauen wie alle anderen sehr stark auf die Gegenwart beziehen, betonte Bettina Habsburg-Lothringen. Die Museumsleiterin kuratiert gemeinsam mit Ulrich Becker und Walter Feldbacher die Präsentation von 98 Objekten, die exemplarisch den Wert unseres kulturellen Erbes veranschaulichen und „die Spuren menschlichen Tuns“ nachzeichnen sollen.

Hier aus regionalen Museen oder Kirchen entlehnte Modelle wesentlicher Bauwerke oder Anlagen wie der Basilika Mariazell, des Radwerks IV in Vordernberg oder des Kunsthauses Weiz. Da Pläne und Karten, Grafiken und Statistiken. Dort Fotos und Ansichtskarten. Und dazu passende Soundinstallationen sowie Videointerviews mit Fachleuten aus den diversen Regionen, die als Art „Nachrichtenkorrespondenten“ fungieren... Das alles soll laut Habsburg-Lothringen beispielhaft dafür stehen, „worauf man schaut, wenn man zurückschaut“. Auch auf bisher Ungezeigtes übrigens, von Martin Lesjaks Grazer Architekturbüro Innocad nicht auf rotem Samt inszeniert, sondern als „Treibgut“: ein mittelalterlicher Pranger, Schienen aus Donawitz, ein Bohrkern aus dem Semmeringtunnel, das Skelett einer Kinokasse ...

Ergänzt wird das Projekt mit einer auf Kinder von sechs bis zehn Jahren zugeschnittenen Kompaktschau in der Hofgalerie des Museums sowie mit Landpartien hin zu den Orten, die in Bezug zu den zwölf Kapiteln der Ausstellung stehen.

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