Politserie "House of Cards" bekommt eine sechste Staffel - aber ohne Spacey

Der Serienhit von Netflix geht weiter. Allerdings werden acht neue Folgen ohne Hauptdarsteller Kevin Spacey. Das Finale von "House of Cards" soll sich demnach auf die Figur von Carrie Underwood konzentrieren.

Das Finale von "House of Cards" soll auf Carrie Underwood (Robin Wright) konzentrieren © APA/AFP/Hache
 

Die Polit-Serie "House of Cards" bekommt eine finale sechste Staffel - allerdings ohne Hauptdarsteller Kevin Spacey (58). Die Produktion von acht neuen Folgen werde Anfang 2018 beginnen, sagte Ted Sarandos vom Streamingdienst Netflix am Montag auf einer Branchenkonferenz in New York, wie US-Medien berichteten. "Wir freuen uns sehr, dass wir eine Übereinkunft zum Ende der Show erreichen konnten."

Das Finale von "House of Cards" soll sich demnach auf die Figur von Carrie Underwood konzentrieren, die von Robin Wright gespielt wird. Carrie Underwood hatte zum Ende der fünften Staffel ihren von Spacey dargestellten Ehemann als US-Präsidentin abgelöst. Die letzte Staffel soll nur aus acht Folgen bestehen. Die bisherigen Staffeln hatten 13 Folgen.

Die Produktion der Serie war auf Eis gelegt worden, nachdem Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen Spacey ans Licht gekommen waren. Der 58-Jährige spielte in "House of Cards" den rücksichtslosen US-Präsidenten Frank Underwood. Netflix hatte im Zuge der Vorwürfe die Zusammenarbeit mit Spacey aufgekündigt. In London laufen polizeiliche Ermittlungen gegen Spacey, der sich einer Sprecherin zufolge in therapeutische Behandlung begeben hat.

Auch am Set von "House of Cards" soll Spacey sexuell übergriffig geworden sein. Mitarbeiter der Serie berichteten im Sender CNN, wegen der häufigen Übergriffe des Hauptdarstellers gegenüber jungen männlichen Angestellten habe eine "vergiftete Atmosphäre" bei den Dreharbeiten geherrscht.

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