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Fehlende NächteDer Lockdown und die heilige Dreifaltigkeit

Party war gestern. Was bis vor Kurzem als spießig galt, ist jetzt Routine. Bett, Sofa, Kühlschrank – die heilige Dreifaltigkeit.

Katrin Fischer, 25, ist Redakteurin der Kleinen Zeitung © KK
 

Feierabend und die wichtigste Frage voran: Wo sitzen Sie im Kino am liebsten? Echte Cineasten kennen meistens nur eine Antwort: „Letzte Reihe Mitte, bitte!“ Besonders charmant: durchgewetzte Sessel und kaputte Klappscharniere im allerbesten Programmkino der Stadt. Das Prozedere bleibt immer gleich: raschelnde Popcornschachteln und Stimmen, die verstummen, sobald der Vorspann beginnt. Das Kino gilt als Rückzugsort, zumindest in gewisser Weise. Denn im Dunkeln des Saales ist man zwar unter Menschen, bleibt aber gleichzeitig für sich selbst. Dinge, die im Heimkino fehlen. Kollektives Erleben in einem Raum voller Fremder: Plötzliches Aufschrecken, weil sich der Sitznachbar zuerst gegruselt hat. Was kommt stattdessen?

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