"Macht der Kränkung""Die Dynamik des Gekränktwerdens kenne ich leider gut"

ORF und ZDF machten aus Reinhard Hallers Buch "Die Macht der Kränkung" eine Miniserie. TV-Star Julia Koschitz über ein Projekt, das berührt und wehtut. Mit dabei: Murathan Muslu und Lea Zoë Voss.

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Am Anschlag - Die Macht der Kraenkung
Die Männer erklären, die Frau hört artig zu: Lukas Spisser, Julia Koschitz und Anian Zollner in einer Szene von "Die Macht der Kränkung" © ZDF und Petro Domenigg
 

Kränkungen sind ein Thema, mit dem sich Schauspieler und Schauspielerinnen oft beschäftigen. Sind wir eine Gesellschaft der Gekränkten?
JULIA KOSCHITZ: Wenn Sie es als Zeitphänomen verstehen, dann glaube ich nicht. Kränkungen entstehen auf unterschiedliche Weise, ob bewusst oder unbewusst. Menschen verletzen und werden verletzt, das gehört zu unserem Leben dazu. Sie verlassen und werden verlassen, sie ignorieren und werden ignoriert, belügen und werden belogen, sie werden klein gehalten und halten klein. Das sind alles Dinge, die eine Kränkung verursachen. Je nachdem, mit welcher Urkränkung man als Erwachsener dasteht, wird man mehr oder weniger belastbar sein. Ich glaube, dass das immer so war. Shakespeares Tragödien sind voll von gekränkten und kränkenden Figuren.

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