Wepper-Porträt und DokuEine Zeitreise mit dem "echten Fritz"

Fritz Wepper wird 80, schenkt sich eine Autobiografie und bekommt auf ServusTV (22.10 Uhr) ein Porträt von Otto Retzer.

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Otto Retzer im Gespräch mit Fritz Wepper. © ServusTV
 

Eine Notoperation und ein wochenlanger Aufenthalt auf der Intensivstation der Uniklinik Innsbruck. Das Leben von Fritz Wepper stand Anfang des Jahres durch eine Krebserkrankung auf Messers Schneide, mittlerweile soll es dem bayerischen Schauspieler besser gehen, von einem Reha-Aufenthalt mit intensivmedizischer Betreuung war zuletzt zu erfahren.

Die medizinische Notsituation verhinderte nicht das Erscheinen seiner Autobiografie, in welcher der Schauspieler „den echten Fritz zeigen“ möchte. Das erlaubt auch Leerstellen: „Ich selber verstehe mein Leben hie und da nicht“, schreibt Wepper („Cabaret“, „Derrick“, „Um Himmels Willen“).

Die 304 Seiten rufen in Erinnerung, dass der 1941 geborene Wepper schon als Kind zum Star wurde, dem mit „Die Brücke“ 1959 ein Welterfolg gelang. Die Handlung des Dramas erinnert an die Kindheit des Darstellers: Auch im realen Leben warteten Wepper und sein jüngerer Bruder Elmar auf die Heimkehr des Vaters von der Front. Dessen Schicksal ließ Wepper jahrzehntelang keine Ruhe. Selbst ein Medium nahm er in Anspruch, um mit dem Geist des Vaters Kontakt aufzunehmen, erzählt er in der Biografie, die wenige Tage vor seinem 80. Geburtstag am 17. August erschien.

Zum Buch

Fritz Wepper. Ein ewiger Augenblick. Heyne, 305 Seiten, 20,60 Euro.

Der Münchner lässt sein Leben, mit allem, was ihm wichtig war, Revue passieren: unzählige Filme und Serien, Frauen, schnelle Autos. Von „Der Kommissar“ bis zum ersten Porsche mit 26 sowie Liebe und Liebschaften (unter anderem mit Iris Berben). Am Ende des Buches geht es dann auch um das Ende des Lebens: Er habe akzeptiert, irgendwann sterben zu müssen, „aber das Wie bereitet mir Sorgen.“

Wer Weppers Leben lieber im Fernsehen sieht als liest, der wird von Otto Retzer und Servus TV bedient. „Fritz Wepper – eine Legende“ (22.10 Uhr) ist ein gelungenes, weil liebevoll gemachtes Porträt über den Jubilar.

 

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