Tatort-Jahr 2021Wer kommt, wer geht und wer bleibt

Neue „Tatort“-Dienstantritte in Bremen sowie Dortmund. Christina Sperrer feiert ein Comeback in Wien und löst Thomas Stipsits ab. Und der neue Fall aus Weimar (1. Jänner, ARD, 20.15 Uhr) verändert das Gefüge in der Goethestadt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Alte Bekannte: Christina Scherrer assistiert in Wien, Lars Eidinger sorgt in Kiel für Grusel, Stefanie Reinsperger tritt ihren Dienst in Dortmund an und das neue Bremer Team. © ORF, ARD (3)
 

Gratulationen nach Bayern! Heute vor 30 Jahren gingen Batic und Leitmayer (Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl) zum ersten Mal in den Münchner Straßen auf Mörderjagd. Ermittelt wird heute Abend trotzdem nicht im Freistaat, sondern in Thüringen, wo Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) in in eine Überfallserie verwickelt sind. Die Spatzen pfiffen es in den Onlineforen schon von den Dächern: „Der feine Geist“ wird das Team in Weimar nachhaltig verändern. Die Folgewirkungen werden erst 2022 oder 2023 schlagend: Für 2021 ist kein Dreh in der Goethestadt geplant.

Die anstehenden Änderungen in Weimar, die um der Spannung Willen an dieser Stelle nicht verraten werden sollen, sind der Auftakt in ein „Tatort“-Jahr mit einigen Neuerungen: Ein neues Trio nimmt in Bremen die Arbeit auf. Das Ermittlerteam bilden Jasna Fritzi Bauer („Jerks“) und der im Irak geborene dänische Schauspieler Dar Salim („Game of Thrones“) – und Luise Wolfram bleibt als nerdige LKA-Ermittlerin Linda Selb. Ihren ersten Auftritt haben die Neo-Bremer voraussichtlich am Pfingstmontag.

Neu und an prominenter Stelle im „Tatort“ schlägt eine Österreicherin auf: Stefanie Reinsperger („Maria Theresia“) steht als Hauptkommissarin Rosa Herzog ihren neuen Kollegen Faber, Böhnisch und Pawlak in Dortmund zur Seite. Vorgängerin Aylin Tezel nahm in der 50-Jahr-Jubiläumsfolge ihren unspektakulären Abschied.

Ein angsteinflößendes Comeback verspricht jenes mit dem neuen „Jedermann“ Lars Eidinger in Kiel zu werden: Als gruseliger Psychopath Kai Korthals kehrt er, aus der Psychiatrie ausgebrochen, zurück, um seinem Konkurrenten Borowski (Axel Milborn) das Fürchten zu lehren – und der Zuschauerschaft auch. Auch in Wiesbaden hat Eidinger an der Seite von Kommissar Felix Murot (Ulrich Tukur) einen „Tatort“-Auftritt. Kein schlechtes Timing!

Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) gehen 2021 zwei Mal in Wien auf Mörderjagd – ohne Manfred Schimpf (Thomas Stipsits). Dafür kehrt Meret Schande (Christina Scherrer) zurück ins BKA, die dem Wiener Duo in der Vergangenheit schon zwei Mal zur Seite stand.

Zu den „Tatort“-Dauerläufern zählen die Herren Schenk (Dietmar Bär) und Ballauf (Klaus J. Behrendt), die heuer mit den Episoden 80 bis 82 nachlegen. Los geht es in Köln schon nächste Woche: Schenk wird am 10. Jänner in „Der Tod der Anderen“ von einer Hotelbesitzerin festgenommen. Die mit Topquoten verwöhnten Ermittler aus Münster, liefern heuer zwei Folgen: In „Wer bist du wirklich“ muss „Vadder“ ausrücken, um undercover in einem Tantra-Seminar zu recherchieren. Gedreht wurde coronabedingt ausnahmsweise nicht in Münster.
Ein seltenes Wiedersehen gibt mit Heike Makatsch, die als Ellen Berlinger zwar seit fünf Jahren in Mainz ermittelt, es dabei aber nur auf zwei Fälle brachte. Ihr dritter über den Mord an einem Tankwart und einer blinden Zeugin ist für die zweite Jahreshälfte eingeplant.

Leon Ullrich, mehrjähriges Ensemble-Mitglied am Grazer Schauspielhaus zieht sich mit der Folge „Rettung so nah“ aus dem „Tatort“ aus Dresden zurück. Dort hatte er den Kriminaltechniker Ingo Mommsen gemimt.

Für einen steht 2021 kein Einsatz auf dem Programm: Nick Tschiller (Til Schweiger) macht in Hamburg Pause.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!