„Aufgescheucht“ habe Peter Westenthaler als neuer Stiftungsrat einige Menschen auf dem Küniglberg, schmunzelt Siggi Neuschitzer, ich sage aber: „Herzlich willkommen als neuer Kollege, Herr Westenthaler!“ Es brauche nämlich „Menschen im Stiftungsrat, die sich aktiv einbringen und sich nicht von einem Freundeskreis lenken lassen“, sagt der Kärntner, der seit 15 Jahren im obersten ORF-Aufsichtsorgan sitzt und damit einer der am längst dienenden Stiftungsräte ist. „Und in all den Jahren habe ich weder einen Freundeskreis der FPÖ noch der SPÖ besucht“, betont der 65-Jährige, der für das Land Kärnten seinen Sitz im Plenum hat. Natürlich polarisiere Westenthaler, „auch wegen seiner oft drastischen Wortwahl“, so Neuschitzer, „aber es ist gut, wenn unbequeme Fragen gestellt werden“. Und dass über die Tagesordnungspunkte „tatsächlich diskutiert und nicht alles vorher im jeweiligen Freundeskreis abgesprochen wird“.
ORF-Stiftungsrat
Warum Westenthaler eine „Bereicherung“ ist
„Herzlich Willkommen, Herr Westenthaler“, sagt Stiftungsrat Siggi Neuschitzer. Und erklärt, warum und was sich im obersten ORF-Aufsichtsorgan ändern müsste.
© BARBARA EBNER