"Das ist doch alles nur Fake!“, schreit ein Radler, als er Mittwochnachmittag an der Gruppe Journalisten vorbeiradelt, die vor den Wiener Sofiensälen steht, um sich vorab jene Ausstellung anzusehen, um die es schon im Vorfeld Wirbel gab. „The Art of Banksy“ ist eine von mehreren Wanderausstellungen, die durch die Welt tingeln und mit reproduzierten Banksy-Siebdrucken und Artefakten viel Geld verdienen. Banksy selbst verteufelt diese Form von Geschäftemacherei mit seinem Namen zwar, hat den Veranstaltern selbst aber das beste Gegenargument geliefert: „Copyright is for Losers“ (Copyright ist was für Verlierer). Auch die Wiener Ausstellung hat bei rund 100 ausgestellten Werken nicht mehr als fünf Originale vorzuweisen, drei davon sind zertifizierte Souvenirs vom Banksy-Hotel in Betlehem, die beiden Siebdrucke sind nicht als Original ausgeschildert.