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Für Herbst 2021 geplantNach Tod von Christo: Frankreich hält an Triumphbogen-Verpackung fest

Die für Herbst geplante Verpackung des Arc de Triomphe war wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Nach seinem Tod hält man an der Verwirklichung des Projektes fest. Centre Pompidou widmet dem Künstler ab Juli eine Hommage.

Christo vor seinem letzten Projekt im Hyde Park in London 2018
Christo vor seinem letzten Projekt im Hyde Park in London 2018 © AFP (NIKLAS HALLE´N)
 

Nach dem Tod des Künstlers Christo hält Frankreich an der geplanten Verpackung des Triumphbogens in Paris fest. Die Aktion im Herbst kommenden Jahres werde wie "ein letztes Geschenk dieses Künstlers an diese Stadt" sein, teilte das Amt von Staatschef Emmanuel Macron am Montag mit.

Der 42-Jährige und seine Frau Brigitte würdigten das Werk des Künstlers, der am Sonntag im Alter von 84 Jahren in New York gestorben war. Die geplante Verpackung des Arc de Triomphe durch Christo war wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Sie soll nach bisherigen Planungen zwischen dem 18. September und 3. Oktober 2021 stattfinden. Christo hatte 1985 zusammen mit seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude bereits die Pariser Brücke Pont Neuf mit sandfarbenem Stoff verhüllt.

Das Pariser Centre Pompidou will dem verstorbenen Künstler eine Hommage widmen. Die ebenfalls wegen Corona verschobene Ausstellung "Christo et Jeanne-Claude, Paris!" solle nun am 1. Juli öffnen, teilte das Centre Pompidou mit. Ursprünglich war die Vernissage der großen Schau schon im März geplant. Ein Termin für die Hommage, die mit der Familie abgestimmt sei, wurde nicht mitgeteilt.

Gigantismus als Marke: Bilder aus Christos Kunst und Leben

Christo im Jahr 2016 in Saint-Paul-de-Vence in Südfrankreich, wo er eine Mastaba aus Ölfäsern aufbaute. Die Maße: 9 Meter hoch, 17 Meter lang und 9 Meter breit. Die Mastaba war sein letztes großes Projekt.

(c) AFP (VALERY HACHE)

Viele Arbeiten Christos waren Publikumsmagneten. So auch die "Floating Piers", die der der Künstler 2015 am Iseosee realisierte. Stege mit einer Fläche von 75.000 Quadratmeter machten den See begehbar.

(c) AFP (FILIPPO MONTEFORTE)

Es war das erste Großprojekt, dass Christo ohne seine Frau vollendete. Innerhalb weniger Monate kamen 1,3 Millionen Menschen, um das Projekt zu begehen.

(c) APA/AFP/MARCO BERTORELLO (MARCO BERTORELLO)

Auch nach dem Tod seiner Frau Jeanne-Claude 2009, war der Künstler weiter aktiv. Die beiden hatten sich 1958 durch einen Porträtauftrag kennengelernt. Ihr erstes gemeinsames Projekt hatten sie 1961: 89 Ölfässer blockierten eine Straße in Paris. Ein Jahr später wurde geheiratet.

(c) AP (DOMINIC FAVRE)

Im Februar 2015 waren im New Yorker Central Park für zwei Wochen 7503 safrangelbe Metalltore aufgestellt. Es handelte sich - wie so oft bei Christo - um ein Langzeitprojekt. Das Genehmigungsverfahren für dieses Kunstwerk lief seit 1979.

(c) EPA (KEITH BEDFORD)

Christo und Jeanne-Claude: Ein Künstlerpaar und ein Markenname. Das Bild wurde 2009 in Wien aufgenommen, wo die beiden ein gemeinsames Projekt vorstellten: der verhüllte Flakturm im Arenbergpark in Wien. Allerdings: Es handelte sich bloß um eine Briefmarke.

(c) EPA (ROLAND SCHLAGER)

Eigentlich hätte Christo das Wien-Projekt gerne in die Realität umgesetzt, doch die erhoffte Genehmigung erhielt er nie.

APA

Christo und Jeanne-Claude präsentierte in der Rostocker Kunsthalle 2006 Entwürfe zu ihrem Projekt "Over the River", einer Verhüllung des Flusses Arkansas. Christo kämpfte jahrelang darum, realisiert wurde das Projekt nie.

APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

1985: Christo (rechts) im Gespräch mit dem französischen Kulturminister Minister Jack Lang. Im Hintergrund ist die verhüllte Pont Neuf in Paris zu sehen.

AFP
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