Ulrich Seidl nimmt den Schlager und alle, die in diesem Kosmos eine heile Welt gefunden haben, ernst. Todernst. Zu seinem neuen Film „Rimini“ steuern Fritz Ostermayer und Herwig Zamernik alias Fuzzman das Album „Best of – Lieder meines Lebens“ bei, mit dem sie sich vor Seidls Protagonist Richie Bravo, den Verlorenen und allen Stehaufmännchen und Stehaufweibchen dieser Welt mit Songs wie „Amore Mio“, „SOS“ oder „Emilia“ verbeugen. Mit „Rimini“ meldet sich der Provokateur und Grenzüberschreiter des österreichischen Kinos zurück. Am Mittwoch feierte der zärtlichste und zugänglichste Film des Regisseurs und Produzenten eine Gala-Premiere auf der Diagonale, bevor die Studie des Scheiterns morgen nach seiner Uraufführung bei der Berlinale in den Kinos anläuft.
„Rimini“ ist wie ein Best-of der vielfach prämierten Karriere des 69-jährigen Ulrich Seidl: tristes Außenseiter-Milieu, mitleidslose Kamera, improvisiertes Spiel, faszinierende Tableaus, explizite und ungeschönte Sexszenen, tiefgründiger Humor, schlechte Witze, wahrhaftige Sprache und politische Assoziationen.
Diagonale
"Rimini" von Ulrich Seidl: Eine Verbeugung vor dem Scheitern
Ulrich Seidl meldet sich mit „Rimini“ zurück: Darin erzählt er vom abgetakelten Schlagerstar Richie Bravo. Eine Ode an alle Stehaufmännchen - und weibchen dieser Welt. Ab 8. April im Kino.
© Ulrich Seidl Filmproduktion