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Filmkritik"Music" von Sia: Pop, Pastell und viele Probleme

Zu viel Farbe, zu wenig Authentizität: Popstar Sia legt mit „Music“ ihr Regie-Debüt vor und hat ihre Muse als Autistin besetzt. Das ist aber nur eines der Probleme des Films. Ab Freitag streamen.

Maddie Ziegler und Kate Hudson verkörpern zwei ungleiche Schwestern in Sias Debüt „Music“ als Regisseurin © Alamode
 

Als Sängerin und Songwriterin ist Sia („Chandelier“, „Cheap Thrills“) weltberühmt und doch steter Indie-Darling geblieben. Nun ist die Australierin, die ihr Gesicht gerne unter Perückenhaar versteckt, auch Filmemacherin. Und zur Überraschung vieler wurde ihr bonbonfarbenes bis halluzinogenes Regie-Debüt „Music“ gleich für zwei Golden Globes nominiert: als beste Komödie/Musical sowie Kate Hudson als beste Darstellerin in dieser Sparte. Eigentlich hätte der Mix aus knalligem Feelgood-Film und ernster Empowerment-Geschichte auf der Leinwand starten sollen. Nun feiert er Premiere im Heimkino.

Dem Film fehlt in erster Linie eines: Authentizität. Und das ist leider nicht sein einziges Manko. Er entzieht sich einer Entscheidung zwischen farbenfrohem Fantasy-Musical, eklektischen Video-Sequenzen und Drama gänzlich. Das Hauptproblem liegt darin, dass Sia auch in diesem Film auf die Protagonistin aus vielen ihrer Musikvideos setzt: Tänzerin, Model und Muse Maddie Ziegler. In „Music“ verkörpert die 19-Jährige eine Figur diesen Namens, eine nonverbale Frau im Autismus-Spektrum, die, verkürzt erklärt, ihren Alltag nur dank der Kraft der Musik aus ihren türkisen Kopfhörern meistert.

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