Jeder Tag in Barbieland ist perfekt: Die Haupt-Barbie (Margot Robbie) wacht gut gelaunt auf, steigt in ihre Plüsch-High-Heels, stöckelt zur Regendusche, öffnet einen Outfit-Kasten und schwebt gestylt von der Terrasse ihres Hauses in ihr rosa Cabrio. Hier leben Präsidentinnen, Müllfrauen, Meerjungfrauen, Höchstrichterinnen und Nobelpreisträgerinnen. Alle Barbies sind schön, erfolgreich und glücklich.
Schauspielerin und Regisseurin Greta Gerwig ("Lady Bird", "Little Women") lässt ihre Protagonistin aus der zuckersüßen Mädchen-Fantasiewelt bald auf die reale Welt prallen: Barbie denkt während einer Party laut übers Sterben nach. Für die Gedanken über ihre Endlichkeit wird sie bestraft. Ihre zarten Stöckelschuh-Füße werden platt und am Oberschenkel runzelt sich die Haut zu Cellulite. Das wird nicht geduldet in Barbieland. Also wird sie in die echte Welt geschickt, um sich in der Begegnung mit ihrer Besitzerin zu heilen. Ihr erster Ausflug – stilecht auf Rollerblades am Venice Beach – ist ein Schock: Bauarbeiter kommentieren Barbies Körper. Ken, eine Nebenfigur in Barbieland, entdeckt in der verdrehten Welt, welche Wahrnehmung und Vorteile Männer haben. Er mutiert zum Jünger des Patriarchats und importiert es; inklusive Bier, Rock, Schlägereien. Barbie erfährt Sexismus und dass die Frauen sie nicht als Feministin feiern.
Blockbuster in der Kritik
"Barbie" ist die pinke Absage ans Patriarchat
Lohnt sich der Hype um "Barbie" mit Margot Robbie und Ryan Gosling? Oh ja! Greta Gerwig spart weder an Pink, Plastik, Humor, noch an Kritik am
Patriarchat und Schönheitsidealen.
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