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Premierenkritik "Bunbury" am Akademietheater: Grelle Show mit Mitmach-Finale

Oscar Wildes Dauerbrenner "Bunbury" wird im Wiener Akademietheater zur überdreht-üppigen Nummern-Revue. Das Ensemble brilliert auf der spartanischen Bühne.

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© APA/SUSANNE HASSLER-SMITH
 

Nach einem knappest inszenierten "Fräulein Julie" zum Kultur-Comeback ist die zweite große Premiere des Wiener Burgtheaters (wegen Umbau im Akademietheater) eine üppig ausufernde Angelegenheit: Oscar Wildes 1895 uraufgeführter absurd-komischer, aber auch bitterböser, abrechnender Dauerbrenner "Bunbury" mutiert unter der Regie des italienischen Autors und Theatermachers Antonio Latella zu einer knalligen, schreienden, im Chor stöhnenden und gaglastigen Nummern-Revue. Hier wird nach Monaten der Zwangspause und steter Ungewissheit, wann die Proben tatsächlich in eine Premiere münden werden, nun in drei Akten und knapp drei Stunden aus dem Vollen geschöpft. Vor allem aus voller Kehle.