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ORF-Wahl

Wrabetz: "Königsmord selten gut für die Beteiligten"

ORF-Chef Alexander Wrabetz weist die in der "Kleinen Zeitung" geäußerte Kritik von Ex-ORF-Direktor Wolfgang Lorenz als "Affront gegenüber Hunderten Kollegen" zurück.

INTERVIEW MIT ORF-GD ALEXANDER WRABETZ
ORF-Chef Alexander Wrabetz © APA/GEORG HOCHMUTH
 

ORF-Chef Alexander Wrabetz weist die in der Kleinen Zeitung geäußerte Kritik von Ex-ORF-Direktor Wolfgang Lorenz zurück. Lorenz hatte eine Neuaufstellung des ORF, einen Wechsel an der ORF-Spitze und mehr Mut in der Information gefordert. "Das Ganze ist Teil einer Wahlkampfinszenierung. Es ist aber ein Affront gegenüber Hunderten Kollegen, die täglich Kilimandscharo-artige Arbeit leisten", sagte Wrabetz den "Vorarlberger Nachrichten".

Die ORF-Journalisten seien in ihrer Tätigkeit frei und ließen an Pointiertheit nichts zu wünschen übrig. "Wir haben eine objektive Berichterstattung, die auch aneckt. Das ist der richtige Weg", so der ORF-Generaldirektor. Angesprochen auf seinen Gegenkandidaten Richard Grasl verwies Wrabetz auf Shakespeare: "Wir haben in Bregenz Hamlet gesehen. Er zeigt, dass Königsmord selten gut für alle Beteiligten ausgeht. Man kann aber jemanden, der Ehrgeiz hat, nicht davon abhalten, sich zu bewerben."

"Stellung gesunken"

Der ORF-Finanzdirektor Richard Grasl reagierte im Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" ebenfalls auf die Lorenz-Kritik. "Die Stellung des ORF ist in den letzten Jahren gesunken, seine signifikante Rolle in Österreich ist reduziert. Wir müssen wieder die Themenführerschaft und auch humanitäre Verantwortung übernehmen. Wir müssen Diskurs erlauben, Meinungen aufeinanderprallen lassen und gleichzeitig den konstruktiven Journalismus stärken", ließ Grasl dabei Verständnis für den früheren Programmdirektor anklingen.

 

ORF-Wahl: Die Generalintendanten

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz stellte sich am 9. August 2016 seiner Wiederwahl und ging zum zweiten Mal als Sieger hervor. Damit steht 2017 seine dritte Amtszeit bevor - ein Rekord.

APA

... davor war Monika Lindner von 2001 bis 2006 die einzige Frau, die es an die ORF-Spitze geschaft hatte. Ihr verdanken die TV-Konsumenten den Grundstein für junge Formate wie "Starmania" oder "Dancing Stars" ...

ORF

... Von 1998 bis 2001 war Gerhard Weis Generalintendant des ORF, in der Amtszeit des ehemaligen Innenpolitik-Journalisten entstanden die "Barbara Karlich Show" oder der "Report International" ...

APA

... von 1994 bis 1998 war Gerhard Zeiler ORF-Generalintendant. Auf seine Amtszeit geht der 24-Stunden-Sendebetrieb zurück, zudem sorgte der spätere RTL-Geschäftsführer für mehr Kommerzialisierung im Programm ...

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... unter Teddy Podgorski (1986 bis 1990) wehte ein kreativer Wind im ORF, er erfand die "Seitenblicke", das "Sportpanorama" oder die Erfolgsformate "Universum" sowie "Bundesland heute". Er löste ...

ORF/Alfred Cermak

... 1986 Gerd Bacher ab und wurde 1990 wiederum von diesem beerbt. "Der Tiger", wie Bacher, auch genannt wurde, absolvierte als  einziger ORF-Chef drei Amtsperioden - und zwar 1967-74, 1978-86 sowie 1990-94 ...

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... unter ihm erhielt Österreich Farbfernsehen (1969), die Radiosender Ö1, Ö2 und Ö3 (1967), mit dem "Morgenjournal" das erste parteiunabhängige Nachrichtenprogramm, "Licht ins Dunkel" (1978), den Teletext (1980) und vieles mehr ...

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... von 1974 bis 1978 unterbrach der Jurist Otto Oberhammer die "Herrschaft" Gerd Bachers. Was unter ihm passierte? Der Einzug auf den Küniglberg, die erste "Zeit im Bild 2" sowie der "Club 2". Dazu: "Mundl", "Alpensaga" sowie "Kottan ermittelt" ...

ORF

... der erste Generalintendant wurde 1960 installiert, es war Josef Scheidl. Damals gab es nur einen Sender, unter Scheidl ging die erste "Zeit im Bild" auf Sendung und erstmals wurden Ausschnitte vom "Villacher Fasching" gezeigt.

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Für den Fall seiner Bestellung zum Generaldirektor kündigte Grasl den Ausbau des Regionalprogramms im ORF-Fernsehen an. "Ich möchte wie die BBC eine kurze Sendung in den späteren Abendstunden rund um die ZiB2 einführen. Also fünf Minuten, in denen die wichtigsten wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Ereignisse aus den jeweiligen Bundesländern zusammengefasst werden. Das wäre echt regionalisiert, nicht wie das Frühstücksfernsehen, wo ich auch im Burgenland sehe, was in Vorarlberg los ist." Das neue Frühstücksfernsehen hält der ORF-Finanzchef für verbesserbar. "Nur regionalisierte Geschichten zu senden und weltweite Ereignisse auszublenden, ist nicht optimal. Wir müssen dort sein, wo was los ist."

Zusätzlicher Spartenkanal

Außerdem denkt Grasl über einen zusätzlichen Spartenkanal neben ORF III und ORF Sport + nach. "Es soll ein reiner Österreich-Kanal werden, wo wir Informationssendungen, Dokumentationen und Filme zeigen sowie besser auf die Ressourcen der Landesstudios zurückgreifen. Auch könnten wir Programme wie das Österreich-Bild dort weiterverwerten und den Kanal anderen Marktteilnehmern - Fernsehsendern, Verlagshäusern - öffnen." Starten könnte dieser Kanal schon 2017. "Ich will nicht wie Alexander Wrabetz, dass der ORF ein Social Media Haus wird. Schließlich soll der ORF genau das Gegenteil sein, er soll hinterfragen, analysieren, vertiefen, einzuordnen - und sein wichtiges Asset, die regionale Berichterstattung, stärken."

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perplesso
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wie weit will der Herr Wrabetz den ORF denn noch herunterwirtschaften ?

Ein Wechsel an der Spitze ist mehr als notwendig !

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alejulval
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ist der auch

schon Größenwahnsinnig.
Glaubt er ist ein Ķönig

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Lodengrün
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Da ist er nicht allein

Sie Landeshauptmann Pröll, EU Mann Hahn....

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Vor allem nicht für den Wrabetz selbst!


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MikeGraz99
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Selbstverständlich noch 1 Kanal

zu ORF 3 der zum vergessen ist, und abgesehen von 1+2 vielleicht noch die Gebühren erhöhen. Niemand will diesen Mist sehen außer Universum - der Rest ist nur Serien zumüllen und Schrott.

ORF Sport bringt Fussballspiele aus der Steinzeit

Dann noch einen 4 Kanal

Gebühren Abzocker und Geldverschwender, wenn man weiß was die alle dort verdienen. Wo ist hier die EU und greift ein?

ORF soll es wie Sky machen, da zahle ich für das was ich sehen will, beim ORF muß ich für Mist noch dazu mehr zahlen. Wenn das eingeführt wird, können die zusperren!

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Lodengrün
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Was er alles unternimmt

und sagt um nur j zu bleiben verdient Beachtung.

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