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Villach

Stopp bei Leitungsbau: Gegner wollen Projekt zu Fall bringen

Nachdem der Verwaltungsgerichshof den Bau der 110-kV-Leitung auf Eis gelegt hat, wittern die Gegner nun die Chance, das Projekt zu Fall zu bringen.

Gut zwei Drittel der Freileitung im Süden Villachs sind bereits gebaut
Gut zwei Drittel der Freileitung im Süden Villachs sind bereits gebaut © KK/Kelag
 

Gut zwei Drittel der umstrittenen 110-kV-Freileitung im Süden Villachs hat die Kärnten Netz GmbH, eine 100-Prozent-Tochter der Kelag, bereits gebaut. Auf den letzten vier von zwölf Kilometern stockt das Projekt nun jedoch. Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat nämlich erstmals in einem Verfahren gegen die geplante Leitung entschieden. „Daher müssen wir die Vorsichtsmaßnahme treffen und den Bau vorerst unterbrechen“, sagt Reinhard Draxler, Geschäftsführer der Kärnten Netz. Als nächstes müsse das Bundesverwaltungsgericht eine Entscheidung treffen, wie es mit dem Projekt weitergeht. 

Gegner machen bereits mobil

Während man bei der Kärnten Netz die Entscheidungen der offiziellen Stellen abwarten will, wittern die Gegner des Leitungsprojekts die Chance, dieses nun zu Fall zu bringen. "Wir haben immer den Standpunkt vertreten, dass die Sache UVP-Pflichtig sei, jetzt sehen wir uns in unserer Ansicht bestätigt", sagt Gerhard Melcher von der Bürgerinitiative Maria Gail. 

Im anstehenden Verfahren wolle man auch Aspekte des Naturschutzes stärker berücksichtigt wissen. "Die Hoffnung auf ein Erdkabel haben wir jedenfalls noch nicht aufgegeben." 

DATEN UND FAKTEN

Die Leitung. Die 110-kV-Leitung soll die Umspannwerke Fürnitz und Landskron verbinden. Geplant war eine Fertigstellung bis zum Herbst 2017. Die Kärnten Netz will die Leitung bauen um dem Energiehunger der Villacher Betriebe gerecht zu werden. 

Die Gegner. Anrainer, aber auch die Gemeinden Villach und Finkenstein am Faaker See stellten sich gegen das Projekt. Unter anderem forderte man ein Erdkabel. Dieses hätte laut Leitungsgegnern 2,6 Millionen Euro mehr gekostet, laut Kelag hätten sich die Kosten für den Bau der Leitung von zehn auf 20 Millionen Euro verdoppelt. 

Wie viel Geld der insgesamt veranschlagten zehn Millionen Euro bereits verbaut wurden, kann Draxler nicht benennen, „es wurden aber auch schon einige Umbauarbeiten beim Umspannungswerk getätigt“. Fix sei jedenfalls, dass die geplante Fertigstellung des Projekts im Herbst 2017 nun nicht mehr möglich sei. 

Alle Reaktionen lesen Sie in der Freitags-Ausgabe der Kleinen Zeitung.

THOMAS CIK

Kommentare (53)

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fromm
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wer ist die "Industrie"?

bitte Namen nennen.
Wer will- was - warum - wann - wieviel - für wen ( Begünstige nennen)- wer zahlt =
einfache W- Fragen.
Einfache Antworten, oder?

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archiv
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Zweiter Versuch - FADES ARGUMENT - ohne 110 kV-Freileitung Arbeitsplätze gefährdet!


Schon beim geplanten GDK-Projekt in Klagenfurt wurde argumentiert, dass ohne dem GDK-Klagenfurt in Kärnten und Klagenfurt die Lichter ausgehen werden.

Wenn man schon diese (Mini) 110 kV-Freileitung nicht verkabeln kann, wie wird das wohl bei der geplanten 380 kV (!!!) Starkstromautobahn quer durch Kärnten sein?

Die Anrainer an dieser geplanten 380 kV Starkstromfreileitung zwischen Völkermarkt und Lienz können uns jetzt "schon leid tun" - oder?

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SafronSid
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Unbedingt eingraben!

Eingraben- ganz klar- die Verbauung unserer Landschafft darf nicht so weitergehen. Wir brauchen viel mehr Sensibilität im Umgang mit unseren Acker/Natur/Waldbeständen.

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archiv
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Fades Argument - ohne Starkstromnetz durch Kärnten auch keine Arbeitsplätze???

Ein Argument beim geplanten GDK in Klagenfurt war, dass ohne dem GDK-Klagenfurt der Strom in Kärnten und Klagenfurt ausgehen würde.

Wenn man schon diese (Mini) 110 kV-Leitung nicht verkabeln kann, wie wird es dann bei der 380 kV-Starkstromautobahn quer durch Kärnten sein?

Die Anrainer der geplanten 380 kV-Freileitung zwischen Völkermarkt und Lienz sollten eigentlich schon "munter sein" - oder?

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fluchi
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Eingraben

Wo ist das Problem ? Die Leitung eingraben und für die Kläger wird der Strompreis erhöht. Oder das Projekt stilllegen und den Klägern den Strom abdrehen. Kärnten ist von der Industrie aus gesehen jetzt schon sehr schwach aufgestellt mit solchen Aktionen wird's nicht besser. Der Kärntner steht sich mal Wieder selber im weg ! Wir sind jetzt schon als Pensionisten Land bekannt .

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kecksi
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und wenn dann

doch Erdkabel verlegt werden, dann sind DIE dagegen,wo gegraben werden muss.
Die Versorgungsart, die bestens für Land und Volk ist,sollte man angehen und fertig.

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foobaz
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eingraben wo moeglich und gut ist

wo ist das Problem die Leitung einzugraben, kostet halt 10 Millionen mehr, eine Summe die die Kelag aufbringen kann, so viel ist das nun auch wieder nicht in der Relation gesehen, dauert die Abschreibung halt etwas laenger...

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t4iodsg2mub0cw7fz3r9qcw2dogdsv2z
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Der Denkfehler...

...liegt in dem Teil "eine Summe, die die KELAG".

Nicht die KELAG wird die Mehrkosten tragen, dass werden ihre Kunden sein....

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ht3gy16ja4doknfpe6vi36udfpin3y8r
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Das kann ja nicht sein

Wegen ein paar Idioten muss ein Projekt eingestellt werden. Da werden wieder Arbeitsplätze flöten gehn.
Was soll das ausserdem mit dem UVP. Ist sowieso nur a Witzpartie. Grund enteignen und fertigbauen.

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Wildheart
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Toller Vorschlag, wir umgehen einfach die Gesetze

zum kurzfristigen Vorteil der Wirtschaft.

So wie im Görtschitztal, da wurde zuerst Asbeststaub in die Luft geblasen und später HCB. Alles zur Sicherung der Arbeitsplätze, die Gesundheit ist ja egal.

Übrigens für die 110kV-Freileitungstrasse gab's von Anfang an eine sinnvolle Alternative, nämlich eine erdverlegte Trasse. Und daß diese so viel teurer gewesen wäre, ist schlichtweg ein Märchen.

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kecksi
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die Gesetze zu umgehen

ist doch dzt. Mode, also.

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idnil
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Ja wenn die Industrie das will,

dann werden die Gerichte wohl erzittern!

ist die Jagd auf die Grünen schon eröffnet?

Die Bürgermeister zittern sicher auch schon!

In was für einem Land sind wir da eigentlich?

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Leopold Guggi
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haben sie keinen arbeitsplatz nötig?

würde mich interessieren. wie sieht den ihre Lösung für den Wirtschaftsstandort Kärnten aus? Danke!

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hotchef
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gebt denen doch Petroleum Lampen

und Sparherde.
Es schaut vielleicht nicht so schön aus die Masten und Leitungen. Aber ich habe so das Gefühl, manche menschen in Kärnten sind gegen ALLES. Ob es das Stadion ist, der Flughafen, die Wind Turbinen oder Leitungen.
Schickt die doch zurück in die Steinzeit mit Fellen,offenem Feuer und Pfeil und Bogen. Sowas primitives...

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47er
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Wenn sie neben deinem Haus die Masten aufstellen,

würdest du sicher nicht so schreiben. (Florianiprinzip)

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Numquam Retro
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Wen wundert's,....

...dass Kärnten die höchste Abwanderung, den höchsten Schuldenberg, die höchste Arbeitslosenrate und die niedrigste Wirtschaftsentwicklung hat!?
Von paar wenigen wird das Land in Geiselhaft genommen und in den Abgrund gestoßen.
Nach dem Motto: "Gestern standen wir noch vor dem Abgrund und heute sind wir schon einen Schritt weiter."

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Numquam Retro
1
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...übrigens...

...das einzige Bundesland mit einer Abwanderung!

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idnil
8
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sind nur mehr die Idioten

dageblieben weil die anderen wegen dieser Zustände ausgewandert sind?

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Carantanus
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Wieder und wieder

Kärntn is so richtig zu einem Deppenland verkommen!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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kecksi
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sie können es

einfach NICHT und werden es NIE lernen! Armes schönes Bundesland.Lei Lei und Harely genügt nicht!!!

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scaramango
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..........dabei dreht sich alles immer um einen Abteilungsleiter im Amt der Landesregierung

den alle Politiker, egal welcher "Farbe" und egal wieviel daneben geht, immer wieder aufs Neue vertrauen.............

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satiricus
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@scaramango:

Ist das jener Mann, dessen Name wie ein Würstl klingt?

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UVP

Es sollte ernsthaft geprüft werden, ob die Argumente jener, die gegen Projekte sind, ihrer Umwelt gegenüber zuträglich sind. Ich habe den Eindruck, dass es in Kärnten zu viele Verhinderer gibt, die aus egoistischen Gründen ihren Status quo bei behalten wollen, egal, ob dadurch Investitionen in die Zukunft aufs Spiel gesetzt werden oder nicht. So wird Kärnten aus seiner (wirtschaftlichen und politischen) Schlusslichtrolle nie herauskommen.

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Leopold Guggi
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pflicht der kelag

die kelag wollte das projekt und müßte vorher alles genau prüfen, ist auch unser steuergeld!

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RobinHood
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Nein

Unsere Netzgebühren sind es, denn die Kosten schlagen sich in der erhöhten Netzgebühren nieder , die schon jetzt die teuersten in Österreich sind.

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tschifudl1
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Strom abdrehen!!!

Dreht doch den Strom bei den Häusern und Wohnungen der Leitungsgegner ab!!! Der Volksschaden der durch die Verzögerung entsteht sollte von diesen Personen samt Verfahrenskosten bezahlt werden. Dürfen die dort ansässigen Landwirte weiter die Luft mit ihren Tieren verpesten oder braucht man hier auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (Ausbringung von Jauche usw.)??

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