Für Johann Tauchhammer aus Afritz am See war es selbstverständlich, sich als junger Mann in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr seiner Gemeinde zu stellen. "Wir waren eine Clique von rund zehn Burschen, acht davon sind damals gleichzeitig zur Feuerwehr“, erinnert sich Tauchhammer.

Nach kurzer Zeit schon wurde er Löschmeister, später Hauptlöschmeister, schließlich Brandinspektor und Kommandant-Stellvertreter. Als solcher war er bei den schweren Murenabgängen 2016 besonders gefordert. "Der Kommandant war zu dieser Zeit krank und so musste ich die Einsatzleitung übernehmen“, erzählt er. Die schwierigste Aufgabe sei es gewesen, alle Helfer für ihr jeweiliges Einsatzgebiet einzuteilen. "Wirklich zur Ruhe gekommen bin ich in dieser Zeit nicht“, sagt Tauchhammer, der hauptberuflich als Tischler gearbeitet hat. Ein Beruf, der ihm auch heute noch Freude macht. Besonders das Drechseln. "In der Pension habe ich mir eine kleine Werkstatt eingerichtet, wo ich richtig abschalten kann.“

Bei der Feuerwehr will der dreifache Familienvater noch bis zu seinem 70. Lebensjahr aktiv mitmischen und seine langjährige Erfahrung einbringen. Was ihn freut: Nachwuchsprobleme gibt es bei der FF-Afritz keine. Im Gegenteil. "Jedes Jahr kommen Neue dazu.“ Auch die Tauchhammers selbst sind stark vertreten. Neben Johann sind auch sein Bruder, einer seiner Söhne sowie drei Neffen bei der Feuerwehr im Einsatz.

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