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Die Osttirol-Invest "weicht auf"

Groß und Klein sollen durch neue Förderrichtlinien der Osttirol-Invest an attraktive Finanzierung kommen, die Lienzer Bergbahnen aber nicht.

AUT, Talstation der Umlaufgondelbahn Kals im Grossglocknerresort Kals Matrei
An der Kalser Liftgesellschaft hält die Osttirol-Invest 25 Prozent © EXPA Pictures
 

Monatelang wurde getüftelt, um das Förderinstrument Osttirol-Invest (OIG) dem Finanzmarkt anzupassen. Längst war die OIG, die aus Geld der Felbertauernmaut gespeist wird, mit den Konditionen für attraktive Darlehen zur Errichtung oder Sanierung touristischer Betriebe nicht mehr am Puls der Zeit.

Jetzt lässt Gerhard Föger als Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft OIG wissen: „Die neuen Richtlinien sind unsererseits soweit fertig und werden derzeit mit dem Finanzministerium debattiert.“ Genehmigen Bund und Land als Hauptgesellschafter die neue Direktive sprich, den neuen Gesellschaftsvertrag, soll sie noch vor dem Sommer vom OIG-Aufsichtsrat verabschiedet werden.

Zu den Neuerungen sagt Föger: „Die Osttirol-Invest wird jedenfalls risikofreudiger am Weg sein“. Bisher wurden OIG-Darlehen nur vergeben, wenn eine 100 Prozent-Besicherung durch Bankgarantie vorlag. Föger: „Diese 100 prozentige Besicherung soll etwa um die Hälfte aufgeweicht werden“.

Deckelung tiefer ansetzen

Als Devise der OIG gilt: Möglichst attraktiv, möglichst unbürokratisch – sodass durch Inanspruchnahme der OIG Finanzierungen für Vorhaben in der Tourismusbranche deutlich attraktiver werden. „Wir möchten die Osttirol-Invest auch öffnen für kleiner Investitionen.“ Bisher lag die Deckelung bei einer Investitionssumme von 180.000 Euro.

Die Osttirol-Invest wird jedenfalls risikofreudiger am Weg sein. 

Gerhard Föger
Damit wurde zumindest ein Teil der Forderung erfüllt, die der Osttiroler Landtagsabgeordnete Josef Schett (impuls-Tirol) erhoben hat. Er verlangte, dass es keine Mindestinvestitionssumme mehr geben soll. Wie es mit Beteiligungen der OIG, etwa bei Bergbahnen, künftig aussieht, wollte Föger nicht kommentieren.

Bekanntlich ist sie Gesellschafterin der Kalser und Obertilliacher Bergbahnen. Fix dürfte aber sein, dass es weiterhin keine Beteiligung bei Gesellschaften wie den Lienzer Bergbahnen, die zu 100 Prozent in öffentlicher Hand sind, geben wird. Karl Poppeller, Geschäftsführer der OIG, sagt: „Lienz wird sich mittel- oder langfristig einen Investor suchen müssen.“

MICHAELA RUGGENTHALER

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