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Politik InternSepp Blasisker haut in der Osttiroler FPÖ den Hut drauf

Er trat gemeinsam mit Anna Zeiner und Toni Raggl aus dem Bezirksparteivorstand aus. Blasisker fordert Verjüngung der Parteispitze. Hauser und Oblasser reagieren wortkarg.

Die Zeiten, in denen zwischen Gerald Hauser und Sepp Blasisker kein Blatt Papier passte, sind schon lange vorbei. Jetzt hat sogar Landesobmann Markus Abwerzger dazwischen Platz © Ruggenthaler
 

Man hört sie kaum, man sieht sie kaum und trotzdem sind sie da: Die Köpfe der FPÖ-Bezirkspartei. Offensichtlich genügt das aber nicht. Und deshalb erlebte die 14-köpfige Bezirksparteileitung vor Kurzem eine Ausdünnung. Sepp Blasisker, Toni Raggl und Anna Zeiner haben ihre Funktionen an den Nagel gehängt. Parteimitglieder bleiben sie.

Blasisker, der stellvertretender Bezirksparteiobmann war, argumentiert: „Wir drei sind zurückgetreten, denn wir sehen in der Bezirkspartei in der derzeitigen Zusammensetzung keinen Horizont. Es braucht endlich eine Verjüngung an der Spitze“. Und der 66-Jährige spart nicht mit Seitenhieben. „Wir tragen das nicht mehr mit, alles bestimmt Gerald Hauser. Die Parteiführung ist eine One-Man-Show. Josef Oblasser bekommt von Hauser alles vordiktiert“.

Josef Oblasser: Das ist der Obmann der FPÖ in Osttirol. Er tritt meist in Erscheinung, wenn er als parlamentarischer Mitarbeiter des freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Gerald Hauser, in dessen Schlepptau unterwegs ist. „Mir geht es um die Partei, nicht um die Person, aber wir brauchen einen richtigen Bezirksobmann“, stellt Blasisker klar. Es gebe einige Junge, die sich positionieren wollen, aber sie hätten nicht die Schneid, aufzubegehren und an der Spitze werde dagegen gemauert. „Da wird eisern die Stellung gehalten“, tönt der Freiheitliche, der als Gemeinderat in Lienz mit oft markigen Sprüchen schon eine Institution ist. Er gibt auch Einblick hinter die Kulissen: „Bei den Landtagswahlen ist es nicht so rund gelaufen. Es hat Ungereimtheiten gegeben. Und Gerald in allen Ehren, aber er ist nie da“.

Den Zustand der Freiheitlichen Bezirkspartei beschreibt Blasisker so: „Sie siecht dahin“. Und als nächsten Akt will er die Obmannschaft der Regionalgruppe Lienz-Umgebung zurücklegen. Josef Oblasser gibt sich zu den Vorwürfen und der Kritik Blasiskers recht wortkarg. Er sagt nur: „Wir haben Blasisker immer unterstützt, bei allen Wahlen. Dann so vorgehen, das enttäuscht mich“.

Hausers erste Reaktion war: „Ich kommentiere das nicht, Ich bin damit beschäftigt, für Osttirol zu arbeiten“. Dann hält es ihn aber doch nicht und der Nationalratsabgeordnete gibt zu verstehen: „Wir haben die jüngste Bezirksparteileitung von allen Tiroler Bezirken“. Drei junge Leute seien nach den Rücktritten bereits in die Führungsriege kooptiert worden: Nathalie Reiter und Manuel Kleinlercher aus Lienz und René Fürhapter aus dem Oberland.
Über seinen Bezirksobmann Oblasser lässt Hauser nichts kommen.

Kommentare (1)

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janoschfreak
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2
Lesenswert?

Hut ab,

Herr Blasisker, für so viel Mut zur Wahrheit!

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