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Landtag

Blanik sorgt für Stunk bei den Bauern

Debatte um „teure“ Bezirkslandwirtschaftskammern artete aus. Osttirols Bauernpolitiker haben Kritik satt.

„Bauern-Bashing“ wirft Hermann Kuenz Elisabeth Blanik vor. Osttiroler Landtagsabgeordnete gerieten wegen der Bezirkslandwirtschaftskammern aneinander © RUGGENTHALER
 

Links und rechts: Das gab es für SPÖ-Landesvorsitzende Elisabeth Blanik. Sie hängte sich am Mittwoch im Landtag in die Diskussion zum Rechungshofbericht über die Bezirkslandwirtschaftskammern richtig hinein. Der Rechnungskof (RH) kritisierte, dass das Land pro Jahr 5,8 Millionen Euro in die Bezirkskammern stecke. Definiert ist die Verwendung der Mittel aber nicht. Blanik kündigte schon im Vorfeld der Debatte an: „Ich werde den Funktionären das Handwerk legen. Man bereichert sich an diesem Geld. Arbeiter und Wirtschaftskammer bekommen hingegen nichts.“

Um die Ohren gehaut

Am Abend des Mittwoch spielte es dann Granada: „Ich habe den Bauernvertretern und der ÖVP im Landtag den Bericht des Rechungshofes um die Ohren gehaut“, sagt sie. Entsprechend war die Reaktion.
Bestürzt zeigten sich die Osttiroler ÖVP-Abgeordneten Martin Mayerl, auch Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer, sowie Hermann Kuenz. Die SPÖ sowie die Liste Fritz und impuls Tirol wollten die Bezirkskammern abschaffen. 

BRUNNER IMAGES
Blanik haute Kuenz und Co. den Rechnungshofbericht über die Bezirkskammern um die Ohren © BRUNNER IMAGES

„Ich habe die Rundumschläge von Blanik gegen die bäuerlichen Familien satt. Es ist an der Zeit damit aufzuhören, ein Feindbild zu malen, das es schlichtweg nicht gibt. Die Lage unserer Bauern ist ernst und für viele angesichts der schlechten Situation am Markt bedrohlich und Blanik fällt nichts Besseres ein, als immer und immer wieder auf unsere Bauern einzudreschen und mit ihren rufschädigenden Falschaussagen durchs Land zu tingeln. Irgendwann ist das Maß endgültig voll“, wetterte Mayerl.

Fett für Schett

Kuenz legte nach: „Gibt es unter der neuen SPÖ-Vorsitzenden kein anderes Parteiprogramm, als gegen die Bauernfamilien zu wettern und Neiddebatten zu schüren?“ Blaniks einziges Markenzeichen scheine „Bauern-Bashing“ zu sein. Schockiert gaben sich Mayerl und Kuenz, dass dann der Osttiroler impuls-Mandatar Josef Schett im Landtag äußerte, er brauche die Kammer nicht, weil sie nur Fehlberatungen mache.

Eine Abschaffung der Bezirkskammern habe sie nicht vorgeschlagen, entgegnet Blanik: „Ich will nicht die Kammerschließung, ich will, dass die Bauern sich ihre Kammer selbst bezahlen.“

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Danke für Ihr Verständnis.

beobachter2014
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5
Lesenswert?

Es gibt sie noch!

Geht es um die Bauern, sind unsere LA Kuenz und Mayerl sofort da. Ansonsten meint man, sie gäbe es nicht mehr ...

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