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Seebodener Holzprobe zur Analyse in US-Labor

In Miami ließ Axel Huber Alter eines Einbaums aus Fischereimuseum in Seeboden bestimmen. Auch Alter des Museums selbst wurde datiert.

 

Spannendes über die Geschichte Oberkärntens hat der Seebodener Lokalhistoriker Axel Huber wieder erfahren: Im Fischereimuseum in Seeboden sind seit 1980 drei Einbäume ausgestellt. "Zwei sollen aus dem Weißensee stammen. Leider gelang es mir nicht herauszufinden, von wem und wann sie gefunden wurden. Das Alter eines Einbaums konnte nun aber bestimmt werden", sagt Huber.

Eine Holzprobe von fünf Gramm schickte er zur Bestimmung in ein Labor nach Miami (USA), wo diese mit Hilfe der C 14-Methode untersucht wurde. Huber: "Dabei wird der Restbestand an spaltbarem Kohlenstoff in der Probe gemessen. Anhand der bekannten Halbwertszeit kann dann das Alter hochgerechnet werden." Es stellte sich heraus, dass der Einbaum aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts nach Christus stammt. Spannend sei das deshalb, "weil aus dieser Zeit nahezu keine historischen Schriftquellen existieren. Konkrete Berichte gibt es nur über drei kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Bayern und Slawen", sagt Huber. So führte etwa in den 590-er Jahren der bayrische Herzog Tassilo I. Heereszüge in die Provinz der Slawen ins Obere Drautal.

Fischerhütte 400 Jahre alt

Der aus jener Zeit stammende Einbaum lässt nun den Schluss zu, dass das einfache Leben der Bevölkerung trotz dieser Waffengänge friedlich stattfinden konnte. "Das Fischen in unseren Gewässern wäre sonst kaum möglich gewesen. Die Ausübung des Fischfangs wird ja nicht vom einen auf den anderen Tag entschieden, sondern hat eine gewisse Tradition und Kontinuität", erklärt Huber. Mit der Dendrochronologie - dabei wird das Alter anhand der Jahresringe im Holz bestimmt - konnte auch das Alter des Fischereimuseums selbst datiert werden. Huber: "Das Gebäude wird kommendes Jahr 400 Jahre alt!"

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